Flughafen Zürich (Foto: Flughafen Zürich AG).
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Öffentliche Auflage der Pistenverlängerungen am Flughafen Zürich gestartet

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Das zentrale Infrastrukturprojekt zur Erweiterung des Pistensystems am Flughafen Zürich tritt in eine entscheidende Phase. Vom 1. bis zum 30. Juni 2026 liegen die Plangenehmigungsgesuche für die Verlängerung der Pisten 28 und 32 öffentlich auf.

Damit setzt die Flughafen Zürich AG den Auftrag der kantonalen Stimmbevölkerung um, die dem Vorhaben am 3. März 2024 mit einer deutlichen Mehrheit zugestimmt hatte. Das Projekt basiert auf einer bereits im Jahr 2012 durchgeführten Sicherheitsanalyse, welche die Verlängerungen als eine der wirksamsten Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheitsmargen und zur Stabilisierung des Flugbetriebs identifizierte.

Technisch unterscheiden sich die beiden Teilprojekte in ihrem Umfang erheblich. Die Piste 32 soll im Norden um 280 Meter verlängert werden, was überwiegend innerhalb des bestehenden Geländes erfolgt. Dies ermöglicht künftig auch schweren Langstreckenmaschinen den Start in Richtung Norden, wodurch komplexe Pistenkreuzungen am späten Abend vermieden werden. Deutlich aufwendiger gestaltet sich die Verlängerung der Piste 28 um 400 Meter nach Westen. Hierfür sind umfassende Geländeaufschüttungen sowie die Verlegung der Kantonsstraße und des Flusslaufs der Glatt erforderlich. Während die Arbeiten an der Piste 32 etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen werden, ist für die Piste 28 eine Bauzeit von sieben bis acht Jahren veranschlagt.

Ein wesentlicher Aspekt der Detailplanung betrifft die Umlegung der Glatt. Entgegen ursprünglicher technischer Annahmen konnte die Flughafenbetreiberin im Dossier belegen, dass eine teilweise Eindolung des Flusses nicht notwendig ist. Stattdessen wird der Flusslauf auf einer Länge von 1,4 Kilometern vollständig offen geführt. Mit der Verlegung geht eine Neugestaltung des Naherholungsgebiets einher, die neue Wege für den Fuß- und Radverkehr sowie eine zusätzliche Brücke umfasst. Die baulichen Maßnahmen außerhalb des aktuellen Perimeters erfordern zudem eine Anpassung des Sicherheitszonenplans, um den Luftraum vor neuen Hindernissen wie Gebäuden oder Masten zu schützen.

Der frühestmögliche Baustart ist für das Jahr 2030 vorgesehen, sofern die nun laufenden Bewilligungsverfahren ohne größere Verzögerungen abgeschlossen werden können. Durch die längeren Bremswege bei Landungen auf der Piste 28 und die optimierten Abflugrouten auf der Piste 32 verspricht sich die Flughafendirektion eine signifikante Reduktion von Verspätungen. Insbesondere bei schwierigen Wetterlagen soll das neue System einen stabileren Betrieb gewährleisten, was indirekt zur Einhaltung der Nachtruhezeiten beiträgt, da weniger Flugbewegungen in die späten Abendstunden verschoben werden müssen.

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