
Hamburg Airport führt innovatives System zur Bewertung des Pistenzustands ein
Das neue Meldesystem namens “Global Reporting Format” (GRF) soll insbesondere den Piloten eine zuverlässigere Einschätzung über die richtige Performance des Flugzeugs bei Start und Landung geben. Als erster Flughafen Deutschlands hat Hamburg Airport ein neues System im Einsatz, das den Pistenzustand automatisiert erhebt. Um die Sicherheit im Luftverkehr zu erhöhen, hat die Internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO eine neue Richtlinie erlassen. Seit August 2021 müssen europäische Flughäfen ganzjährig den wetterbedingten Pistenzustand detailliert melden und bewerten. Zuletzt musste lediglich im Rahmen des Winterdienstes ein Reporting erfolgen. Mit den neuen Vorgaben sind die Flughäfen verpflichtet, bereits nasse Pistenverhältnisse durch Regen zu melden. Um die neuen Regularien umzusetzen, hat Hamburg Airport investiert: Für rund 20.000 Euro wurden neue mobile Straßenwetter-Sensoren der Firma Ott Hydromet angeschafft. Der HAM ist der erste Flughafen Deutschlands, der mit diesem neuartigen System arbeitet. Neben dem Hamburger Flughafen arbeitet auch der Flughafen Mailand-Bergamo in Italien mit der neuen Technologie. „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir als Hamburg Airport ganz vorne dabei sind, was den Einsatz dieser neuen Technologie betrifft“, sagt Dirk Behrens, Leiter Aviation am Hamburg Airport. „Die Sicherheit im Luftverkehr hat immer höchste Priorität. Das neue Meldesystem gibt den Piloten noch detailliertere Informationen über den Zustand der jeweiligen Pisten, sodass die Starts und Landungen optimal darauf ausgerichtet werden können.“ Funktion des neuen Systems am Hamburg Airport Mit Hilfe eines Sensors, der an einem der Kontrollfahrzeuge des Flughafens befestigt ist, wird der Pistenzustand erhoben. Bei regelmäßigen Kontrollfahrten über die Start- und Landebahn erfasst der Sensor „MARWIS“ die Beschaffenheit der Pisten.








