Kenia

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Kenya Airways: Triebwerksprobleme und Währungseffekte belasten Jahresergebnis 2025

Die kenianische Fluggesellschaft Kenya Airways hat am 24. März 2026 für das vergangene Geschäftsjahr einen deutlichen Rückfall in die Verlustzone gemeldet. Nach einer kurzen Phase der Profitabilität im Jahr 2024 verzeichnete der Flagcarrier einen Vorsteuerverlust von rund 17,93 Milliarden Kenia-Schilling, was etwa 138,3 Millionen US-Dollar entspricht. Als Hauptursache für diese negative Entwicklung nennt das Unternehmen die langanhaltende Stilllegung eines Drittels seiner Langstreckenflotte. Massive Engpässe in der globalen Lieferkette führten zu erheblich verlängerten Wartungszeiten bei den Triebwerken der Dreamliner-Flotte, wodurch drei der insgesamt neun Boeing 787-8 Maschinen für längere Zeiträume am Boden bleiben mussten. Infolgedessen sank die angebotene Kapazität um 18 Prozent, während die Passagierzahlen um 13 Prozent und der Umsatz um 14 Prozent zurückgingen. Auch das Frachtgeschäft, eine traditionell starke Säule des Unternehmens, verzeichnete einen Rückgang des Volumens um 8 Prozent. Zusätzlich zur technischen Problematik belastete das Ausbleiben von Währungsgewinnen die Bilanz, da der Kenia-Schilling im Vergleich zum Vorjahr seine Aufwertungsphase gegenüber dem US-Dollar beendete. Trotz dieser Herausforderungen blickt das Management vorsichtig optimistisch auf das Jahr 2026, da die Nachfrage im ersten Quartal aufgrund veränderter globaler Verkehrsströme wieder anzieht und das Interesse internationaler Investoren an einer Beteiligung wächst. Lieferkettenproblematik und technische Hürden bei der Langstreckenflotte Der operative Kern der aktuellen Krise liegt in der technischen Wartung der GE Aerospace GEnx-1B Triebwerke, die den Boeing 787 Dreamliner antreiben. Weltweite Verzögerungen bei der Bereitstellung von Ersatzteilen und spezialisierten Wartungskapazitäten haben dazu geführt, dass Kenya Airways wichtige Kapazitäten auf ihren rentabelsten internationalen Routen verlor. Die Reduzierung der verfügbaren Sitzkilometer hatte eine Kettenreaktion zur

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Kenya Airways und Tui starten gemeinsame Reiseplattform für den afrikanischen Markt

Die nationale Fluggesellschaft Kenias, Kenya Airways, hat in Zusammenarbeit mit dem Reisekonzern Tui die Plattform „KQ Holidays“ neu aufgelegt. Das am 2. März 2026 in Nairobi vorgestellte Projekt zielt darauf ab, das Land als ganzjähriges Reiseziel für internationale Touristen zu festigen. Durch die Kooperation wird das globale Streckennetz der Fluglinie mit der technologischen Expertise und dem Unterkunftsportfolio der Tui-Gruppe verknüpft. Kunden können künftig Flüge, Hotels, Transfers und lokale Aktivitäten in einem integrierten Buchungsprozess als maßgeschneiderte Reisepakete erwerben. Ein zentraler Bestandteil der strategischen Partnerschaft ist die Förderung von Stopover-Programmen. Transitpassagiere, die über das Drehkreuz Nairobi reisen, erhalten die Möglichkeit, Kurzaufenthalte unkompliziert in ihre Flugbuchung zu integrieren. Damit sollen Zwischenstopps gezielt genutzt werden, um Reisende für die Safariparks, Küstenregionen und kulturellen Stätten des Landes zu begeistern. Laut Julius Thairu, dem kommerziellen Leiter von Kenya Airways, dient die Plattform der Diversifizierung der Einnahmequellen und soll den wirtschaftlichen Ertrag pro Fluggast erhöhen. Die technische Grundlage bildet eine White-Label-Lösung der Tui, die ein Echtzeit-Inventarmanagement und personalisierte Reiseoptionen ermöglicht. Für Tui stellt diese Zusammenarbeit einen weiteren Schritt zur Expansion auf dem afrikanischen Kontinent dar. Branchenexperten sehen in der Kooperation eine Reaktion auf den wachsenden Wettbewerb im afrikanischen Luftverkehr, bei dem Fluggesellschaften zunehmend zu umfassenden Reiseanbietern werden. Durch die Bündelung von Dienstleistungen erhoffen sich beide Partner eine höhere Kundenbindung und eine bessere Auslastung der Kapazitäten außerhalb der klassischen Hauptsaison. Kenya Airways plant zudem, die Plattform als Instrument zur wirtschaftlichen Förderung lokaler Gemeinschaften zu nutzen, indem verstärkt authentische Erlebnisse und regionale Anbieter in das Programm aufgenommen werden. Während

