Airbus A321neo (Foto: Fabian Joy/Unsplash).
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Neuer Gesamtarbeitsvertrag bei Swiss: Bodenpersonal stimmt Tarifwerk ab 2027 zu

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Die Beschäftigten der Fluggesellschaft Swiss International Air Lines haben einem neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für das Bodenpersonal mehrheitlich zugestimmt.

Das neue Regelwerk, das in Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften SEV-GATA, dem Kaufmännischen Verband Schweiz sowie dem VPOD Luftverkehr ausgehandelt wurde, soll am 1. Januar 2027 in Kraft treten und weist eine Mindestlaufzeit von fünf Jahren auf. Der aktuelle Vertrag stammte aus dem Jahr 2018 und war während der Einschränkungen der Coronapandemie vorübergehend verlängert worden, um dem Unternehmen in der Krise finanzielle Stabilität zu sichern.

Das Tarifpaket umfasst eine Senkung der vertraglich vereinbarten Wochenarbeitszeit sowie strukturelle Anpassungen bei den Lohnbändern und Zulagen. Zudem beinhaltet die Vereinbarung Korrekturen bei der beruflichen Vorsorge und eine Aufstockung der betrieblichen Leistungen bei Mutterschaft. Nach Angaben des Managements um Vorstandschef Jens Fehlinger soll das Verhandlungsergebnis den veränderten Rahmenbedingungen im Arbeitsmarkt Rechnung tragen und die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber am Standort Schweiz sichern.

Die Einigung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Diskussionen über die Arbeitsbedingungen und die Personalauslastung in der Luftfahrtbranche. Nach der Krise stieg die Arbeitsbelastung an den Drehkreuzen Zürich und Genf durch die rasche Wiederaufnahme des Flugbetriebs spürbar an, was bei Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretern zu Forderungen nach entlastenden Maßnahmen führte. In den vergangenen Jahren kam es an europäischen Flughäfen wiederholt zu Engpässen in der Abfertigung, wodurch die Verhandlungsposition des Bodenpersonals gestärkt wurde.

Trotz der erzielten Zustimmung verweisen Branchenbeobachter darauf, dass die Umsetzung der Arbeitszeitverkürzung und die Anpassung der Schichtmodelle eine effiziente Personalplanung erfordern. Die Airline muss die höheren Personalkosten durch Produktivitätssteigerungen oder Anpassungen im Betriebsablauf kompensieren, um die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber internationalen Konkurrenten zu wahren. Die langfristige Bindung von Fachkräften am Boden bleibt für den stabilen Betrieb der Schweizer Nationalairline eine zentrale Herausforderung.

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