Die ukrainisch-stämmige Fluggesellschaft Sky Up Airlines plant eine Aufstockung ihres Flugangebots ab der moldauischen Hauptstadt Chișinău für die Sommersaison 2027.
Insgesamt beabsichtigt das Unternehmen, zwölf Strecken von der osteuropäischen Basis aus zu bedienen. Im Rahmen dieser Netzwerkanpassung nimmt die Airline unter anderem eine neue Verbindung zum Flughafen Düsseldorf in ihr Programm auf. Die Aufnahme des Flugbetriebs auf der Route zwischen Chișinău und Nordrhein-Westfalen ist für den 25. März 2027 angekündigt und soll mit zwei wöchentlichen Frequenzen durchgeführt werden.
Für den Betrieb der Route ist zum Auftakt der Einsatz einer Boeing 737-700 vorgesehen. Ab dem 27. Mai 2027 plant die Fluggesellschaft, das Angebot durch die Beistellung einer größeren Boeing 737-800 mit höherer Passagierkapazität anzupassen. Neben dem Ziel Düsseldorf hatte das Unternehmen bereits zuvor Streckenaufnahmen ab Chișinău nach Wien und Nürnberg im Flugplan angekündigt. Damit baut die Airline ihre Präsenz im deutschsprachigen Raum schrittweise weiter auf.
Die Aufstockung der Routen in Moldau hängt eng mit der veränderten Marktlage in Osteuropa zusammen. Seit der Schließung des ukrainischen Luftraums hat Sky Up Airlines einen Großteil ihrer betrieblichen Aktivitäten ins benachbarte Ausland verlagert und nutzt den Flughafen Chișinău als Ausweichbasis für den osteuropäischen Passagierverkehr. Neben dem Wet-Lease-Geschäft für andere europäische Carrier setzt das Unternehmen damit verstärkt auf eigene Linienverbindungen zur Anbindung der osteuropäischen Diaspora in Mitteleuropa.
Branchenbeobachter verweisen darauf, dass der Markt ab Chișinău durch den Markteintritt mehrerer Fluggesellschaften stark umkämpft ist. Fluggesellschaften wie Wizz Air und FlyOne bieten ebenfalls Kapazitäten in der Region an, was zu einem vergrößerten Angebot im Niedrigpreissegment führt. Der dauerhafte Erfolg der neuen Strecken nach Deutschland und Österreich hängt davon ab, ob die Nachfrage im ethnischen Reiseverkehr und bei Geschäftsreisenden ausreicht, um die angebotenen Sitzplätze auch außerhalb der Sommerspitzen wirtschaftlich auszulasten.