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Fluglizenz erteilt: Tui Airlines startet Charterflüge nach Kenia

Der europäische Touristikkonzern Tui Airlines hat von der kenianischen Zivilluftfahrtbehörde (KCAA) die offizielle Genehmigung für die Aufnahme von Charterflügen nach Mombasa erhalten. Die Lizenz mit einer Laufzeit von einem Jahr trat am 10. November 2025 in Kraft und beendet eine monatelange Phase abgelehnter Anträge. Tui wird fortan zweimal wöchentlich die Verbindung Amsterdam–Sansibar–Mombasa–Amsterdam bedienen. Zum Einsatz kommen Flugzeuge vom Typ Boeing 787 Dreamliner, die auf dem Teilstück zwischen Sansibar und Mombasa gemäß internationaler Luftverkehrsbestimmungen keine Passagiere aufnehmen oder absetzen dürfen. Die Entscheidung der kenianischen Behörden folgte auf einen erneuten Antrag im August 2025, nachdem ein erstes Gesuch im Juni noch abgewiesen worden war. Mit der neuen Flugverbindung reagiert das Unternehmen auf die steigende Nachfrage europäischer Urlauber nach Destinationen am Indischen Ozean. Zusätzliche Recherchen in ostafrikanischen Wirtschaftsmedien verdeutlichen, dass Kenia durch diese Kapazitätserweiterung versucht, im Wettbewerb mit konkurrierenden Standorten wie Tansania oder den Seychellen Boden gutzumachen. Vor allem während der europäischen Wintermonate ist die direkte Fluganbindung ein entscheidender Faktor für die Auslastung der Hotelkapazitäten an der kenianischen Küste. In lokalen Branchenkreisen stieß die Genehmigung jedoch auf geteiltes Echo. Kenianische Tourismusverbände äußerten die Befürchtung, dass vertikal integrierte Großkonzerne wie Tui durch Pauschalangebote lokale Anbieter unter Druck setzen könnten. Kritiker argumentieren, dass durch die Bündelung von Flug, Unterkunft und Transport ein erheblicher Teil der Wertschöpfung im Ausland verbleibt. Die Regulierungsbehörde KCAA verteidigte den Schritt hingegen als notwendige Maßnahme zur Steigerung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Man setze auf das Volumenwachstum im Inbound-Tourismus, um die regionale Wirtschaft insgesamt zu beleben und die Marktanteile im ostafrikanischen Luftverkehrssektor zu

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DHL präsentiert Höhepunkte des Jahres: Spektakuläre Transporte von Antilopen bis zur Formel-1-Ikone

Die DHL Group, ein weltweit agierendes Logistikunternehmen, hat die fünf ungewöhnlichsten Transporte vorgestellt, die das Unternehmen im Jahr 2025 durchgeführt hat. Abseits der regulären Beförderung von Paketen und Fracht waren die Spezialaufträge von hohem logistischen Anspruch und öffentlichem Interesse geprägt. Die Palette der Güter reichte von seltenen Wildtieren über wertvolle Kunstobjekte bis hin zu einem emotional aufgeladenen Motorsport-Erinnerungsstück. Diese außergewöhnlichen Aufträge unterstreichen die Notwendigkeit von Präzision und internationaler Kooperation im Bereich der Speziallogistik. Ein zentrales Projekt im Februar 2025 war der Transport von 17 seltenen Bergbongo-Antilopen über 13.000 Kilometer von Florida in den USA bis zu einem Wildtierreservat am Mount Kenya. Die vom Aussterben bedrohte Art, von der in freier Wildbahn weniger als 100 Exemplare existieren, wurde in speziell angefertigten Transportboxen per Sonderflug in ihre ursprüngliche Heimat gebracht, um dort eine gesicherte Fortpflanzung zu ermöglichen. Ebenfalls im Fokus des Tierschutzes stand die Verlegung des jungen Pavians Saadoon, der im November 2025 aus Bahrain nach Dschibuti in Ostafrika transportiert wurde. Der Pavian, ein Opfer des illegalen Wildtierhandels, benötigte eine Umgebung, die seinem Ökosystem besser entsprach, und wurde in einer Auffangstation untergebracht, die ihm eine Eingewöhnung und spätere Auswilderung ermöglichen soll. Ein weiterer Transport, der weltweit Beachtung fand, war die Reise eines besonderen Helms, der von allen 20 noch lebenden Formel-1-Weltmeistern signiert wurde. Der Helm reiste im März 2025 unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen von der Schweiz über Kontinente, darunter Spanien, Großbritannien und Brasilien. Besonders emotional war die Signatur von Michael Schumacher, dessen Initialen „M.S.“ mit Unterstützung seiner Frau Corinna auf dem Helm angebracht

