Soldatin (Foto: Bundesheer).
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Österreichischer Doppelsieg beim alpinen Extremklassiker in der Schweiz

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Das österreichische Bundesheer hat bei der diesjährigen „Patrouille des Glaciers“, die vom 15. bis 16. April 2026 in den Walliser Alpen stattfand, einen historischen Doppelsieg errungen. Auf der prestigeträchtigen Hochgebirgsstrecke von Zermatt nach Verbier setzten sich zwei Teams der heimischen Streitkräfte gegen die internationale Konkurrenz durch.

Die siegreiche Patrouille, bestehend aus Korporal Paul Verbnjak, Korporal Nils Oberauer und Korporal Johannes Lohfeyer, bewältigte die 61 Kilometer lange Distanz und die über 4.200 Höhenmeter im Aufstieg in einer Zeit von 6 Stunden, 47 Minuten und 6 Sekunden. Nur wenige Minuten dahinter sicherte sich ein weiteres Bundesheer-Trio den zweiten Platz, womit Österreich seinen Titel aus dem Jahr 2024 erfolgreich verteidigte.

Verteidigungsministerin Klaudia Tanner würdigte den Erfolg als Beweis für die hohe alpine Kompetenz der Truppe. Die „Patrouille des Glaciers“ gilt als eines der härtesten Skitourenrennen weltweit und erfordert von den Teilnehmern neben physischer Höchstleistung auch tiefgreifendes technisches Können in extremem Gelände. Das Rennen, das alle zwei Jahre ausgetragen wird, wird federführend von der Schweizer Armee organisiert. Rund 1.100 Armeeangehörige sowie Unterstützungskontingente aus Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich sorgten für den reibungslosen Ablauf und die Sicherheit auf den hochalpinen Gletschertraversen.

Die historischen Wurzeln der Veranstaltung reichen bis in das Jahr 1943 zurück, als die Schweizer Gebirgsbrigade 10 die Strecke erkundete, um die Einsatzfähigkeit der Soldaten unter widrigsten Bedingungen zu testen. Heute hat sich der militärische Ursprung zu einem sportlichen Großereignis entwickelt, bei dem Kameradschaft und Ausdauer im Vordergrund stehen. Die Teams bestehen obligatorisch aus drei Personen, die gemeinsam das Ziel erreichen müssen. Die nächste Austragung des Rennens ist turnusgemäß für das Jahr 2028 vorgesehen, wobei das Bundesheer nach dem aktuellen Triumph als klarer Favorit in die Vorbereitungen gehen wird.

Über die sportliche Leistung hinaus unterstreicht das Ereignis die enge militärische Kooperation im Alpenraum. Die Zusammenarbeit der verschiedenen Nationalitäten bei der Absicherung der Strecke und in der Logistik gilt als wichtiges Training für grenzüberschreitende Katastrophenhilfe und alpine Rettungseinsätze. Für die österreichischen Soldaten bedeutet der erneute Erfolg eine Bestätigung ihrer professionellen Ausbildung im Gebirgskampfzentrum und in den Hochgebirgskompanien, die international einen exzellenten Ruf genießen.

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