Luftfahrt

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Brunner: „Grüner Pass“ macht Urlaube möglich

Österreichs Luftfahrt-Staatssekretär Magnus Brunner (ÖVP) geht davon aus, dass der von seinem Parteichef Sebastian Kurz (ÖVP) geforderte „Privilegienpass“ Sommerurlaube möglich machen wird. Ähnlich äußerten sich auch Elisabeth Köstinger (ÖVP) und Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG. Brunner ist der Ansicht, dass die Luftfahrtbranche ein hartes Jahr 2020 hinter sich habe, denn man erreichte nur 25 Prozent des Aufkommens von 2019. Nun würden Mutationen und weiterhin strenge Einreisebestimmungen „das von Kunden wie Unternehmen bereits lang ersehnte Hochfahren der Branche“ verzögern. „Der Vorschlag von Bundeskanzler Kurz zu einem EU-weiten Grünen Pass ist eine große Chance für einen geregelten und stabilen Flugverkehr im Sommer. Normalerweise planen Viele um diese Zeit ihren Sommerurlaub, dieses Jahr ist von großen Unsicherheiten geprägt. Das belastet die Branche massiv. Für mehr Stabilität und Planungssicherheit braucht es einfache und einheitliche Lösungen – für Passagiere und Unternehmen“, so Magnus Brunner. „Ein Grüner Pass nach dem israelischen Vorbild ist eine tolle Möglichkeit, um ein Stück Normalität zurück zu bekommen. Ein einheitlicher Nachweis über Impfung, negativen Test oder bereits erfolgte Erkrankung erlaubt den Menschen, die für Mobilität im In- und Ausland notwendige Informationen bereitzustellen und Unternehmen, sowie Behörden eine effiziente Prüfung. Durch einen einheitlichen und elektronischen Nachweis, schaffen wir wesentliche Erleichterungen für Wege des alltäglichen Lebens, wie den Gang zum Friseur. Ich appelliere an die Staats- und Regierungschefs den Vorschlag von Bundeskanzler Kurz zu unterstützen und so eine rasche Lösung zu finden, damit die Menschen und die Luftfahrtbranche wieder ein wenig aufatmen können“.

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Neues Tool zeigt nachfragestarke Strecken, die (noch) nicht bedient werden

Skyscanner verspricht Großes: Den Fluggesellschaften wird ein neues Tool präsentiert, mit dem die ungenutzte Nachfrage nach Direkt-Flügen ermittelt werden kann. Das neue Tool habe beispielsweise die Strecken Berlin-Brandenburg nach Cancún, Frankfurt am Main nach Phuket und Düsseldorf nach Bangkok als Routen ohne Anbindung aber mit Potenzial identifiziert. Im Gegensatz zu anderen Datenquellen würde die Lösung vom Techno-Unternehmen handfeste Prognosen erstellen, um neue Nonstop-Flugverbindungen mit bis zu zwölf Monaten Vorlauf aufzunehmen. Aufgrund der Corona-Krise seien die Daten des vergangenen Jahres praktisch irrelevant. „Angesichts der sich abzeichnenden Erholung im Reisemarkt stellen wir noch mehr von unseren konkurrenzlosen Nachfragedaten zur Verfügung, um Partnern in der gesamten Luftfahrtbranche zu helfen, die sich entwickelnde Strecken-Nachfrage der Reisenden zu verstehen. Unser neues Modul „Unserved Routes“ innerhalb von Travel Insight Vision wurde speziell für Fluggesellschaften und Flughäfen entwickelt und ermöglicht es ihnen, die tägliche Marktnachfrage zu prognostizieren und Business Cases für die Wiederaufnahme bestimmter Direktverbindungen oder sogar die Expansion auf neuen Strecken zu erstellen“, so Michael Docherty, Leiter Datenprodukte bei Skyscanner.

