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Aerologic-Piloten streiken eine Woche

Die Vereinigung Cockpit hat die Piloten der deutschen Frachtfluggesellschaft Aerologic zur achttägigen Arbeitsniederlegung aufgerufen. Der Arbeitskampf begann in der Nacht zum Dienstag und soll bis kommenden Dienstag, 23 Uhr 59, andauern. Im Vorfeld wurde eine Urabstimmung durchgeführt. Die überwiegende Mehrheit der von der Vereinigung Cockpit vertretenen Flugzeugführer hat sich dabei für Streikmaßnahmen ausgesprochen. Aerologic, ein Gemeinschaftsunternehmen von Deutsche Post-DHL und Lufthansa, rechnet nicht damit, dass es zu Flugausfällen kommen wird. Man will die streikenden Piloten temporär durch Manager, die auch über eine entsprechende Lizenz verfügen, ersetzen. Die Vereinigung Cockpit ist aber der Ansicht, dass dies keine Dauerlösung sein kann und es dennoch zu Ausfällen kommen wird. Der Umstand, dass Aerologic nicht dem Lufthansa-Konzerntarifvertrag unterliegt, ist der Gewerkschaft schon länger ein Dorn im Auge. Man kritisiert auch, dass der Staat sowohl bei Deutsche Post-DHL als auch bei Lufthansa der größte Einzelaktionär ist. Dennoch verweigere sich die Geschäftsleitung der Frachtfluggesellschaft dem Abschluss eines Tarifvertrags.

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Wegen Russland-Bezug: LBA groundet Cargologic Germany

Die Frachtfluggesellschaft Cargologic Germany ist derzeit nicht zur Durchführung von Flügen innerhalb der Europäischen Union berechtigt. Das Luftfahrtbundesamt suspendierte am Freitag die entsprechende Zulassung. Hintergrund der Maßnahme ist, dass der Carrier indirekt der russischen Volga-Dnepr-Gruppe angehört und aufgrund dieses Umstands mit einem temporären Flugverbot belegt wurde. Eigenen Angaben nach ist Cargologic Germany bestrebt, dass man den Flugbetrieb so schnell wie möglich wiederaufnehmen kann. Daher führt man „intensive Gespräche mit allen relevanten Behörden und Stakeholdern“, die dazu führen sollen, dass man möglichst rasch wieder abheben kann. Selbst sieht man sich als deutsches Unternehmen. Die Flotte von Cargologic Germany besteht derzeit aus vier Boeing-737-Frachtflugzeugen, die in Leipzig/Halle stationiert sind.

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Wechsel im Fraport-Vorstand

Julia Kranenberg wird das Vorstandsteam der Fraport AG als neue Personalvorständin und Arbeitsdirektorin verstärken. Dies entschied der Aufsichtsrat des Unternehmens in seiner heutigen Sitzung. Sie folgt damit auf Michael Müller, dessen Vertrag aus Altersgründen am 30. September 2022 ausläuft. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Fraport AG, Hessens Finanzminister Michael Boddenberg, zeigte sich sehr zufrieden mit dem Auswahlprozess: „Am Ende ist uns die Wahl schwer gefallen, weil wir hervorragende Führungspersönlichkeiten während dieses Prozesses kennengelernt haben. Für Julia Kranenberg spricht insbesondere, dass sie vielfältige Erfahrung in einem großen Infrastrukturunternehmen gesammelt und dort Transformationsprozesse begleitet hat. Außerdem hat sie mich mit ihrer klaren fachlichen aber auch menschlichen Art überzeugt.“ Boddenberg würdigte auch die Verdienste des scheidenden Arbeitsdirektors: „Mit Michael Müller verliert die Fraport AG eine herausragende Führungspersönlichkeit, die in ihren fast 40 Jahren Flughafenerfahrung maßgeblich zur positiven Entwicklung der heutigen Fraport AG beigetragen hat. Insbesondere die Wahrung der Beschäftigteninteressen – sowohl in guten Zeiten als auch in den Krisenjahren der Luftfahrt – war ihm stets eine Herzensangelegenheit. Ich danke Herrn Müller für seine erfolgreiche Arbeit, seinen Einsatz und die gute Zusammenarbeit und wünsche ihm für seinen weiteren Lebensweg alles Gute und Gottes Segen.“

