Ryanair-Sommerflugplan ab Wien: Weniger Destinationen, aber mehr Flüge

Airbus A320 von Lauda Europe und Boeing 737-800 von Ryanair (Foto: Jan Gruber).
Airbus A320 von Lauda Europe und Boeing 737-800 von Ryanair (Foto: Jan Gruber).

Ryanair-Sommerflugplan ab Wien: Weniger Destinationen, aber mehr Flüge

Airbus A320 von Lauda Europe und Boeing 737-800 von Ryanair (Foto: Jan Gruber).
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Die Billigfluggesellschaft Ryanair wird im Sommerflugplan 2023 insgesamt 75 Strecken ab Wien-Schwechat anbieten. Eigenen Angaben nach erhöht man auf rund 30 Routen die Frequenzen. Allerdings stellt der Lowcoster auch einige Verbindungen ein.

Als „neue Strecken“ präsentierte Ryanair-Group-Chef Michael O’Leary so ganz und gar keine Neuigkeiten, denn Helsinki, Kopenhagen und Tuzla stellte man als neue Routen vor. Die drei Ziele werden jedoch schon längst ab Wien-Schwechat bedient und zumindest teilweise ist auch die Darstellung, dass es sich erstmals um Sommerrouten handeln würde, grenzwertig, denn zumindest Kopenhagen hatte die ehemalige Tochtergesellschaft Laudamotion bereits im Portfolio.

Erst kürzlich wurde bekannt, dass Ryanair ab Wien-Schwechat unter anderem die Ziele Menorca und Suceava, Sibiu sowie Kosice nicht mehr bedienen wird. Mittlerweile ist die Liste der gestrichenen Destinationen deutlich länger geworden. Mit Dortmund und Bremen sind zwei Deutschland-Strecken nicht mehr im Sommerflugplan 2023 enthalten. Weiters gibt man die Ziele Agadir, Bristol, Danzig, Liverpool, Sandefjord („Oslo Torp“), Pisa, Zaragossa und Alghero auf. Somit ist die Liste der gestrichenen Destinationen bedeutend länger als jene der „Neuaufnahmen“.

Im Sommer 2023 will die Ryanair Group mit insgesamt 19 stationierten Flugzeugen ab Wien tätig sein. Die überwiegende Mehrheit der Maschinen wird von der maltesischen Tochtergesellschaft Lauda Europe betrieben, so dass auch weiterhin der Airbus A320 der dominierende Maschinentyp sein wird. Die Konzernschwestern Buzz und Malta Air haben weiterhin Flugzeuge in der österreichischen Hauptstadt stationiert.

Unter Berücksichtigung der Frequenzaufstockungen, die laut Ryanair auf 30 Routen vornehmen wird, soll sich die Anzahl der wöchentlichen Flüge auf etwa 800 erhöhen. Im direkten Vergleich mit dem Sommer 2022 soll das Angebot um etwa zehn Prozent erhöht sein – nur eben ist die Destinationsvielfalt verkleinert.

In diesem Zusammenhang ist der Umstand, dass der irische Lowcoster im Zuge der Mitteilung über den Sommerflugplan 2023 ab Wien sowohl gegen den Konkurrenten Austrian Airlines als auch gegen Wizz Air stichelt. Man vertritt die Ansicht, dass man sich „auf dem besten Weg die Lufthansa-Tochter AUA in den nächsten Jahren zu überholen“ befindet und werde „die größte Passagierfluggesellschaft in Wien“.

Man behauptet, dass sowohl die AUA als auch Wizz Air das Angebot verkleinert hätten. Dem pinkfarbenen Mitbewerber wirft man vor: „. Wizz Air hat für den Sommer 2023 mehr als 20 EU-Strecken von/nach Wien gestrichen und ihren Betrieb in den Nahen Osten verlegt, wo er nicht mit der unschlagbaren Zuverlässigkeit und den niedrigeren Preisen von Ryanair konkurrieren kann. Neue Zahlen von Eurocontrol bestätigen auch, dass Austrian Airlines nur 84 % ihrer Kapazität vor Corona bedient, während Ryanair auf 115 % gewachsen ist“.

Konzernchef Michael O’Leary erklärte unter anderem: „Ryanair freut sich, den Bürgern/Besuchern Wiens im Sommer 2023 eine noch größere Auswahl und günstigere Tarife bieten zu können. Unser Flugplan für den Sommer 2023 ist 10 % umfangreicher als im letzten Sommer, mit 800 wöchentlichen Flügen auf 75 Strecken, darunter drei neue Sommerdestinationen nach Kopenhagen, Helsinki und Tuzla. Mit diesem Wachstum und dem Rückzug von Austrian und Wizz aus Wien ist Ryanair auf dem besten Weg, die AUA (die Hochpreis-Tochtergesellschaft der Lufthansa, die trotz 300 Mio. Euro Subventionen vom österreichischen Steuerzahler immer noch viel höhere Preise von österreichischen Kunden/Besuchern verlangt als vor Covid) in den nächsten Jahren zu überholen, da Ryanair weiterhin wächst und in Wien und andere regionalen Flughäfen in Österreich investiert“.

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Jan Gruber ist Leitender Redakteur von Aviation.Direct. Zuvor war er seit 2012 in selbiger Funktion bei AviationNetOnline (vormals Austrian Aviation Net) tätig. Er ist auf Lowcost-Carrier, Regionalluftfahrt in der D-A-CH-Region und tiefgehende Recherchen spezialisiert.

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