Flughafen Dresden (Foto: Flughafen Dresden GmbH, Michael Weimer)
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Notfallübung am Flughafen Dresden: Einsatzkräfte erproben Reaktionsketten nach simulierter Kollision

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Am Flughafen Dresden haben Feuerwehr, Rettungsdienste, Bundes- und Landespolizei sowie Flughafenpersonal eine koordinierte Übung zur Abwehr von Flugzeugunfällen absolviert.

Die Übung unter der Bezeichnung „Lilienthal 2026“ diente der Überprüfung von Alarm- und Einsatzplänen sowie der Absprache zwischen den Beteiligten im Krisenfall. Durch die Übungsmaßnahmen am Rande des Geländes kam es zu keinen Störungen des zivilen Linien- und Charterverkehrs. Die Durchführung solcher Übungen erfolgt in regelmäßigen Abständen auf Basis gesetzlicher Vorgaben der internationalen und europäischen Zivilluftfahrtbehörden EASA und ICAO.

Das konkrete Übungsszenario simulierte die Kollision eines Testflugzeugs vom Typ Airbus A300 der benachbarten Elbe Flugzeugwerke (EFW) mit einer Passagiermaschine des Typs De Havilland DHC-8 bei der Landung. Die Annahme sah schwere Beschädigungen an beiden Luftfahrzeugen sowie den Ausbruch von Bränden vor. Neben der Flughafenfeuerwehr kamen Einheiten der Berufsfeuerwehr Dresden sowie mehrere Freiwillige Stadtteilfeuerwehren zum Einsatz. Unter Zuhilfenahme einer Brandsimulationsanlage übten rund 200 Einsatzkräfte die Brandbekämpfung, die technische Hilfeleistung und die Rettung von Darstellern aus den Kabinen.

Neben den physischen Rettungseinsätzen auf dem Rollfeld bildete die organisatorische Abstimmung zwischen den beteiligten Schnittstellen einen Schwerpunkt des Ablaufs. Das Krisenmanagement umfasste die Sichtung und Erstversorgung verletzter Personen, den Aufbau von Betreuungsstrukturen für Angehörige sowie die Alarmierung externer Notfalldienste. Auch das Zusammenspiel mit den Elbe Flugzeugwerken als ortsansässigem Wartungs- und Umbaubetrieb wurde unter realistischen Bedingungen getestet.

Erste Auswertungen der Übungsleitung bescheinigen den beteiligten Organisationen ein strukturiertes Vorgehen, wiesen jedoch zeitgleich auf die Komplexität bei der Abstimmung vieler Schnittstellen hin. Eine detaillierte Analyse der Kommunikationswege, der Ausrückzeiten sowie der technischen Koordination erfolgt in den kommenden Wochen. Die genaue Nachbereitung dient dazu, etwaige Schwachstellen in den Meldeketten zu identifizieren und die Notfallkonzepte des Flughafens bei Bedarf nachzubessern.

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