Camping Grubhof (Foto: FMTG).
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Preissteigerungen im europäischen Campingtourismus: Kroatien und Italien am teuersten

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Der europäische Campingmarkt verzeichnet für die Reisesaison 2026 eine moderate, aber stetige Preissteigerung von durchschnittlich 3,5 Prozent. Laut einer aktuellen Analyse des Portals camping.info, bei der die Tarife von über 20.000 Standorten in 34 Ländern verglichen wurden, müssen Urlauber insbesondere in den klassischen Destinationen tiefer in die Tasche greifen.

Eine Übernachtung für zwei Personen inklusive Stellplatz, Nebenkosten und Steuern überschreitet in Kroatien, Italien, der Schweiz und Österreich erstmals flächendeckend die Marke von 40 Euro. Kroatien führt das Ranking mit 41,26 Euro knapp vor Italien an, wobei die Preise vor allem in den hochfrequentierten Küstenregionen und Gebieten mit hoher Infrastrukturdichte am stärksten angezogen haben.

In Deutschland liegt das Preisniveau mit durchschnittlich 30,27 Euro im europäischen Mittelfeld, verzeichnet jedoch mit einem Plus von 4,9 Prozent einen überdurchschnittlichen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr. Innerhalb der Bundesrepublik offenbart sich ein massives Nord-Süd-Gefälle sowie deutliche Unterschiede zwischen Stadtstaaten und Flächenländern. Während Hamburg mit über 44 Euro die teuerste Region für Camper darstellt, bietet das Saarland mit knapp 24 Euro die günstigsten Konditionen. Branchenexperten führen die Preisentwicklung auf gestiegene Personalkosten und Investitionen in die Modernisierung der Anlagen zurück, da die Ansprüche der Gäste an Komfort und digitale Services wie die Live-Verfügbarkeitssuche kontinuierlich wachsen.

Trotz der Teuerungsraten bleibt Camping im direkten Vergleich zur Hotellerie eine ökonomisch attraktive Urlaubsform. Während West- und Zentraleuropa preislich anziehen, finden sich im Osten und Südosten des Kontinents weiterhin erhebliche Sparpotenziale. In Ländern wie Albanien oder der Türkei liegen die Übernachtungspreise mit rund 14 bis 15 Euro weit unter dem europäischen Durchschnitt. Auch Polen und Rumänien bieten mit Tarifen unter 20 Euro preiswerte Alternativen für Reisende mit begrenztem Budget. Die Fachwelt beobachtet zudem einen Trend zur Frühbuchung: Aufgrund der hohen Nachfrage in den Kernmonaten sichern sich immer mehr Urlauber ihre Plätze bereits Monate im Voraus, um Rabatte zu nutzen und Engpässe zu vermeiden.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Campingsektors hat sich seit der Pandemie gefestigt, da die Unabhängigkeit und Flexibilität dieser Reiseart weiterhin hoch im Kurs stehen. Die steigende Zahl an Neuzulassungen von Reisemobilen und Caravans stützt diese Entwicklung und führt dazu, dass Campingplätze ihre Kapazitäten zunehmend optimieren. Marktanalysten weisen darauf hin, dass die Preistransparenz durch Online-Vergleichsportale den Wettbewerb verschärft, was wiederum zu einer stärkeren Differenzierung der Angebote führt. Während Luxus-Campingplätze in Österreich oder Slowenien auf Premium-Services setzen, positionieren sich Anbieter in Nordmazedonien oder Bosnien-Herzegowina erfolgreich über den Preisfaktor.

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