Eine aktuelle Untersuchung des Finanzdienstleisters Wise zeigt, daß Urlauber in Vietnam die weltweit höchsten Gebühren beim Geldabheben am Automaten zahlen müssen. Die durchschnittliche Gebühr beläuft sich dort auf 27,10 Euro pro 100 Euro Abhebung, was einem Anstieg von über 1.300 Prozent entspricht.
Im globalen Ranking folgen auf Vietnam Argentinien mit 20,51 Prozent und Kolumbien mit 16,66 Prozent. Innerhalb Europas gilt die Türkei mit durchschnittlich 5,08 Prozent als das teuerste Reiseland für Bargeldabhebungen, gefolgt von Albanien mit 2,62 Prozent. In Deutschland betragen die Gebühren im Vergleich nur 0,28 Prozent.
Laut einem Sprecher von Wise entstehen die hohen Kosten durch feste Gebühren für ausländische Karten in Kombination mit niedrigen Abhebelimits sowie ungünstigen Wechselkursen. Die Analyse basiert auf 9,7 Millionen Geldabhebungen, die zwischen Februar und Juli 2025 getätigt wurden.
Um hohe Kosten zu vermeiden, empfehlen Experten, Geldautomaten in der Nähe von Bankfilialen zu nutzen und größere Beträge statt vieler kleinerer Abhebungen zu ziehen. Zusätzlich können Reisende Karten ohne Fremdwährungsgebühren verwenden.