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Akasa Air plant internationale Expansion: Fokus auf Ostafrika und Zentralasien

Die indische Fluggesellschaft Akasa Air forciert ihre internationale Expansion und prüft derzeit die Aufnahme von Flugverbindungen nach Ostafrika und Zentralasien. Das Unternehmen, das erst im August 2022 seinen Betrieb aufnahm, will seine Präsenz auf dem internationalen Markt signifikant ausbauen. Dies erklärte Vorstandschef Vinay Dube in einem Interview mit der „Economic Times“. Akasa Air erwägt Verbindungen nach Ländern wie Kenia, Äthiopien und Ägypten in Ostafrika sowie nach Kasachstan und Usbekistan in Zentralasien. Vinay Dube betonte, dass die eingesetzten Boeing 737 Max Flugzeuge die Küsten Ostafrikas und auch Mauritius erreichen könnten. Zudem sei eine Vertiefung des Streckennetzes in Südasien möglich. Kurzfristig stehe die Ankündigung von Flügen nach Schardscha (Sharjah) in den Vereinigten Arabischen Emiraten bevor. Dube zeigte sich zuversichtlich bezüglich der positiven Entwicklung der internationalen Expansion. Derzeit machen internationale Routen 20 Prozent der verfügbaren Sitzplatzkilometer (ASK) aus. Dieser Anteil soll bis Ende März 2027 auf rund 30 Prozent ansteigen, während der Inlandsverkehr weiterhin 70 Prozent abdecken wird. Die Grundlage für diese Expansionspläne bildet die Flottenstrategie des Unternehmens. Akasa Air verfügt über eine feste Bestellung von insgesamt 226 Boeing 737 Max Flugzeugen und zeigte sich zufrieden mit dem aktuellen Auslieferungsplan, der für das laufende Jahr die Lieferung weiterer Maschinen vorsieht. Obwohl das Unternehmen kontinuierlich die Optionen für eine mögliche Anschaffung von Großraumflugzeugen oder Regionaljets prüft, kam man bislang zu dem Schluss, dass eine Investition in Langstreckenflugzeuge aktuell nicht nachhaltig positiv sei. Die Airline setzt auf die hohe Effizienz und Reichweite des Schmalrumpfjets 737 Max. Angesichts der geplanten Expansion bereitet Akasa Air auch die

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Kleinflugzeugabsturz in Kenia: Elf Tote, darunter zwei Deutsche und acht Ungarn

Beim Absturz eines Kleinflugzeugs in Kenia sind am frühen Dienstagmorgen alle elf Insassen ums Leben gekommen. Das Unglück ereignete sich in der Küstenregion Kwale County, als die Cessna 208 Caravan der Fluggesellschaft Mombasa Air Safari auf dem Weg vom Küstenort Diani zum Kichwa Tembo Airstrip im bekannten Maasai Mara National Reserve war. Unter den Toten befinden sich zehn ausländische Touristen – zwei deutsche und acht ungarische Staatsangehörige – sowie der kenianische Pilot. Das Flugzeug mit der Registrierung 5Y-CCA stürzte nach Behördenangaben kurz nach dem Start im hügeligen und bewaldeten Tsimba Golini Gebiet ab, etwa 40 Kilometer von Diani entfernt. Augenzeugen berichteten, vor dem Aufprall eine laute Explosion gehört zu haben, woraufhin die Maschine in Flammen aufging und das Wrack vollständig ausbrannte. Rettungskräfte und Ermittler der Kenya Civil Aviation Authority (KCAA) waren rasch am Unfallort, doch es gab keine Überlebenden. Die Fluggesellschaft Mombasa Air Safari hat ihr tiefes Bedauern über die Tragödie ausgedrückt und den Behörden die volle Kooperation bei den Untersuchungen zugesagt. Die Ursache des Absturzes ist Gegenstand einer umfassenden Untersuchung durch die kenianische Zivilluftfahrtbehörde. Erste Berichte deuten darauf hin, dass die schlechten Wetterbedingungen, insbesondere starker Regen, Nebel und niedrige Wolken, die Sicht erschwerten und dazu geführt haben könnten, dass der Pilot kurz nach dem Start die Kontrolle über das Flugzeug verlor. Die Unglücksstelle wurde abgesperrt. Die Deutsche Botschaft in Nairobi steht in engem Kontakt mit den lokalen Behörden, um weitere Details zu klären und die Betroffenen zu unterstützen. Auch der ungarische Premierminister sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid

