Eine aktuelle Erhebung des Branchenportals wellness-hotel.info zur Preisstruktur im Herbst 2026 zeigt einen weiteren Anstieg der Aufwendungen für Kurzreisen im Wellnesssegment. Für ein Wochenende mit zwei Übernachtungen im Doppelzimmer inklusive Halbpension zahlen zwei Personen in Deutschland durchschnittlich 677 Euro, während der Mittelwert in Österreich bei 705 Euro liegt.
Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Preise in Deutschland mit einem Plus von 7,5 Prozent spürbar stärker an als in Österreich, wo eine Teuerung von 4,0 Prozent ermittelt wurde. Damit verringerte sich der Preisabstand zwischen den beiden Märkten von zuvor 50 Euro auf nunmehr 28 Euro.
Die Untersuchung von 537 Hotelbetrieben verdeutlicht zudem erhebliche Preisspannen innerhalb identischer Sterne-Kategorien. In der Fünf-Sterne-Klassifizierung bewegen sich die Angebote in Österreich für zwei Nächte zwischen 678 Euro und 1.860 Euro, während die Spanne in Deutschland von 463 Euro bis 1.572 Euro reicht. Im regionalen Vergleich weist Baden-Württemberg mit durchschnittlich 763 Euro das höchste Preisniveau der deutschen Bundesländer auf, gefolgt von Bayern mit 732 Euro. In Österreich führen das Burgenland mit 767 Euro und Vorarlberg mit 766 Euro die Durchschnittswerte an, während Sachsen-Anhalt mit 479 Euro und Kärnten mit 571 Euro die jeweils günstigsten Durchschnitte markieren.
Die Preissteigerungen im Beherbergungssektor spiegeln den anhaltenden Druck auf die Betriebs- und Personalkosten wider. Hotelleriebetriebe sehen sich mit gestiegenen Einkaufs- und Energiepreisen sowie höheren Lohnaufwendungen konfrontiert, die zunehmend an den Endverbraucher weitergegeben werden. Gleichzeitig zeigt die detaillierte Auswertung, dass die reine Kategorisierung nach Hotelsternen aufgrund stark abweichender Leistungsumfänge, Lagefaktoren und Ausstattungsstandards im Wellnessbereich nur eingeschränkte Rückschlüsse auf die tatsächliche Endpreisgestaltung zulässt.