Mit dem Start der bayerischen Sommerferien steht dem Flughafen München die auslastungsstärkste Phase des laufenden Jahres bevor. Zwischen Ende Juli und Mitte September rechnen die Verantwortlichen mit einem Flugaufkommen von rund 43.000 Flügen und mehr als sechs Millionen Fluggästen.
Als gefragteste Ziele erweisen sich vor allem europäische Destinationen im Mittelmeerraum mit gut 15.700 geplanten Verbindungen. Darüber hinaus verteilen sich die Flugbewegungen auf interkontinentale Strecken nach Nordamerika und Asien sowie auf skandinavische Ziele.
Das prognostizierte Passagieraufkommen knüpft an das kontinuierliche Nachfragewachstum an, das der Flughafen nach der Pandemie verzeichnet. Bereits im Jahr 2025 stieg die Zahl der Reisenden am bayerischen Drehkreuz auf 43,4 Millionen Personen. Um das steigende Verkehrsaufkommen langfrisitig zu bewältigen, investiert die Betreibergesellschaft derzeit in Infrastrukturprojekte, darunter einen umfangreichen Erweiterungsbau an Terminal 1 sowie geplante Kapazitätserweiterungen an Terminal 2 in Zusammenarbeit mit der Lufthansa.
Trotz moderner Infrastruktur und technischer Assistenzsysteme wie automatisierter Gepäckaufgabe stehen Flughäfen bei derart hohen Passagierzahlen vor betrieblichen Herausforderungen. Externe Einflüsse wie Engpässe bei europäischen Flugsicherungen oder personalbedingte Verzögerungen bei Dienstleistern führten in der Vergangenheit wiederholt zu Wartezeiten bei den Abfertigungsprozessen und der Gepäckausgabe. Der Betreiber rät Fluggästen daher zu einer frühzeitigen Anreise und zur Vorab-Nutzung digitaler Check-in-Angebote, um den Abflugprozess am Terminal zu entlasten.