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Delta Air Lines: 12 Milliarden Verlust im Corona-Jahr

Die Corona-Krise färbte die Geschäftszahlen US-Airline Delta im abgelaufenen Jahr dunkelrot. Unter dem Strich steht ein Milliardenverlust in der Höhe von fast 10,2 Milliarden Euro.  Ein Jahr zuvor sah die Welt noch ganz anders aus. Damals florierte das Geschäft und die Fluggesellschaft fuhr einen Gewinn von knapp 3,9 Milliarden Euro ein, wie Aero berichtet. Doch die Corona-Krise traf heuer die Luftfahrtbranche mit voller Wucht. Delta-Chef Ed Bastian hofft nun, die Airline mit weiteren milliardenschweren Staatshilfen durch die Krise zu bringen: „Ich bin optimistisch, dass es ein Jahr der Erholung und ein Wendepunkt wird.“ Im vergangenen Jahr brach Deltas Umsatz um fast zwei Drittel auf 17,1 Milliarden Dollar ein. Der Flugverkehr war infolge der Corona-Pandemie zeitweise weitgehend zum Erliegen gekommen. Auch danach blieb die Nachfrage nach Flugtickets auf niedrigem Niveau. Inzwischen schöpft die Konzernspitze wieder Hoffnung. Sie erwartet, dass sich die Nachfrage nach Flugreisen zu Beginn des Jahres zunächst nur ungleichmäßig erholt und die Buchungen eher schwach bleiben. Sobald größere Teile der Bevölkerung geimpft sind, die Büros wieder öffnen und die Zuversicht der Verbraucher wächst, rechnet das Management allerdings mit einem anhaltenden Anziehen der Nachfrage. Bis dahin muss Delta wie andere Fluglinien noch durchhalten. Ende Dezember verfügte Delta den Angaben zufolge noch über 16,7 Milliarden US-Dollar an flüssigen Mitteln. Jeden Tag verliert es 10 bis 15 Millionen Dollar. 

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Rekordjahr für deutsche Schlichtungsstelle

Die deutsche Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) hatte in diesem Jahr so viel zu tun, wie noch nie zuvor. Bis Ende Dezember erwartet die Stelle insgesamt rund 41.000 Anträge von Reisenden. Besonders die kriselnde Luftfahrtbranche machte den Betroffenen zu schaffen. Deswegen geht der Löwenanteil der Beschwerden (84 Prozent) auch auf seine Kappe.  In diesem Jahr überholte die SÖP das bisherige Rekordjahr 2018 um ein knappes Drittel. Die Damals sorgte die Air Berlin-Pleite für Mehrarbeit, Fluggäste mussten sich mit massiven Verspätungen und Flugausfällen herumschlagen. Im Vergleich zum vergangenen Jahr legte die Beschwerdezahl um sogar fast 60 Prozent zu, wie das Traunsteiner Tagblatt berichtet. Bei rund 13 Prozent der Beschwerden ging es wiederum nicht um den Flugverkehr, sondern um die Bahn. Auch den bundeseigenen Konzern traf die Pandemie, wenn auch nicht so drastisch wie die Fluggesellschaften. Die Züge blieben weitgehend leer, viele Menschen verschoben ihre Fahrten, weil Geschäftsreisen ausfielen oder weil sie Angst hatten, mit vielen Menschen in einem Waggon zu sitzen. Auf andere Verkehrsträger bezog sich den Angaben zufolge nur ein geringer Teil der Beschwerden: Der Fallanteil von Beschwerden zu Fernbussen und dem öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) lag der SÖP zufolge lediglich bei jeweils rund einem Prozent. Insgesamt konnte die Stelle in rund acht von zehn Fällen dafür sorgen, dass die Reisenden mit ihrem Anliegen erfolgreich waren.

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BMK: 9,9 Millionen für nachhaltige Innovation in der Luftfahrt

