Flughafen Zürich (Foto: Flughafen Zürich AG).
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Strukturreform am Flughafen Zürich: Geschäftsleitung wird verkleinert

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Die Flughafen Zürich AG strafft ihre Führungsstruktur und reduziert die Anzahl der Mitglieder in der Geschäftsleitung von bisher sieben auf sechs Personen. Wie das Unternehmen Anfang Februar 2026 bekannt gab, erfolgt dieser Schritt im Zuge einer strategischen Neuausrichtung der internen Verantwortlichkeiten. Ziel der Umstrukturierung ist es, Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und die Kommunikation mit zentralen Anspruchsgruppen effizienter zu gestalten. Im Zentrum der personellen Veränderungen steht der Abgang von Manuela Staub, der bisherigen Leiterin der Abteilung People & Communication. Sie wird den Flughafenbetreiber nach einer Übergangsphase Ende Juli verlassen, wobei ihre bisherigen Aufgabenbereiche unmittelbar auf andere Ressorts aufgeteilt wurden.

Die Neuordnung sieht vor, dass CEO Lukas Brosi die direkte Führung der Abteilungen Public Affairs sowie Corporate Communications übernimmt. Damit rücken die politischen Beziehungen und die Außendarstellung des Unternehmens noch enger an die Konzernspitze. Der Bereich Human Resources wird unterdessen in das Finanzressort integriert und untersteht künftig CFO Kevin Fleck. Für die Abteilung Visitor Services & Events wurde eine Ansiedlung im kommerziellen Bereich unter CCO Stefan Gross festgelegt. Diese strukturellen Anpassungen wurden vom Verwaltungsrat unter dem Vorsitz von Josef Felder gemeinsam mit der operativen Führung beschlossen und treten mit sofortiger Wirkung in Kraft.

Zusätzliche Marktbeobachtungen deuten darauf hin, dass dieser Schritt Teil einer größeren Effizienzsteigerung ist, da der Flughafen Zürich vor bedeutenden Infrastrukturprojekten steht. Hierzu zählen insbesondere die geplanten Pistenverlängerungen und die Erneuerung der Terminalbereiche, die eine straffe Koordination der Managementressourcen erfordern. Während das Passagieraufkommen am wichtigsten Schweizer Luftverkehrsknotenpunkt zuletzt wieder nahezu das Niveau von vor der Pandemie erreichte, wächst der wirtschaftliche Druck durch regulatorische Vorgaben und gestiegene Betriebskosten. Die Bündelung der Kräfte in einer verkleinerten Geschäftsleitung soll die finanzielle Stabilität und die operative Schlagkraft des Unternehmens für die kommenden Jahre sichern.

Finanzanalysten bewerten die Verschlankung der Führungsriege als konsequente Fortführung des Sparkurses, den das Unternehmen nach den massiven Verlusten während der weltweiten Reisebeschränkungen eingeschlagen hat. Durch die Integration des Personalwesens in den Finanzbereich verspricht sich die Flughafen Zürich AG zudem Synergieeffekte bei der Verwaltung und Steuerung der rund 1.700 Mitarbeitenden. Der Flughafen positioniert sich damit als agiler Akteur in einem wettbewerbsintensiven europäischen Luftfahrtmarkt, wobei der Fokus verstärkt auf der Wertschöpfung in den Kernbereichen Flugbetrieb und Kommerz liegt. Weitere personelle Wechsel in der zweiten Managementebene werden im Zuge der laufenden Reorganisation nicht ausgeschlossen.

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