British Columbia

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WestJet: Einigung über Entschädigungszahlung nach jahrelanger Sammelklage wegen sexueller Belästigung

Die kanadische Fluggesellschaft WestJet hat sich zur Beilegung einer zehn Jahre andauernden Sammelklage auf einen Vergleich in Höhe von 4,5 Millionen kanadischen Dollar, umgerechnet etwa 3,2 Millionen US-Dollar, geeinigt. Ein Richter des Obersten Gerichts der Provinz British Columbia stimmte der Vereinbarung am 10. August 2026 zu. Die Rechtsstreitigkeit geht auf die Klage einer ehemaligen Flugbegleiterin aus dem Jahr 2016 zurück, die der Fluggesellschaft vorwarf, Vorwürfe der sexuellen Belästigung und eines Übergriffs durch einen Piloten während eines Zwischenstopps auf Hawaii im Jahr 2010 nicht angemessen untersucht und aufgearbeitet zu haben. Der nun gerichtlich bestätigte Vergleich umfasst Tausende betroffene weibliche Kabinenbeschäftigte des Hauptbetriebs der Airline. Neben der finanziellen Abfindung beinhaltet die Einigung die Verpflichtung der Unternehmensführung, die internen Meldeketten und Beschwerdeverfahren bei Belästigungsvorfällen durch eine externe Stelle untersuchen zu lassen. Ursprung des Rechtsstreits und Verlauf des Verfahrens Der juristische Auseinandersetzung begann im Jahr 2016, als die ehemalige Flugbegleiterin Mandalena Lewis rechtliche Schritte gegen ihren früheren Arbeitgeber einleitete. Lewis warf der Führung von WestJet vor, Verträge gebrochen und die Fürsorgepflicht gegenüber dem Kabinenpersonal verletzt zu haben. Nach ihren Angaben hatte ein Pilot der Fluggesellschaft sie während eines dienstlichen Aufenthalts im Jahr 2010 auf Hawaii sexuell belästigt. Die anschließende betriebsinterne Untersuchung sei nach Darstellung der Klägerin unzureichend verlaufen und ohne wirksame Konsequenzen für den Beschuldigten geblieben. In den Folgejahren versuchte WestJet wiederholt, die Klage auf dem Rechtsweg abzuweisen oder an andere Instanzen wie das nationale Arbeitsrechtsgremium zu verlagern. Nach jahrelangen juristischen Einwänden bestätigte der Berufungsgerichtshof von British Columbia im April 2022 das Verfahren offiziell

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