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Flughafenverband ADV: „Dauerwarnstreiks“ von Verdi ufern aus

„Dauerwarnstreiks“ von Verdi an deutschen Flughäfen ufern aus – Airport Hamburg muss aus diesem Grund alle geplanten Abflüge streichen. Flughafenverband ADV prangert diese Maßnahmen als rücksichtsloses Verhalten gegenüber den Reisenden an. Die Gewerkschaft Verdi hat dazu aufgerufen, auch am heutigen Dienstag weitere internationale Flughäfen zu bestreiken. Die als Warnstreiks deklarierten Arbeitskampfmaßnahmen sollen erneut den ganzen Tag andauern. Nach dem gestrigen Ausstand an sechs Airports sind für den Dienstag die Reisenden in Frankfurt, Hamburg, Stuttgart und Karlsruhe/Baden-Baden von Flugausfällen betroffen. Die Streiks betreffen die Luftsicherheitskontrollen. Obwohl die Flughäfen nicht Tarifpartner sind, sind sie von den wirtschaftlichen Konsequenzen unmittelbar betroffen. Der Flughafenverband ADV zeigt sich verständnislos zu den Warnstreiks. „Die Tarifpartner gehören an den Verhandlungstisch, und zwar sofort. Die kurzfristig angesetzten Arbeitskampfmaßnahmen bedeuten ein Horrorszenario für die Fluggäste, die keine Möglichkeit haben, sich auf die Flugausfälle einzustellen. Das gute Image des Reiselands Deutschland nimmt zu einem Zeitpunkt schaden, an dem die von coronabedingten Verlusten gebeutelten Airports gerade die Talsohle der Krise durchschreiten“, erklärt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.   Die vom Streik betroffenen Flughäfen werden sich gemeinsam mit Airlines und den zuständigen Behörden bestmöglich auf den Streik vorbereiten. Dennoch wird allen Reisenden dringend empfohlen, sich bei ihrer jeweiligen Fluggesellschaft zu erkundigen, ob der Flug stattfindet und ausreichend Zeit vor Ort einzuplanen. Zudem empfiehlt der Flughafenverband ADV möglichst auf das Handgepäck zu verzichten, um die noch vorhandenen Kontrollstellen zu entlasten.

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Vida solidarisch mit streikenden Sicherheitskräften an deutschen Flughäfen

Die österreichische Arbeitnehmervertretung zeigt sich solidarisch mit den streikenden Sicherheitskräften an deutschen Flughäfen. Eine kräftige Erhöhung des Stundenlohns für sicherheitskritische Berufsfelder wäre laut Vida auch in Österreich notwendig. „Sicherheitskräfte auf Flughäfen leisten einen wesentlichen Beitrag, um einen reibungsfreien und sicheren Luftverkehr zu garantieren. Die Entlohnung und die Arbeitsbedingungen sind in diesem Berufsfeld aber erschreckend schlecht. Unsere deutschen Kolleginnen und Kollegen können sich daher unserer Solidarität aus Österreich sicher sein“, sagen Daniel Liebhart, Vorsitzender des Fachbereichs Luftfahrt in der Gewerkschaft Vida, und Ernst Kreissler, Vorsitzender des Vida-Ausschusses Bewachung, zum Streikaufruf der deutschen Dienstleistungsgewerkschaft Verdi an die Sicherheitskräfte an mehreren deutschen Flughäfen. Grund für den Arbeitskampf ist, dass in den bisherigen Tarifverhandlungen keine Erhöhung der Entgelte erzielt werden konnte. „Auch am Flughafen Wien ist die Situation nicht besser. Das Einstiegsgehalt laut Flughafen-KV beträgt für Sicherheitskräfte mit einer Spezialausbildung für die Luftfahrt gerade einmal 9,94 Euro pro Stunde. Bei einer Vollzeitstelle entspricht dies 1.722 Euro brutto im Monat und liegt ganz klar im Niedriglohnbereich der österreichischen Kollektivverträge. Und das, obwohl diese Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Luftfahrt die Speerspitze der Sicherheitsdienste sind“, kritisiert Liebhart.   „Die Branche zeichnet sich durch hohe Fluktuation aus. Dies ist nicht verwunderlich, da die hohen Belastungen und die große Verantwortung im Beruf in keiner Relation zum Gehalt stehen und ein hoher Arbeitsdruck auf den Schultern der Beschäftigten lastet. Ein höherer Stundenlohn würde nicht nur gegenüber den Beschäftigten und ihrer Tätigkeit mehr Wertschätzung zum Ausdruck bringen, sondern auch für ausreichend qualifiziertes Personal in der Branche sorgen“, sagt Kreissler. „Dass die

