Die europäische Fluggesellschaft SkyUp verzeichnet für die Sommersaison 2026 eine Zunahme der Verkehrsleistung. Zwischen dem 1. Mai und dem 30. September 2026 absolvierte das Unternehmen 2.256 Flüge, was einer Steigerung von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Im gleichen Zeitraum beförderte die Airline 361.283 Passagiere – ein Zuwachs von rund 36 Prozent im Vergleich zum Sommer 2025. Das Streckennetz umfasste 15 Destinationen in acht Ländern, wobei die Pünktlichkeitsquote bei der Ankunft laut Unternehmensangaben 81,3 Prozent erreichte und damit über dem von Eurocontrol ermittelten europäischen Branchendurchschnitt von 72,6 Prozent lag.
Die operative Entwicklung der Fluggesellschaft, die ihre Wurzeln in der Ukraine hat und mittlerweile über ein maltesisches Luftverkehrsbetreiberzeugnis (AOC) der Tochtergesellschaft SkyUp MT sowie Partnerstrukturen wie SkyUp Nistru in Moldau verfügt, beruht auf einem kombinierten Geschäftsmodell aus Linien- und Charterverkehr. Neben der Erschließung neuer Vertriebsmärkte im gewerblichen Bereich konzentrierte sich das Unternehmen auf die Anbindung der moldauischen Hauptstadt Chisinau. Für die anstehende Wintersaison stehen Charterdienste nach Ägypten und in die Vereinigten Arabischen Emirate sowie Linienverbindungen nach Israel im Flugplan.
Für die Sommersaison 2027 plant das Unternehmen eine Ausweitung des Flugangebots ab dem Drehkreuz Chisinau auf 26 Zielorte. Das geplante Netz sieht unter anderem Neuaufnahmen von Routen nach Österreich und Kroatien vor. Vorgesehen sind unter anderem Verbindungen nach Wien, Prag, London, Mailand-Bergamo, Paris-Charles-de-Gaulle, Düsseldorf, Nürnberg, Pula, Split, Rhodos, Batumi und Tiflis. Damit umfasst das geplante Angebot Strecken in 15 europäische und vorderasiatische Staaten.
Der Ausbau erfolgt vor dem Hintergrund eines anhaltenden Erholungs- und Restrukturierungsprozesses im europäischen Luftverkehrsmarkt. Das Wachstum im Sommerhalbjahr 2026 war branchenweit durch Engpässe bei der Flugzeugverfügbarkeit, Kapazitätsbeschränkungen im Luftraum sowie Schwankungen der Treibstoffpreise geprägt. Die Verlagerung von Flottenkapazitäten auf den Standort Chisinau spiegelt den Versuch wider, veränderte Passagierströme in Osteuropa zu nutzen und gleichzeitig betriebliche Risiken durch eine Diversifizierung der Standorte abzufedern.