ÖBB liebäugelt mit Reservierungspflicht in Zügen

Steuerwagen in Wiener Neustadt (Foto: Robert Spohr).
Steuerwagen in Wiener Neustadt (Foto: Robert Spohr).

ÖBB liebäugelt mit Reservierungspflicht in Zügen

Steuerwagen in Wiener Neustadt (Foto: Robert Spohr).
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Zuletzt häuften sich Berichte über überfüllte Züge und Passagiere, die wieder aussteigen mussten. Bei den ÖBB möchte man deshalb alle Optionen prüfen, dieses Problem zu lösen.

Die Auslastung der Zuggarnituren der ÖBB steigt kontinuierlich an – vor allem im Fernverkehr. Nicht zuletzt deshalb prüfe die Staatsbahn weitere Optionen – darunter die verpflichtende Sitzplatzreservierung: “Wir schauen uns alle Möglichkeiten an”, sagte ein ÖBB-Sprecher im “Kurier” (Dienstagsausgabe). Zuletzt seien verschiedene internationale Modelle analysiert und eigene Fahrgäste zum Thema Reservierungen befragt worden.

In den nächsten Wochen werde alles zusammengeführt und dann entschieden, wie es weitergeht. Von einer Reservierungspflicht bis zu Maßnahmen, um Kurzstreckenreisende von Fern- in Nahverkehrszüge zu bringen und dadurch Kapazitäten freizumachen, liegen alle Optionen auf dem Tisch. Fest steht schon jetzt: Die Echtzeit-Information über die Belegung von Zügen wird ausgebaut. Hier geht es beispielsweise auch um konkrete Informationen über Alternativzüge mit geringerer Auslastung.

Immer mehr Menschen fahren mit der Bahn

Das Abflauen der Pandemie, hohe Spritpreise und die Klimaticket-Jahreskarte haben die Zahl der Bahnreisenden nach dem Einbruch 2020 und 2021 heuer wieder kräftig steigen lassen. Im Fernverkehr lag die Auslastung in den vergangenen Wochen bereits leicht über dem Vorkrisenniveau. Vor allem im grenzüberschreitenden Fernverkehr – sowohl in den Tag- als auch in den Nachtzügen – gebe es eine „besonders starke Nachfrage“, hieß es dieser Tage von den ÖBB zur APA.

An den starken Reisewochenenden wie nun zu Christi Himmelfahrt, Pfingsten und Fronleichnam stellen die ÖBB mit mehr Garnituren und Extrazügen bis zu 10.000 zusätzliche Sitzplätze zur Verfügung. Mehr soll laut Sprecher aus Kostengründen nicht möglich sein, zitierte ihn der „Kurier“. Zuletzt häuften sich Beschwerden zu überfüllten Zügen. Immer wieder kam es auch zu Räumungen.

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