Rettungsaktion für Mitteldeutsche Flughäfen: MFAG vor finanzieller Herausforderung

Flughafen Dresden (Foto:  Flughafen Dresden GmbH, Michael Weimer)
Flughafen Dresden (Foto: Flughafen Dresden GmbH, Michael Weimer)

Rettungsaktion für Mitteldeutsche Flughäfen: MFAG vor finanzieller Herausforderung

Flughafen Dresden (Foto: Flughafen Dresden GmbH, Michael Weimer)
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Die Mitteldeutsche Flughafen AG (MFAG), Betreiber der Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden, sieht sich mit erheblichen finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert. Einem Gutachten von KPMG zufolge benötigt das Unternehmen dringend eine Finanzspritze in Höhe von 145 Millionen Euro, um seine Zukunft zu sichern. Diese alarmierende Situation wurde von einem Sprecher bestätigt und unterstreicht die Dringlichkeit eines Restrukturierungs- und Transformationskonzepts, das nun umgesetzt werden soll.

Die MFAG selbst betont, dass sie sich derzeit nicht in einem Insolvenzverfahren befindet, obwohl Medienberichte zuvor gegenteiliges vermuten ließen. Aus einem internen Papier des sächsischen Finanzministeriums geht hervor, dass eine staatliche Unterstützung unumgänglich ist, um die drohende Insolvenz abzuwenden. Die bisherigen Bemühungen zur Sanierung haben nicht die erhofften Ergebnisse erzielt, was dazu führte, dass Banken zögerten, weitere Kredite auszuzahlen oder bestehende Kreditlinien vorzeitig zu kündigen.

Die Hauptaktionäre, der Freistaat Sachsen und das Land Sachsen-Anhalt, stehen nun in der Verantwortung, die MFAG mit einer Kapitalspritze von mindestens 100 Millionen Euro zu unterstützen. Diese Maßnahme soll sicherstellen, dass die Banken ihre Unterstützung fortsetzen und notwendige Finanzierungen gewähren können. Der Freistaat Sachsen besitzt einen Anteil von 77,29 % an der MFAG, während Sachsen-Anhalt 18,54 % hält.

Das Finanzministerium Sachsen-Anhalt bestätigte, dass derzeit ein umfassendes Finanzierungspaket in Zusammenarbeit mit den Banken und den öffentlichen Anteilseignern organisiert wird. Dieses Paket umfasst nicht nur die Bereitstellung frischen Kapitals, sondern auch die Aufstockung bestehender Bankkredite sowie die Umsetzung eines Restrukturierungs- und Sanierungsprogramms für die MFAG.

Trotz der finanziellen Herausforderungen hebt der Sprecher der MFAG hervor, dass das Unternehmen innerhalb seines Marktsegments wettbewerbsfähig bleibt. Besonders die Wachstumspotenziale in den Bereichen Logistik und Flächenentwicklung sowie das moderierte Wachstum im Passagieraufkommen im Touristikverkehr bieten langfristige Perspektiven für eine erfolgreiche Restrukturierung und Weiterentwicklung der Flughäfen.

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Amely Mizzi ist Executive Assistant bei Aviation Direct Malta in San Pawl il-Baħar. Zuvor war sie im Bereich Aircraft and Vessel Financing bei einem Bankkonzern tätig. Sie gilt als sprachliches Talent und spricht sieben Sprachen fließend. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten in Österreich auf der Schipiste und im Sommer an Mittelmeerstränden quasi vor der Haustür auf Gozo.
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