Eisenbahn-Schienen (Foto: Ales Krivec/Unsplash).
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Österreichs Bahnindustrie fordert stärkere politische Rückendeckung

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Der Verband der Bahnindustrie in Österreich (VBI) hat im Rahmen des ersten Parlamentarischen Tages der Bahnindustrie die wirtschaftliche Tragweite des Sektors unterstrichen. Bei einem Austausch mit Abgeordneten des Nationalrats im Südwesten des Landes betonten Branchenvertreter die Notwendigkeit stabiler politischer Rahmenbedingungen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Die Branche, die laut dem Austrian Rail Report 2025 über 34.000 Menschen beschäftigt, sieht sich mit steigenden Kosten und einem verschärften globalen Wettbewerb konfrontiert. Ein zentraler Punkt der Beratungen war der Rückfall Österreichs im globalen Exportranking von Platz vier auf Platz sieben, was die Forderung nach einer gezielten industriepolitischen Neuausrichtung befeuerte.

Die wirtschaftlichen Kennzahlen verdeutlichen die Rolle der Bahnindustrie als eine der innovationsstärksten Branchen des Landes. Mit einer Bruttowertschöpfung von rund 3,02 Milliarden Euro und Steuerleistungen in Höhe von 1,17 Milliarden Euro bildet sie ein massives finanzielles Fundament für den Staatshaushalt. Besonders hervorzuheben ist die Exportquote von 68 Prozent, die Österreich im europäischen Pro-Kopf-Vergleich an die Spitze stellt. Um diesen Vorsprung zu halten, investiert der Sektor massiv in Forschung und Entwicklung; die entsprechenden Ausgaben liegen bei 16,50 Euro pro Kopf und markieren damit ebenfalls einen europäischen Spitzenwert. Die Unternehmen fungieren dabei als regionale Anker, die hochwertige Arbeitsplätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette garantieren.

Angesichts der wachsenden Konkurrenz aus Übersee plädiert der Verband für eine „Europe First“-Strategie bei der Vergabe öffentlicher Mittel. Investitionen aus Steuergeldern sollten nach Ansicht des VBI stärker an die europäische Wertschöpfung und technologische Souveränität gekoppelt werden. Ziel ist es, die industrielle Basis und die Versorgungssicherheit innerhalb Europas zu stärken. Regierungsvertreter signalisierten Unterstützung für diesen Kurs und betonten, dass faire Wettbewerbsbedingungen in Europa eine Grundvoraussetzung seien, um den Status Österreichs als führendes Bahnland zu verteidigen. Die Verankerung der Bahnindustrie in der nationalen Industriestrategie wird dabei als wesentlicher Schritt zur Absicherung des Standorts gewertet.

Ergänzende Analysen zeigen, dass die Branche insbesondere durch die Digitalisierung der Schieneninfrastruktur und die Entwicklung neuer Fahrzeugkomponenten wächst. Die enge Partnerschaft zwischen den Industriebetrieben und großen staatlichen Infrastrukturbetreibern wie den ÖBB sichert dabei nicht nur die Qualität, sondern auch die Innovationskraft für den Exportmarkt. In den kommenden Jahren wird es darauf ankommen, regulatorische Hürden abzubauen und die Forschungsförderung auf hohem Niveau zu halten, um den technologischen Vorsprung gegenüber asiatischen und nordamerikanischen Mitbewerbern zu behaupten.

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