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Niederlande beschließen drastische Steuererhöhung für Privatjets ab 2030

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Das niederländische Parlament hat eine deutliche Steuererhöhung für Flüge mit Privatjets ab dem Jahr 2030 verabschiedet. Die Abgaben für Luftfahrzeuge mit maximal 19 Sitzen werden nach der Flugdistanz gestaffelt und liegen um ein Vielfaches über den Sätzen für kommerzielle Flüge. Die Regelung folgt dem Prinzip einer höheren finanziellen Belastung für Nutzer, die als besonders emissionsintensiv gelten.

Nach dem neuen System werden die Steuern für Privatjets gestaffelt: Für Flüge bis zu 2.000 Kilometern werden 420 Euro fällig. Für Strecken zwischen 2.000 und 5.500 Kilometern sind es 1.015 Euro, und Reisen über 5.500 Kilometer hinaus kosten 2.100 Euro pro Flug. Zum Vergleich: Passagiere auf kommerziellen Flügen zahlen ab 2027 im neuen entfernungsbasierten System für die längste Distanz (über 5.500 Kilometer) lediglich knapp über 70 Euro, was die drastische Höherbesteuerung der Privatjet-Reisen unterstreicht.

Die gesamte Luftfahrtbesteuerung der Niederlande wechselt ab 2027 zu einem entfernungsbasierten Modell. Die Privatjets folgen dieser allgemeinen Besteuerung zunächst bis 2030, bevor die spezifisch höheren Sätze für die private Luftfahrt in Kraft treten. Die Abgeordneten, welche die Maßnahme initiierten, argumentierten mit dem Grundsatz „der Verschmutzer zahlt“ und zielten dabei direkt auf die Gruppe der reichsten Bevölkerungsschicht, die einen erheblichen Anteil an den weltweiten Emissionen durch die Nutzung privater Flugzeuge verursache.

Die Niederlande folgen mit diesem Schritt einem internationalen Trend: Im Juni hatten bereits Länder wie Frankreich, Kenia, Spanien und Barbados zugesagt, Premium-Klassen und Privatjets einer höheren Besteuerung zu unterwerfen. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Kosten für Reisen, die als Luxus und mit hohem Ressourcenverbrauch verbunden angesehen werden, deutlich zu erhöhen.

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