Pilotengewerkschaft ECA kritisiert Ansprache von Wizz-Air-Chef Váradi scharf

Wizz Air Sharklet nahe Comino (Foto: Amely Mizzi).
Wizz Air Sharklet nahe Comino (Foto: Amely Mizzi).

Pilotengewerkschaft ECA kritisiert Ansprache von Wizz-Air-Chef Váradi scharf

Wizz Air Sharklet nahe Comino (Foto: Amely Mizzi).
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Am Donnerstagvormittag wandte sich Wizz-Air-Chef József Váradi in einer Videobotschaft an die Belegschaft der Firmengruppe. Dabei sprach er auch Krankmeldungen an und sagte, dass Ausfälle Wizz Air nicht nur finanziell schaden, sondern auch einen Imageschaden zufügen.

Indirekt deutete der Manager an, dass man sich doch bitte nicht wegen jeder Kleinigkeit krankschreiben lassen soll. Man müsse zusammenstehen und sich sprichwörtlich zusammenreißen. Genau das brachte Váradi sofortige Kritik von der Pilotengewerkschaft ECA ein. Diese interpretierte in öffentlichen Postings die Aussagen des Wizz-Air-Chefs wie folgt: „Der CEO von Wizz Air ermutigt Piloten, übermüdet zu fliegen! Das ist so, als würde man einem betrunkenen Fahrer die Autoschlüssel überlassen. EASA schreite ein! Sie sind die Aufsichtsbehörde von Wizz Air!“ Das Video und das Posting der ECA sind unter diesem Link zu finden.

Die Fluggesellschaft Wizz Air erklärte dazu auf Anfrage gegenüber Aviation.Direct: „Dieser Ausschnitt wurde aus einem allgemeinen Informationsgespräch für alle Mitarbeiter herausgeschnitten, das der CEO von Wizz Air, József Váradi, gestern am Morgen gehalten hat und in dem es um wichtige Neuigkeiten und aktuelle Herausforderungen in der Luftfahrt ging. Alle Fluggesellschaften sind von den Problemen in der Lieferkette betroffen, insbesondere im Bereich der Verfügbarkeit und des Wohlergehens der Mitarbeiter. In diesem Zusammenhang war ein Thema dieser internen Besprechung, dass alle Kollegen für unsere Kunden die Extrameile gehen sollen, um mögliche Betriebsstörungen zu minimieren. Die Extrameile in einer Branche zu gehen, die unter einem Personalmangel leidet, ist für alle eine große Herausforderung. Unsere Mitarbeiter haben die Situation bestmöglich gemeistert, die Ausfallquote der Besatzung war mit 4 Prozent sehr gering. Wizz Air und die Luftfahrtindustrie sind stark reguliert, und die Sicherheit unseres Personals und unserer Kunden hat für uns oberste Priorität und wird es auch immer haben. Wir verfolgen ein solides und verantwortungsbewusstes Crew-Management-System, das den Bedürfnissen unserer Mitarbeiter gerecht wird und es uns ermöglicht, so viele Flüge wie möglich unter den derzeitigen Bedingungen durchzuführen, von denen wir hoffen und erwarten, dass sie sich verbessern werden“.

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