Die Schweizer Fluggesellschaft Swiss reagiert auf die aktuelle geopolitische Lage im Nahen Osten und weitet ihr Angebot nach Indien massiv aus. Vom 1. April bis zum 31. Mai 2026 bietet das Unternehmen zusätzlich zum bestehenden täglichen Kurs eine zweite tägliche Verbindung von Zürich nach Delhi an. Zum Einsatz kommt dabei ein Airbus A330-300, der über eine Dreiklassenkonfiguration verfügt. Grund für diese kurzfristige Kapazitätserweiterung ist eine sprunghaft angestiegene Nachfrage nach Direktverbindungen Richtung Asien. Viele Reisende, die ursprünglich Flüge mit Zwischenstopps in der Golfregion gebucht hatten, suchen aufgrund von Unsicherheiten und Flugstreichungen im dortigen Luftraum nach stabilen Alternativen ohne Umstieg.
Die neuen Zusatzflüge mit der Flugnummer LX2646 verlassen Zürich am Abend um 19.35 Uhr und erreichen die indische Hauptstadt am nächsten Morgen. Der Rückflug LX2647 startet vormittags in Delhi und landet am frühen Nachmittag wieder in der Schweiz. Durch diese Taktung ergänzt Swiss den regulären Mittagsflug LX146 und bietet Passagieren mehr Flexibilität bei den Reisezeiten. Branchenanalysen zufolge sichert sich die Airline damit Marktanteile in einem Hochpreisumfeld, da die direkten Korridore nach Indien derzeit als besonders verlässlich gelten. Die operative Umsetzung wird durch die gezielte Umplanung von Fluggeräten ermöglicht, die aufgrund reduzierter Flugpläne in Krisenregionen kurzfristig zur Verfügung stehen.
Neben der hohen Nachfrage sind für die Fortführung solcher Sonderkapazitäten auch die Verkehrsrechte und verfügbaren Zeitnischen, sogenannte Slots, an den Flughäfen entscheidend. Swiss prüft kontinuierlich die weitere Entwicklung der Sicherheitslage im Nahen Osten, um Kapazitäten dort einzusetzen, wo der Bedarf am größten ist. Da der indische Markt für die Lufthansa-Gruppe, zu der Swiss gehört, eine strategische Schlüsselrolle einnimmt, wird die Auslastung der neuen Flüge engmaschig überwacht. Experten weisen darauf hin, dass die direkte Überquerung des asiatischen Kontinents unter Umgehung kritischer Lufträume derzeit einen erheblichen logistischen Vorteil gegenüber den Drehkreuzen in Katar oder den Vereinigten Arabischen Emiraten darstellt.
Die wirtschaftliche Bedeutung dieser Route wird durch den regen Geschäftsreiseverkehr und die wachsende indische Diaspora in Europa unterstrichen. Für die Wartung und Abfertigung der zusätzlichen Airbus-Maschinen in Delhi wurden die lokalen Bodenverkehrsdienste bereits auf das erhöhte Aufkommen vorbereitet. Die Buchungssysteme wurden für den zweimonatigen Zeitraum freigeschaltet, wobei eine mögliche Verlängerung des Angebots von der weiteren Stabilisierung oder Verschärfung der Lage in den angrenzenden Regionen abhängt. Passagiere profitieren durch die Direktflüge von einer deutlich reduzierten Gesamtreisezeit und einer höheren Planungssicherheit in einem volatilen Marktumfeld.