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Öffentliche Bäder unter Druck: Investitionsstau und hohe Kosten belasten Kommunen

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Eine aktuelle Markterkundung des Tourismusberatungsunternehmens Kohl > Partner zur Sommersaison 2025 in der Bäderbranche zeigt ein gespaltenes Bild. Trotz eines für viele Anlagen verregneten Monats Juli konnte demnach insgesamt eine respektable Besucherfrequenz erzielt werden. Ausschlaggebend für das Gesamtergebnis war der außergewöhnlich heiße Juni, der vielerorts überdurchschnittlich hohe Besucherzahlen verzeichnete und die Verluste des schwächeren Julis weitgehend kompensieren konnte.

Das größte Problem der öffentlichen Schwimmbäder liegt jedoch nicht in der Besucherfrequenz, sondern in der wirtschaftlichen Tragfähigkeit: Die Eintrittspreise sind nach wie vor sozial verträglich, was allerdings zulasten der Betreiber geht. Der laufende Betrieb stellt für die oft kommunalen Betreiber eine erhebliche finanzielle Zusatzbelastung dar. Der Druck wird durch steigende Personal- und Energiekosten noch verstärkt. Recherchen in Deutschland und Österreich bestätigen diesen Trend: Viele Gemeinden kämpfen mit defizitären Bädern und müssen jährlich Millionenbeträge zuschießen, um die Angebote aufrechtzuerhalten.

Die finanzielle Schieflage führt zu einem massiven Investitionsstau. Laut der Befragung von Kohl > Partner stehen rund 80 Prozent der Bäder in den nächsten fünf Jahren vor größeren Investitionsentscheidungen, wobei die Hälfte davon diese bereits in den kommenden drei Jahren erwartet. Trotz des dringenden Bedarfs – in Deutschland gilt mehr als jedes dritte Freibad als umfassend sanierungsbedürftig – verfügen kaum Betreiber über gesicherte Budgets für diese Projekte. Die fehlenden Mittel führen dazu, dass notwendige Sanierungen häufig verschoben werden und kaum echte Attraktivierungsmaßnahmen umgesetzt werden.

Das Fazit der Studie ist eindeutig: Um eine schleichende Angebotsverschlechterung und die langfristige Schließung öffentlicher Schwimmbäder zu verhindern, sind klare politische Weichenstellungen erforderlich. Es braucht sowohl finanzielle Unterstützung für die Gemeinden zur Deckung der Betriebskosten als auch eine strategische Weiterentwicklung und Modernisierung der Bäderlandschaft. Ohne gezielte Hilfen droht ein Bädersterben, das die kommunale Infrastruktur und das Freizeitangebot der Bevölkerung negativ beeinflussen würde.

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