Eine aktuelle Untersuchung des Versicherungsmaklers Zego zu internationalen Beförderungskosten zeigt erhebliche Preisunterschiede im weltweiten Taxigewerbe.
Der Analyse zufolge dominieren Schweizer Städte die Rangliste der kostenintensivsten Standorte. Luzern belegt im weltweiten Vergleich den ersten Platz mit Kosten von umgerechnet rund 58,89 Schweizer Franken für eine Standardfahrt von zehn Kilometern inklusive zehn Minuten Wartezeit. Mit Zürich, Lausanne, Basel und St. Gallen befinden sich insgesamt fünf Schweizer Kommunen unter den zehn teuersten Städten der Erhebung.
Der Vergleich verdeutlicht, dass insbesondere hohe Grundgebühren und Stundenansätze für Wartezeiten die Fahrpreise in den Schweizer Zentren antreiben. Während in Luzern der Grundtarif im Schnitt bei 6,63 CHF und der Kilometerpreis bei 4,02 CHF liegt, schlägt die Wartezeit pro Stunde mit durchschnittlich 72,35 CHF zu Buche. Neben Schweizer Städten verzeichnen US-amerikanische Standorte wie Palm Springs und Cambridge (Massachusetts) sowie Dundee im Vereinigten Königreich und Vaduz in Liechtenstein vergleichsweise hohe Gesamtkosten für Kurz- und Mittelstreckenfahrten per Taxi.
Branchenbeobachter und Verkehrsanalysten führen das hohe Preisniveau im Schweizer Personenbeförderungsgewerbe auf spezifische Rahmenbedingungen zurück. Neben dem allgemeinen Lohn- und Preisniveau im Land schlagen strenge kommunale Konzessionsauflagen, hohe Versicherungstarife sowie die lokalen Treibstoff- und Fahrzeugkosten durch. Zudem beeinflusst die Verkehrs- und Staudichte in den Innenstädten das Endentgelt erheblich, da verkehrsbedingte Stehzeiten über den zeitbasierten Tarifbestandteil direkt an den Fahrgast weitergegeben werden.
Reise- und Logistikexperten raten Verbrauchern angesichts der Tarifunterschiede zur genauen Vorkalkulation von Beförderungskosten bei Auslandsreisen. In vielen Metropolen übersteigen die Ausgaben für Taxi-Fahrten vom Flughafen in die Innenstadt die Kosten einzelner Bahn- oder Busverbindungen um ein Vielfaches. Der Markt verlagert sich daher zusehends auf Festpreis-Angebote oder schienengebundene Flughafenzubringer, um den unkalkulierbaren Wartezeitgebühren im städtischen Straßenverkehr zu entgehen.