Der New Yorker Flughafen LaGuardia (LGA) sieht sich mit wiederkehrenden baulichen Mängeln an seiner Infrastruktur konfrontiert.
Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen musste die Betreibergesellschaft eine der Hauptstartbahnen des viel frequentierten Verkehrsflughafens für den Flugbetrieb komplett sperren. Auslöser für die jüngste Maßnahme war die Entdeckung einer rund fünf Zentimeter tiefen Bodenabsenkung unmittelbar neben dem Pistenbelag. Die Sperrung wurde ab 17:00 Uhr Ortszeit wirksam, um eine Gefährdung für startende und landende Flugzeuge im Nahbereich der betroffenen Start- und Landebahn präventiv auszuschließen.
Ein Team von spezialisierten Technikern und Ingenieuren wurde umgehend mit der Untersuchung der Schadensursache betraut. Die Arbeiten umfassen neben der Ursachenforschung auch dringende Stabilisierungsmaßnahmen des Untergrunds, um ein weiteres Absacken des Geländes zu verhindern. Der Zeitplan der Flughafenbehörde sieht vor, den betroffenen Bereich umfassend zu sanieren und die Startbahn bis zum darauffolgenden Donnerstagmorgen wieder vollständig für den regulären Flugverkehr freizugeben. Erst im vergangenen Monat hatte ein ähnlicher Vorfall, bei dem ein akuter Einbruch im Pistenbelag registriert wurde, zu einer zweitägigen Zwangsschließung einer Startbahn geführt.
Der LaGuardia Airport, der sich im New Yorker Stadtteil Queens befindet, gilt aufgrund seiner geografischen Lage direkt an der Flushing Bay und der Bowery Bay als bautechnisch hochkomplex. Große Teile des Flughafengeländes wurden historisch auf aufgeschüttetem Land errichtet, was den Untergrund anfällig für Setzungen und geologische Verschiebungen macht. Obwohl der Flughafen in den vergangenen Jahren ein milliardenschweres Modernisierungsprogramm zur Erneuerung der Terminals durchlaufen hat, verdeutlichen die wiederholten Schäden an den Rollbahnen die anhaltende Belastung der Alterungsprozesse und der geologischen Gegebenheiten der Start- und Landebahnsysteme.
Die temporäre Schließung einer Startbahn an einem der wichtigsten Knotenpunkte für den US-amerikanischen Inlandsflugverkehr führt unweigerlich zu logistischen Herausforderungen. Fluggesellschaften müssen mit Verzögerungen im engen Flugplan des Nordost-Korridors rechnen, da die verbleibende Kapazität des Flughafens während der Stoßzeiten stark ausgedreizt wird. Die Hafenbehörde von New York und New Jersey (Port Authority), die den Flughafen betreibt, arbeitet eng mit der US-Luftfahrtbehörde FAA zusammen, um die Auswirkungen auf den Flugverkehr durch Umleitungen und veränderte Staffelung der Flüge so gering wie möglich zu halten.