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Fraport erzielte 2021 wieder einen Gewinn

Der Frankfurter Flughafenbetreiber ist im zweiten Corona-Jahr 2021 dank einer gewissen Erholung des Passagierverkehrs in die Gewinnzone zurückgekehrt. Auch wegen krisenbedingter Ausgleichszahlungen stand unter dem Strich ein Überschuss von knapp 83 Millionen Euro nach einem Verlust von fast 658 Millionen Euro im Vorjahr, wie Fraport in einer Aussendung mitteilt. Nach 24,8 Millionen Fluggästen im vergangenen Jahr rechnet Vorstandschef Stefan Schulte für 2022 mit einer weiteren Steigerung auf 39 bis 46 Millionen Passagiere. Das entspricht 55 bis 65 Prozent des Niveaus aus dem Vor-Corona-Jahr 2019. Nachdem der Umsatz 2021 um knapp 28 Prozent auf gut 2,1 Milliarden Euro stieg, soll er im laufenden Jahr weiter auf rund 3 Milliarden Euro zulegen. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) dürfte nach 757 Millionen Euro im Vorjahr allerdings nur auf 760 bis 880 Millionen Euro steigen. Denn Fraport hatte 2021 von Ausgleichszahlungen und staatlichen Kompensationen in Höhe von 320 Millionen Euro profitiert, die sich nicht wiederholen dürften. Der Konzerngewinn vor Minderheitsanteilen Dritter soll nun 50 bis 150 Millionen Euro erreichen. Analysten hatten sich bei den Gewinnkennziffern jedoch im Schnitt mehr ausgerechnet. Die Aktionäre sollen sich auf eine weitere Nullrunde einstellen. So will Fraport auch für 2022 keine Dividende ausschütten und das Geld stattdessen für den Schuldenabbau verwenden.

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Alle Abflüge gestrichen: Verdi-Streik legt Hamburg lahm

Der von Verdi organisierte Warnstreik des Sicherheitspersonals trifft den Flughafen Hamburg besonders hart. Die Sicherheitskontrollen für abfliegende Passagiere können nicht mehr durchgeführt werden. Die Folge daraus: alle 87 geplanten Abflüge müssen gestrichen werden. Die Gewerkschaft Verdi hat am heutigen Dienstag an verschieden deutschen Airports das Sicherheitspersonal zur ganztägigen Arbeitsniederlegung aufgerufen. Hintergrund ist, dass die Tarifverhandlungen ins Stocken geraten sind. Hamburg ist derzeit besonders stark betroffen: „Betroffen sind alle Kontrollstellen, sowohl die Sicherheitskontrolle, die alle Passagiere vor dem Abflug passieren müssen, als auch die Personal- und Warenkontrollen. Aufgrund dieses Verdi-Streiks bleibt die Sicherheitskontrolle für die Passagiere heute ganztägig geschlossen, es finden daher für die Passagiere keine Abflüge statt. Ankünfte sind weiterhin möglich. Zum jetzigen Zeitpunkt (Stand: Dienstag, 15. März 2022, 8:15 Uhr) sind alle 87 Abflüge gestrichen, die heute für Hamburg geplant waren. Bei den Ankünften wurden 18 von 89 geplanten Landungen gestrichen, eventuell kommen heute im Laufe des Tages weitere Streichungen hinzu“, so der Airport in einer Medienerklärung.

