Airbus A320 (Foto: Alec Wilson).
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Produktanpassung im Low-Cost-Segment: Allegiant Air führt Premium-Klasse und Serviceleistungen ein

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Die US-amerikanische Low-Cost-Fluggesellschaft Allegiant Air verändert ihr Produkt- und Serviceangebot an Bord. Seit dem 1. August 2026 erhalten Passagiere auf allen Flügen kostenlose Erfrischungsgetränke, was einen Abweichschritt von der bisher strikten Nebeneinnahmen-Politik des Anbieters darstellt.

Zudem kündigte die Fluggesellschaft die Einführung einer höherwertigen Beförderungsklasse unter dem Namen „Allegiant First“ an, die ab Frühjahr 2027 schrittweise in der Flotte verfügbar sein soll. Buchungen für diese Sitzplätze werden ab Mitte August entgegengenommen.

Die neue Kabinenklasse umfasst acht Sitzplätze pro Flugzeug, die in einer Zweier-Konfiguration angeordnet sind. Der Sitzabstand beträgt 37 Zoll (rund 94 Zentimeter), ergänzt durch eine Neigungsmöglichkeit der Rückenlehne um gut fünf Zentimeter sowie integrierte Wadenauflagen. Dieses Angebot tritt neben die bereits bestehende Premium-Kategorie „Allegiant Extra“ und soll Kunden ansprechen, die bereit sind, für zusätzlichen Platz und Komfort höhere Ticketpreise zu entrichten.

Die Modifikationen im Kabineninnenraum stehen im Zusammenhang mit der laufenden Integration der Tochtergesellschaft Sun Country Airlines. Durch den Zusammenschluss der beiden Unternehmen entsteht ein konsolidierter Freizeitflieger-Konzern auf dem US-amerikanischen Heimatmarkt. Mit dem stufenweisen Umbau der Kabinen und der Anhebung des Grundservices reagiert die Führung von Allegiant Air auf veränderte Nachfragemuster im Urlaubsreiseverkehr, bei denen zunehmend höherpreisige Zusatzleistungen nachgefragt werden.

Branchenbeobachter verweisen jedoch darauf, dass der Einbau größerer Sitze die Sitzplatzkapazität pro Maschine verringert, was die Einnahmen pro Flug bei geringer Auslastung belasten kann. Zudem erhöht der kostenlose Service an Bord die laufenden Catering- und Logistikkosten. Ob sich die Preisdifferenzierung im Wettbewerb mit etablierten Netzwerk-Carriern und anderen Budget-Airlines auszahlt, hängt von der Zahlungsbereitschaft der Kundschaft auf den angebotenen Freizeitstrecken ab.

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