Der Regionalflughafen Karlsruhe/Baden-Baden (FKB) hat seine Bodenabfertigung durch die Inbetriebnahme von zehn neuen, batteriebetriebenen Bodenstromaggregaten (e-GPUs) modernisiert.
Diese Einheiten übernehmen die Energieversorgung der Flugzeuge während der Standzeit am Boden, sodass die bordeigenen Hilfstriebwerke abgeschaltet bleiben können. Mit einem Investitionsvolumen von über 1,5 Millionen Euro ersetzt die Baden-Airpark GmbH damit nahezu ihren gesamten Bestand an konventionellen Diesel-Aggregaten. Die neuen Geräte werden durch eine eigens errichtete Ladeinfrastruktur auf dem Vorfeld gespeist und sind Teil einer umfassenden Flottenumstellung am Standort.
Die Finanzierung des Projekts erfolgte unter Beteiligung öffentlicher Mittel. Das Bundesministerium für Verkehr unterstützte die Maßnahme mit einer Fördersumme von rund 573.000 Euro im Rahmen einer speziellen Richtlinie zur technischen Modernisierung der Bodenstromversorgung an deutschen Verkehrsflughäfen. Koordiniert wurde dieser Prozess durch die NOW GmbH, während die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen die administrative Bewilligung übernahm. Für den Flughafen bedeutet diese Investition eine erhebliche Reduktion der Betriebskosten sowie eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen für das Bodenpersonal, da die elektrischen Einheiten im Gegensatz zu Verbrennungsmotoren weitgehend geräuschlos arbeiten.
Zusätzliche Marktanalysen zeigen, dass der Flughafen Karlsruhe/Baden-Baden mit dieser Maßnahme seine technologische Positionierung innerhalb der regionalen Verkehrsflughäfen festigt. Der FKB fungiert als wichtiger Stützpunkt für Low-Cost-Carrier wie Ryanair und Wizz Air, für die effiziente Bodenprozesse und kurze Umdrehzeiten von wirtschaftlicher Bedeutung sind. Neben den neuen Stromaggregaten umfasst der elektrische Fuhrpark des Flughafens bereits einen Großteil der Gepäckförderbänder sowie die sogenannten Follow-Me-Fahrzeuge. Die technische Umstellung zielt darauf ab, die mechanische Komplexität der Wartung zu verringern und die Ausfallsicherheit am Standplatz zu erhöhen.
Der Einsatz dieser Technologie erfolgt vor dem Hintergrund eines steigenden Passagieraufkommens am zweitgrößten Verkehrsflughafen Baden-Württembergs. Durch die Entlastung des Vorfelds von Abgasen und Lärmemissionen reagiert die Geschäftsführung unter Andreas Schweizer auf die operativen Anforderungen eines modernen Flugbetriebs. Die e-GPUs sind so konzipiert, dass sie flexibel an verschiedenen Flugzeugtypen eingesetzt werden können, was die logistische Flexibilität bei der Flugzeugabfertigung steigert. Mit der aktuellen Erweiterung der Infrastruktur ist der Baden-Airpark für zukünftige Kapazitätssteigerungen im Linien- und Charterverkehr technisch gerüstet.