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Kenia setzt auf qualifiziertes Handwerk: Tourismusbranche reagiert auf Fachkräftelücke mit dualer Ausbildung

Der boomende Tourismussektor an Kenias Küste sieht sich mit einer wachsenden Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften in den technischen Bereichen konfrontiert. Fernab der direkten Gästebetreuung in der Hotellerie – an Rezeptionen oder in Restaurants – ist die einwandfreie Funktion der Infrastruktur für den Erfolg der Branche essenziell. Wartungsabteilungen in Hotels benötigen spezialisiertes Personal, das in der Lage ist, Lecks zu beheben, Sanitäranlagen zu reparieren und elektrische Systeme instand zu halten. Um diese Fachkräftelücke zu schließen und gleichzeitig jungen, benachteiligten Menschen Perspektiven zu eröffnen, hat die Tui Academy in Zusammenarbeit mit dem Severin Craftsman Training Center in Mombasa ein dreijähriges Ausbildungsprogramm ins Leben gerufen. Das Programm, das sich an 90 junge Erwachsene richtet, bietet Ausbildungen in gefragten Handwerksberufen wie Klempner, Elektriker, Maurer und Metallbauer an und orientiert sich dabei am praxisnahen deutschen Modell. Die Initiative reagiert auf eine hohe Jugendarbeitslosigkeit in den Küstengemeinden Kenias und zielt darauf ab, die lokale Wirtschaft durch die Schaffung von qualifizierten Arbeitskräften zu stärken. Gezielte Qualifizierung für den Hotelbetrieb Die Tui Academy in Kenia, eine von insgesamt zwölf weltweiten Akademien der Tui Care Foundation, konzentriert sich auf die praktische und theoriebegleitete Ausbildung von Handwerkern, deren Kompetenzen direkt in der Tourismus- und Gastgewerbebranche benötigt werden. Die Ausbildung orientiert sich explizit am dualen System nach deutschem Vorbild, bei dem die Verbindung von Theorie und praktischer Anwendung im Vordergrund steht. Die Auszubildenden werden nicht nur im Severin Craftsman Training Center unterrichtet, sondern sammeln auch Berufserfahrung direkt in den Wartungsabteilungen der Hotels. Diese betriebsnahe Praxis ist entscheidend, um die vielseitigen und

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Smartwings expandiert: Tschechischer Carrier stärkt Liniennetz für den Winter 2025

Smartwings, die größte Fluggesellschaft der Tschechischen Republik, hat eine umfassende Erweiterung ihres europäischen Linienflugnetzes für den Winter 2025 angekündigt. Diese Expansion soll das bereits umfangreiche Charterprogramm der Airline ergänzen. Smartwings hat sich seit der schrittweisen Einstellung ihrer ehemaligen Konzernschwester Czech Airlines im Jahre 2024, welche zur Smartwings Group gehörte, rasant entwickelt. Die jüngste Ankündigung der Fluggesellschaft sieht die Aufnahme von zwei neuen Destinationen in den Winterflugplan vor: Prag wird ab dem 24. Oktober 2025 eine regelmäßige Verbindung nach Bilbao in Spanien erhalten, gefolgt von einer neuen Strecke nach Toulouse in Frankreich ab dem 25. Oktober 2025. Diese strategischen Schritte unterstreichen das Bestreben von Smartwings, seine Präsenz im europäischen Linienflugverkehr zu festigen und die Auswirkungen der saisonalen Schwankungen im Fluggeschäft zu mildern. Ein dynamischer Wandel: Von Charter zum Hybrid-Carrier Die Geschichte von Smartwings ist eng mit der Transformation des tschechischen Luftverkehrs verbunden. Gegründet als Travel Service im Jahre 1997, entwickelte sich das Unternehmen zunächst zu einem der größten Charterfluganbieter in Mitteleuropa. Die Übernahme der traditionsreichen tschechischen Nationalfluggesellschaft Czech Airlines (ČSA) im Jahre 2013 durch die Smartwings Group markierte einen Wendepunkt. Während ČSA über Jahrzehnte hinweg das Rückgrat des tschechischen Linienflugverkehrs bildete, geriet die Gesellschaft in den letzten Jahren zunehmend in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Die vollständige Einstellung des Betriebs von Czech Airlines im Jahre 2024 und deren Integration in die Smartwings-Strukturen bedeutete eine Neuausrichtung für die gesamte Gruppe. Smartwings hat die sich bietende Gelegenheit genutzt, um das Linienflugangebot, welches zuvor hauptsächlich unter der Marke Czech Airlines operierte, unter eigenem Namen auszubauen. Dieser Übergang

