Ryanair, die größte Billigfluggesellschaft Europas, kündigte eine Investition in Höhe von drei Milliarden US-Dollar an, um ihre Flotte im Jahr 2025 zu erweitern.
Mit dem Kauf von 29 neuen Boeing 737-Flugzeugen verfolgt die Airline das Ziel, ihre Position als führender Anbieter im europäischen Luftverkehr weiter auszubauen. Die geplante Flottenerweiterung soll über 2.000 neue Arbeitsplätze in der Luftfahrtbranche schaffen und auf wachstumsstarken Märkten wie Schweden, Italien, Spanien und Polen eingesetzt werden.
Strategische Entscheidungen zur Expansion
Der Ausbau der Ryanair-Flotte ist Teil eines ehrgeizigen Plans, die jährlichen Passagierzahlen von 200 Millionen im Jahr 2024 auf 210 Millionen im Jahr 2025 zu steigern. Die Fluggesellschaft hat sich strategisch auf Märkte konzentriert, die wachstumsfreundliche Rahmenbedingungen bieten.
Länder wie das Vereinigte Königreich, Frankreich und Deutschland, die hohe Luftverkehrssteuern erheben, werden hingegen weitgehend umgangen. Stattdessen legt Ryanair den Fokus auf Regionen, in denen die Regierungen durch geringere Steuern und reduzierte Flughafengebühren eine dynamische Entwicklung des Luftverkehrs begünstigen.
Arbeitsmarktimpulse durch neue Arbeitsplätze
Mit der Einführung der neuen Flugzeuge kündigte Ryanair an, über 2.000 neue Arbeitsplätze in der Luftfahrtbranche zu schaffen. Diese Positionen werden sich über ganz Europa erstrecken, mit Schwerpunkt auf den Märkten, die die Fluggesellschaft aktiv erschließt. Die Jobs umfassen neben Pilotentätigkeiten und Kabinenbesatzungen auch technische Positionen sowie Stellen im Bereich des Flughafenmanagements. Ryanair hebt hervor, daß es sich dabei um „gut bezahlte“ Arbeitsplätze handelt, was in einer Branche, die oft für geringe Löhne kritisiert wird, ein Signal setzen könnte.
Länder wie Polen und Italien, die von einer starken Reiselust und einer wachsenden Nachfrage nach erschwinglichen Flugreisen profitieren, gehören zu den Hauptzielmärkten der Expansion. In Schweden und Spanien sollen die neuen Boeing-Jets ebenfalls eingesetzt werden, um bestehende Streckennetze zu erweitern und neue Routen zu erschließen. Die Entscheidung, Märkte mit hohen Luftverkehrssteuern zu meiden, könnte jedoch langfristig den Wettbewerb in den ausgelassenen Ländern beeinflussen und die Debatte über Luftverkehrsabgaben erneut anheizen.