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Tui zieht Marke aus Russland zurück

Die Marke Tui soll künftig nicht mehr auf dem russischen Markt präsent sein. Bereits im Vorjahr trennte sich der Konzern von seinem lokalen Ableger, der jedoch bis zuletzt im Rahmen eines Franchisevertrags genutzt wurde. Die Konzernzentrale in Hannover löste diesen nun auf. Das bedeutet konkret, dass Tui Russia nicht mehr das bekannte Brand des Tour Operators nutzen darf. Das wirkt auch auch auf die angeschlossenen Töchter in der Ukraine, Weißrussland, Kasachstan und Usbekistan aus, denn diese gehören Tui Russia an. Im Vorjahr entschied sich die Tui AG zum vollständigen Verkauf dieses Ablegers. Somit gehört dieser nicht mehr der Tui Group an, konnte jedoch aufgrund einer Franchise-Vereinbarung weiterhin unter dem bekannten Brand auftreten. Damit ist jetzt Schluss, wie Konzernchef Fritz Joussen ausführt: „Die Tui verurteilt den Angriff und den Krieg Russlands gegen die Ukraine. Unsere Haltung ist eindeutig. Die Marke Tui darf nicht länger von Tui Russia für ihr Geschäft und den Auftritt des Unternehmens genutzt werden“.

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Mitteldeutsche Flughäfen: Doppelt so viele Beschäftigte wie 2010

An den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden waren zum Jahresende 2021 einschließlich aller ansässigen Unternehmen und Behörden 16.128 Menschen beschäftigt. Das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Gegenüber 2010 hat sich die Zahl der Erwerbstätigen an den Flughafenstandorten damit mehr als verdoppelt. Insgesamt sind an den beiden Flughäfen 235 Unternehmen angesiedelt, vier Prozent mehr als 2020. „Die Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden sind Impulsgeber für die dynamische Entwicklung Mitteldeutschlands. Sie stehen als Standortfaktoren für Mobilität, sichern internationale Lieferketten sowie Wertschöpfung in der Region und garantieren Kontinuität für zehntausende Menschen in vielfältigen Beschäftigungsfeldern“, so Götz Ahmelmann, CEO der Mitteldeutschen Flughafen AG.

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Flughafenverband ADV kritisiert Verdi-Streik

Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der privaten Dienstleister an den Luftsicherheitskontrollen zum Streik aufgerufen. Der sogenannte Warnstreik soll gleich einen ganzen Tag andauern. Der Flughafenverband ADV kritisiert den Streikaufruf als „unverhältnismäßig und überzogen“. Betroffen sind die Flughäfen Berlin, Düsseldorf, Köln/Bonn, Bremen, Hannover und Leipzig/Halle. Tatsächlich mussten die Fluggesellschaften eine hohe dreistellige Zahl an Flugverbindungen streichen.  Zehntausende Passagiere sind betroffen und können ihren geplanten Flug nicht antreten. Der Flughafenverband ADV kritisiert den Streikaufruf. „Wir appellieren an die Tarifpartner, zu den strittigen Punkten eine Übereinkunft am Verhandlungstisch zu suchen“, sagt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel am Morgen. „Dauer und Umfang der Streiks sind unverhältnismäßig und rücksichtslos. Mir fehlt jedes Verständnis dafür, dass Verdi die Streiks auf dem Rücken der Reisenden, der Fluggesellschaften und der Flughäfen austrägt. Einmal mehr werden die Flughäfen als Schauplatz in einem Arbeitskampf missbraucht, bei dem sie noch nicht einmal Tarifpartei sind. Der ganztägige Warnstreik fällt zudem in eine Zeit, in der die Flughäfen nach wie vor von hohen corona-bedingten Verlusten gezeichnet sind“, so Ralph Beisel zu den Warnstreiks. Allen Reisenden wird dringend empfohlen, sich bei ihrer jeweiligen Fluggesellschaft zu erkundigen, ob der Flug stattfindet und ausreichend Zeit vor Ort einzuplanen.

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