Die Österreichische Hotelvereinigung (ÖHV) setzt ihre landesweite Veranstaltungsreihe der Branchen-Treffs im Jahr 2026 fort und widmet sich schwerpunktmäßig der Optimierung des Online-Vertriebs. Im Zentrum der exklusiven Mitgliederversammlungen steht die Frage, wie Beherbergungsbetriebe durch technologische Innovationen ihre Auslastung stabilisieren und neue Gästeschichten erschließen können.
Laut ÖHV-Generalsekretär Markus Gratzer ist die Anpassung an digitale Trends eine Grundvoraussetzung, um die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Hotellerie in einem zunehmend dynamischen Marktumfeld zu sichern. Die Veranstaltungen finden zwischen Mai und September in verschiedenen Bundesländern statt, wobei renommierte Betriebe wie der Stanglwirt in Tirol oder das Hotel Reiters Supreme im Burgenland als Gastgeber fungieren.
Ein wesentlicher Teil der Vorträge befasst sich mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) im Online-Marketing. Experten wie Alina Heiner von der Agentur maven vienna und Markus Schauer von msplus präsentieren Strategien, um Social Media nicht nur als Kommunikationsplattform, sondern als direkten Buchungstreiber zu nutzen. Dabei werden praxisnahe Lösungen aufgezeigt, wie digitale Tools die Effizienz im Marketing steigern und personalisierte Gästeansprachen automatisiert werden können. Diese technologische Aufrüstung zielt darauf ab, die Abhängigkeit von großen Buchungsplattformen zu verringern und die Direktvertriebskanäle der einzelnen Hotels zu stärken, was angesichts steigender Kommissionsgebühren im Online-Handel an Bedeutung gewinnt.
Die Branchen-Treffs dienen zudem als Netzwerkplattform für den fachlichen Austausch unter den Hoteliers. Neben den technologischen Neuerungen stehen Hausführungen in den gastgebenden Betrieben auf dem Programm, um Einblicke in unterschiedliche Betriebskonzepte und Standards der Spitzenhotellerie zu gewähren. Termine sind unter anderem für Pörtschach am Wörthersee, Bad Tatzmannsdorf und Bad Ischl angesetzt. Die Initiative spiegelt den aktuellen Trend der Branche wider, datengetriebene Entscheidungen stärker in den operativen Alltag zu integrieren. Die ÖHV reagiert damit auf die steigende Komplexität digitaler Buchungswege und die Notwendigkeit einer frühzeitigen Sensibilisierung für automatisierte Prozesse.
Wirtschaftsanalysten werten das Engagement der ÖHV als notwendige Reaktion auf den Fachkräftemangel und den Kostendruck, da effiziente digitale Systeme Ressourcen in der Verwaltung einsparen können. Durch die Spezialisierung auf KI-gestützte Vertriebsmodelle positioniert sich die österreichische Hotellerie als Vorreiter in der Nutzung zukunftsweisender Technologien. Die kostenlosen Schulungen für Mitglieder sollen sicherstellen, dass auch kleinere Familienbetriebe Zugang zu High-Tech-Lösungen erhalten, die zuvor oft nur großen Hotelketten vorbehalten waren. Damit wird eine Professionalisierung der digitalen Präsenz quer durch alle touristischen Regionen Österreichs angestrebt.