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Euro gewinnt deutlich an Wert in Ägypten – Kaufkraftverluste in Mauritius und Kenia

In Ägypten ist der Euro im vergangenen Jahr um 35,16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Laut einer aktuellen Analyse des Unternehmens Wise, das sich auf Multi-Währungskonten spezialisiert hat, hat der Euro in keinem anderen Land so stark an Kaufkraft gewonnen. Während Reisende 2024 für einen Euro noch rund 33,67 Ägyptische Pfund erhielten, sind es im Jahr 2025 bereits 51,93 Pfund. Auch in Argentinien und Brasilien zeigt der Euro eine deutliche Aufwertung. In Argentinien stieg der Wechselkurs um 16,87 Prozent, wodurch Reisende für einen Euro nun rund 1.074,60 Argentinische Pesos erhalten. In Brasilien hat die Kaufkraft des Euro um 13,94 Prozent zugenommen. Weitere Länder mit einer spürbaren Aufwertung des Euro sind Mexiko (13,23 Prozent) und die Türkei (13,13 Prozent), wo die Währung ebenfalls an Wert gewonnen hat. Im Gegensatz dazu verzeichnet Mauritius den größten Wertverlust des Euro. Dort sank die Kaufkraft um 33,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In Kenia verlor der Euro 32,45 Prozent an Wert, während Sri Lanka mit einem Rückgang von 14,21 Prozent ebenfalls zu den Ländern gehört, in denen der Euro schwächer geworden ist. Auch in Thailand (minus 9,56 Prozent) und Costa Rica (minus 8,79 Prozent) erhalten Reisende weniger für ihr Geld als noch 2024. Laut Thomas Adamski, Sprecher von Wise, zeigen die Ergebnisse, wie stark sich Wechselkursschwankungen auf internationale Zahlungen und Reisen auswirken. Während Verbraucher in einigen Ländern von einer höheren Kaufkraft profitieren, müssen Reisende in anderen Regionen mit höheren Kosten rechnen.

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Wechselkurse und Inflation: Hier ist der „Urlaubseuro“ besonders viel wert

Der Euro hat sich im vergangenen Jahr in einigen Ländern massiv im Wert verändert, und dies bietet sowohl Chancen als auch Herausforderungen für Reisende und Geschäftsleute. Besonders Argentinien zeigt eine bemerkenswerte Entwicklung: Dort hat der Euro seit 2023 enorm an Wert gewonnen, was die Kaufkraft von Touristen spürbar erhöht. Doch während der Euro in einigen Regionen erstarkt, verliert er in anderen Ländern an Boden. Eine Untersuchung des Technologieunternehmens Wise bietet Einblicke in die Dynamik der Währungsmärkte und gibt Hinweise, wie Reisende ihre finanziellen Möglichkeiten optimal nutzen können. Argentinien: Ein Paradies für Euro-Touristen Die Lage in Argentinien ist für europäische Reisende derzeit besonders günstig. Innerhalb eines Jahres ist der Euro gegenüber dem Argentinischen Peso um rund 65 Prozent im Wert gestiegen. Während man im Jahr 2023 für einen Euro noch 372 Peso bekam, sind es heute bereits etwa 1.073 Peso. Diese dramatische Abwertung des Peso macht Argentinien aus der Perspektive der Eurozone zu einem überaus attraktiven Reiseziel. Die hohe Inflation in Argentinien, die laut der argentinischen Zentralbank im Jahr 2023 über 100 Prozent betrug, ist ein wesentlicher Grund für die Schwäche des Peso. Zudem leidet das Land unter wirtschaftlicher Instabilität, die durch den hohen Staatsverschuldungsgrad und wiederkehrende Finanzkrisen verschärft wird. Für Touristen bedeutet dies jedoch eine erhebliche Steigerung ihrer Kaufkraft. Ein Urlaub in Argentinien – mit seinen atemberaubenden Landschaften wie den Iguazú-Wasserfällen oder der malerischen Stadt Buenos Aires – wird so vergleichsweise erschwinglich. Doch der starke Wechselkurs allein sollte nicht das einzige Kriterium für Reiseentscheidungen sein. Wie Thomas Adamski von Wise

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