Die österreichische Luftfahrtforschungs-Community kam diese Woche virtuell zusammen, um über die strategische Ausrichtung von Forschung, Technologie & Innovation in der Luftfahrt zu diskutieren. In Rahmen des virtuellen Forums wurden die neuen Schwerpunkte der Take-Off-Herbstausschreibung von BMK und FFG vorgestellt. Bis 24.02.2021 haben heimische Unternehmen die Möglichkeit, ihre Vorhaben für nachhaltige Innovation in der Luftfahrt einzureichen. Die Ausschreibung ist mit einer Höhe von 9,9 Millionen Euro dotiert und hat nicht zuletzt Emissionsreduktion in der Luftfahrt für ein klimafaires Wachstum zum Ziel.  „Im Regierungsprogramm haben wir uns ein großes Ziel gesetzt: Klimaneutralität 2040. Der Weg zu einer klimafreundlicheren Luftfahrt ist ein klarer Auftrag an Forschung- und Innovation, vor allem aber eine Chance für die heimische Luftfahrt sich mit grünen Technologien neu zu positionieren und eine Vorreiterrolle einzunehmen“, so Klimaschutzministerin Leonore Gewessler. Die diesjährige Ausschreibung legt das Augenmerk schwerpunktmäßig auf umweltfreundliche und nachhaltige innovative Lösungen, darunter auch an Vorhaben, die das Anwendungspotential von Wasserstoff für die österreichische Luftfahrt erforschen. Ein weiterer Fokus liegt in der automatisierten beziehungsweise autonomen Luftfahrt sowie in Innovationen, die den Faktor Mensch im Gesamtsystem Luftfahrt einbeziehen. „Die Reduktion von Emissionen in der Luftfahrt ist nicht nur vor dem Hintergrund eines nachhaltigen Umweltschutzes essentiell, sondern hat auch einen wirtschaftlichen Aspekt. Denn bei steigenden Kosten für Treibstoff und Emissionssaustoß ist ein effizienter Klimaschutz auch ein klarer Wettbewerbsfaktor. Neue Antriebsformen und alternative Treibstoffe sind dabei ein zentrales Thema. Großer Hoffnungsträger in diesem Bereich sind alternative Treibstoffe, wie auch erneuerbarer Wasserstoff. Neuste Schätzungen gehen davon aus, dass Wasserstoff die Klimaauswirkungen eines Fluges um

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LCY: Mehr als ein Drittel der Mitarbeiter sollen gehen

Der Luftfahrtsektor ist angeschlagen. Entlassungen stehen in Zeiten von Corona an der Tagesordnung. So auch am London City Airport: Mehr als ein Drittel der Arbeitsverträge sollen aufgelöst werden. Das könnte das Aus für bis zu 239 Arbeitsplätze heißen. Diese Menschen müssen gehen, damit andere bleiben können – damit der Flughafen überhaupt durch die Krise kommt. Denn die Passagierzahlen sanken in der Lockdown-Phase wie nie zuvor. Wie das Nachrichtenportal „The Guardian“ berichtet, werden nach der Wiederaufnahme des regulären Flugbetriebs Ende Juni nur noch 17 Strecken am eigentlich verkehrsreichen Flughafen bedient. „Der Luftverkehrssektor befindet sich in der größten Krise der Geschichte. Wir haben uns so lange wie möglich zurückgehalten und versucht, möglichst alle Mitarbeiter an Bord zu halten. Aber leider sind auch wir nicht immun gegen die verheerenden Auswirkungen dieses Virus“, so Vorstandsvorsitzender Robert Sinclair.

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Luftfahrt: Kreditversicherer rechnet mit langem Leiden

Der Kreditversicherer Coface rechnet damit, dass sich die gesamte Transportbranche inklusive Luftfahrt nicht vor dem Jahr 2022 von den Folgen der Corona-Pandemie erholen wird. „Wir rechnen mit einem ‚langen Leiden‘ für die gesamte Luftfahrtbranche. Derzeit gibt es keinerlei Anhaltspunkte für eine rasche Erholung des Transportsektors“, erläutert Declan Daly, Regional CEO für Zentral- und Osteuropa bei Coface. „Sollte es zu einer zweiten Pandemiewelle in diesem Jahr kommen, wäre der Umsatz im 4. Quartal 2020 sogar um 57 Prozent und im 4. Quartal 2021 um 27 Prozent niedriger als Ende 2019“. Von den 13 Sektoren, für die Coface sektorale Risikobewertungen veröffentlicht, ist der Luftverkehr am stärksten betroffen: Der Umsatz dürfte im Basisszenario um 51 Prozent und im Falle einer zweiten COVID-19-Welle bis Ende 2020 um 57 Prozent zurückgehen. Der Einbruch des Reiseverkehrs führte auch zu einem starken Rückgang der Luftfrachtkapazität, da der Großteil der Fracht von Passagierflugzeugen mitbefördert wird. Der Schlüssel für eine positive Entwicklung könnte, so die Coface-Experten, in Innovationen liegen. „Auf lange Sicht werden Nachhaltigkeit und Umweltschutz die bestimmenden Herausforderungen für den Verkehrssektor und hier insbesonders für die Luftfahrt bleiben. Es wird Innovationen brauchen, die einen weniger umweltbelastenden Verkehr ermöglichen“, so Daly mit einem Ausblick.

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