Die saudi-arabische Fluggesellschaft Riyadh Air hat ihren operativen Start für den 26. Oktober 2025 bestätigt. Der Erstflug der neuen staatlichen Airline wird von Riad zum Londoner Flughafen Heathrow führen. Mit diesem Debüt hält das Unternehmen seine Ankündigung ein, den Betrieb noch im Jahr 2025 aufzunehmen, obwohl es im Vorfeld zu Verzögerungen bei der Auslieferung der bestellten Boeing 787-9 Dreamliner kam.
Die Airline, die sich vollständig im Besitz des saudi-arabischen Staatsfonds Public Investment Fund (PIF) befindet, verfolgt einen ungewöhnlichen Startansatz. Der Flugbetrieb wird zunächst in einem sogenannten Soft Launch aufgenommen, um Abläufe, Besatzungen und Serviceprozeduren unter realen Bedingungen zu testen. Daher werden Tickets für die täglichen Flüge nach London Heathrow zunächst exklusiv an Mitarbeiter und ausgewählte Passagiergruppen verkauft. Der öffentliche Ticketverkauf soll erst nach Auslieferung der ersten eigenen Flugzeuge und der Aufnahme des Dienstes nach Dubai International (DXB) folgen, was voraussichtlich Ende 2025 oder Anfang 2026 der Fall sein wird.
Geleitet wird das 2023 gegründete Unternehmen von CEO Tony Douglas. Die ambitionierten Pläne sehen vor, dass Riyadh Air bis zum Jahr 2030 über 100 internationale Ziele anfliegen soll. Dies ist ein zentraler Bestandteil der saudischen Vision 2030 zur Diversifizierung der Wirtschaft. Die Flottenstrategie des Unternehmens ist breit angelegt: Neben der Erstbestellung von 39 Boeing 787-9 und Optionen für 33 weitere Maschinen, umfasst sie feste Bestellungen über 60 Airbus A321neo sowie bis zu 50 Airbus A350-1000 für die Langstrecke. Die Airline zielt darauf ab, als digitale Premium-Fluggesellschaft am Golf zu konkurrieren, und hat bereits Kooperationsvereinbarungen mit Gesellschaften wie Singapore Airlines, EgyptAir und Air France-KLM geschlossen. Der Start in London wird mit einem vorübergehend genutzten, geleasten Boeing 787-9 Flugzeug erfolgen.