Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss hat pünktlich zum Beginn der Sommersaison 2026 ihr intermodales Verkehrsangebot in Zusammenarbeit mit den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und den Jungfraubahnen ausgebaut.
Ab sofort ist das Bergdorf Grindelwald im Berner Oberland als 25. Destination in das sogenannte Air-Rail-Programm integriert. Diese Erweiterung ermöglicht es internationalen Fluggästen, ihre Reise direkt vom Flughafen Zürich (ZRH) oder Genf (GVA) in die alpine Tourismusregion fortzusetzen. Durch die Kooperation mit den Jungfraubahnen wird zudem die logistische Anbindung an die Gebirgsregionen massiv verstärkt, was den Standort Grindelwald als bedeutendes Ziel für den Fernost- und US-Markt weiter festigt.
Zusätzliche Marktanalysen der SBB verdeutlichen die strategische Bedeutung dieses Netzausbaus für den Schweizer Tourismussektor. Das Air-Rail-Konzept basiert auf einer durchgehenden Buchbarkeit, bei der der Zugabschnitt wie ein Flugsegment mit eigener Flugnummer behandelt wird. Im Falle von Anschlussverlusten garantiert die Fluggesellschaft die Umbuchung auf die nächste Verbindung. Die Fahrzeit zwischen dem Flughafen Zürich und Grindelwald Terminal beträgt mit dem modernen Rollmaterial der SBB und dem direkten Umstieg in Interlaken Ost rund zwei Stunden und 45 Minuten. Mit der Einbindung der Jungfraubahnen wird zudem sichergestellt, dass Reisende direkt das hochmoderne Terminal in Grindelwald erreichen, das als Basis für Ausflüge zum Jungfraujoch dient.
Der Ausbau des Air-Rail-Netzes auf insgesamt 25 Standorte ist Teil einer umfassenden Strategie der Lufthansa-Gruppe, zu der Swiss gehört, um Kurzstreckenflüge innerhalb der Schweiz durch effiziente Schienenverbindungen zu ergänzen. In den letzten Jahren wurden bereits wichtige Wirtschaftszentren und Tourismusorte wie Basel, Lugano, Genf, sowie grenzüberschreitende Ziele wie München und Bregenz integriert. Durch die Partnerschaft mit den Jungfraubahnen wird erstmals ein privates Bergbahnunternehmen direkt in das internationale Vertriebssystem der Airline eingebunden. Dies sichert eine lückenlose Reisekette für Passagiere aus Übersee, die vermehrt nach komfortablen Lösungen für den Transfer in die Alpen suchen.
Branchenexperten sehen in der Aufnahme von Grindelwald eine Reaktion auf die gestiegenen Passagierzahlen im Bereich der Individualreisen aus Nordamerika und Asien. Die Region Jungfrau verzeichnete zuletzt Rekordwerte bei den Logiernächten, wobei die einfache Erreichbarkeit ab den internationalen Flughäfen als entscheidender Wettbewerbsvorteil gilt. Die logistische Abwicklung erfolgt über den bewährten Gepäckservice der SBB, der einen Transport zwischen dem Abflughafen und ausgewählten Bahnhöfen in der Schweiz ermöglicht. Mit der aktuellen Erweiterung unterstreicht Swiss ihren Anspruch, nicht nur als Luftfahrtunternehmen, sondern als ganzheitlicher Mobilitätsanbieter im gehobenen Segment zu agieren.