Flagge des Flughafens Athen (Foto: Jan Gruber).
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Sicherheitslandung und Evakuierung einer Lufthansa-Maschine in Athen

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Ein Airbus A321 der Lufthansa musste am Montagnachmittag kurz nach dem Start vom internationalen Flughafen Athen-Eleftherios Venizelos umkehren und eine Sicherheitslandung vollziehen. Auslöser für den Abbruch des Fluges nach München war eine Warnleuchte im Cockpit, die einen Brand im Hilfstriebwerk (APU) signalisierte.

Da zudem ein intensiver, kerosinähnlicher Geruch in der Kabine wahrgenommen wurde, ordnete die Cockpit-Besatzung unmittelbar nach dem Aufsetzen auf der Landebahn die Evakuierung des Flugzeugs über die Notrutschen an. An Bord befanden sich insgesamt 177 Passagiere sowie sieben Besatzungsmitglieder.

Im Zuge der Evakuierung erlitten drei Fluggäste leichte Verletzungen. Sie wurden zur medizinischen Untersuchung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht, konnten dieses jedoch nach ambulanter Behandlung rasch wieder verlassen. Die restlichen Passagiere wurden in der Nacht zum Dienstag auf Ersatzflüge umgebucht oder in Hotels untergebracht, sodass laut Unternehmensangaben mittlerweile alle Reisenden an ihren Zielorten eingetroffen sind. Der Flughafen Athen verzeichnete durch den Vorfall kurzzeitige Beeinträchtigungen im Betriebsablauf, da die Maschine für die Dauer der Rettungsmaßnahmen auf dem Rollfeld verblieb.

Die anschließende technische Untersuchung durch Techniker der Lufthansa und der griechischen Luftfahrtbehörde ergab, dass es sich bei der Brandwarnung um einen Fehlalarm handelte. Das Hilfstriebwerk wies keinerlei Brandspuren oder technische Defekte auf. Die Ursache für den auffälligen Geruch in der Kabine konnte ebenfalls geklärt werden: Den Ermittlungen zufolge stammten die Dämpfe von einem dieselbetriebenen Bodenfahrzeug, das sich zum Zeitpunkt der Landung in unmittelbarer Nähe des Flugzeugs befand. Über die Klimaanlage wurden die Abgase des Fahrzeugs in das Innere des Airbus gesaugt, was die Crew in Kombination mit der Fehlermeldung zur Einleitung der Notfallmaßnahmen veranlasste.

Der betroffene Airbus A321 wird nach einer abschließenden Sicherheitsüberprüfung und der Überführung nach München voraussichtlich gegen Ende der Woche wieder in den regulären Linienbetrieb zurückkehren. Die Fluggesellschaft betonte, dass die Entscheidung für den Einsatz der Notrutschen aus einer vorsorglichen Sicherheitsabwägung heraus erfolgte und die Sicherheit der Fluggäste zu keinem Zeitpunkt real gefährdet war. Luftfahrtexperten wiesen darauf hin, dass Geruchswahrnehmungen in Verbindung mit technischen Warnmeldungen in der Luftfahrt grundsätzlich nach strikten Notfallprotokollen behandelt werden müssen, um jedes Risiko auszuschließen.

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