Militär

Weitere Artikel aus der Rubrik

Militär

Konferenz in Wien: 25 Jahre sicherheitspolitische Integration des Balkans

Vom 28. bis 30. Jänner 2025 fand in Wien die Konferenz des Konsortiums Partnerschaft für den Frieden unter dem Titel „25 Jahre: Integration des Balkans“ statt. Ziel der Veranstaltung war es, die sicherheitspolitische Entwicklung in der Region seit 1999 zu analysieren und den Nutzen des Projekts „Defense and Security Education“ für Stabilität und Kooperation zu bewerten. Die Veranstaltung wurde von der Generaldirektion für Verteidigungspolitik und der Landesverteidigungsakademie organisiert, die Mitglieder des Konsortiums sind. An der Konferenz nahmen 120 nationale und internationale Vertreter aus Wissenschaft, Militär, Diplomatie und internationalen Organisationen teil. Am ersten Konferenztag wurde das 25-jährige Bestehen des Konsortiums gewürdigt, während der zweite Tag sich mit dem Einfluss vergangener Konflikte auf den Balkan und strategischen Zukunftsfragen befasste. Der letzte Tag umfasste eine Podiumsdiskussion über sicherheitspolitische Maßnahmen in der Region sowie einen Vortrag zur Widerstandsfähigkeit des Balkans. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betonte die Rolle Österreichs als verlässlicher Partner des Konsortiums. Sie hob hervor, dass die gemeinsame Ausbildung ziviler und militärischer Akteure die Zusammenarbeit zwischen Nationen fördere und zur Stärkung von Sicherheit und Vertrauen beitrage. Das Konsortium, das 1999 anlässlich des 50. NATO-Jubiläums gegründet wurde, umfasst heute mehr als 800 Organisationen aus 60 Ländern und dient als internationales Netzwerk für sicherheitspolitische Forschung und Ausbildung.

weiterlesen »

Tschechien: Beschaffung der Embraer C-390 Millennium soll militärische Kapazitäten erheblich ausbauen

Das tschechische Verteidigungsministerium hat offiziell den Kauf von zwei Embraer C-390 Millennium-Transportflugzeugen bestätigt, ein bedeutender Schritt zur Modernisierung und Stärkung der tschechischen Luftwaffe. Mit einer Investition von 446 Millionen Euro soll das Militär neue Kapazitäten im Lufttransport, der Brandbekämpfung, Evakuierung und Luftbetankung erhalten, um den steigenden Anforderungen an die Sicherheit und Krisenbewältigung gerecht zu werden. Verteidigungsministerin Jana Černochová betonte, dass die sich verschlechternde globale Sicherheitslage den Bedarf an soliden und vielseitigen Transportkapazitäten erhöht habe. Bereits im nächsten Jahr soll das erste Flugzeug einsatzbereit sein. Modernisierung der tschechischen Luftwaffe Die C-390 Millennium, entwickelt vom brasilianischen Luft- und Raumfahrtunternehmen Embraer, soll die derzeitigen kleineren Transportflugzeuge der tschechischen Armee, wie die CASA C295M und die Let L-410 Turbojets, ergänzen. Diese Flugzeuge decken bisher eher kleinere und mittlere Transportanforderungen ab, während die neuen C-390-Flugzeuge größere Lasten transportieren und eine größere Reichweite bieten. Besonders im Krisenfall, wie die jüngsten Evakuierungen aus Afghanistan und dem Sudan gezeigt haben, war der Mangel an ausreichenden Transportkapazitäten deutlich spürbar. Mit einer Frachtkapazität von bis zu 26 Tonnen und der Fähigkeit, auf unbefestigten Flugplätzen zu starten und zu landen, sind die C-390-Flugzeuge speziell darauf ausgelegt, in Krisensituationen zu agieren, in denen Flexibilität und Schnelligkeit gefragt sind. So können sie schwere Geräte oder humanitäre Hilfsgüter auch in entlegene Regionen bringen. Vielseitige Einsatzmöglichkeiten der C-390 Millennium Die Beschaffung der Embraer C-390 Millennium geht weit über den bloßen Transport hinaus. Die Flugzeuge sind vielseitig einsetzbar und mit speziellen Modulen für verschiedene Einsatzbereiche ausgestattet. Dazu gehört die Fähigkeit zur Luftbetankung anderer Flugzeuge, was die

weiterlesen »

Gewerkschaften in Israel rufen zu Streik nach Fund von Geiselleichen auf

Nach dem Fund der Leichen von sechs Geiseln im Gazastreifen hat der israelische Gewerkschaftsdachverband Histadrut für Montag einen landesweiten Proteststreik angekündigt. Der Streik sollte um 06:00 Uhr Ortszeit beginnen und ab 08:00 Uhr auch den internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv betreffen, was zur Einstellung aller Landungen und Abflüge führen wird. Der Gewerkschaftsvorsitzende Alon Bar David erklärte, dass die Tötung der Geiseln in Gaza nicht akzeptabel sei und rief zur schnellen Aushandlung eines Abkommens mit der Hamas auf. Die israelische Armee hatte zuvor die Leichen der Geiseln in einem Tunnel im Süden des Gazastreifens entdeckt. Während das israelische Militär die Hamas für den Tod verantwortlich macht, behauptet ein Sprecher der Hamas, dass die Geiseln durch israelisches Bombardement ums Leben gekommen seien.

weiterlesen »

Österreich: Bundesheer führt Überschall-Trainings durch

Das Bundesheer plant vom 6. bis 10. Mai und vom 21. bis 24. Mai 2024 Trainingsflüge im Überschallbereich durchzuführen, bei denen Eurofighter-Piloten Abfangmanöver trainieren werden. Pro Tag sind jeweils zwei Überschallflüge zwischen 08:00 Uhr und 16:00 Uhr geplant. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betont die Bedeutung einer effizienten Luftabwehr angesichts globaler Konflikte und kündigt die Unterzeichnung einer Absichtserklärung für den Beitritt zum Raketenschutzschirm „Sky Shield“ an. Das Fliegen im Überschallbereich ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung der Piloten und unverzichtbar für eine funktionierende Luftraumüberwachung. Um die Schallausbreitung zu minimieren, werden verschiedene Maßnahmen ergriffen, darunter die Reduzierung der Beschleunigungsphasen, die Festlegung von Fluggebieten außerhalb von Ballungsräumen sowie die Absolvierung der Flüge über 12.500 Metern Höhe. Die Überschallgeschwindigkeit der Eurofighter liegt bei ca. 1.200 km/h, wodurch am Boden Stoßwellen entstehen können, die als Überschallknall wahrgenommen werden. Die Stärke dieses Knalls hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Flughöhe, die Geländestruktur und die Wetterlage.

weiterlesen »

Brunei bestellt sechs H145M-Helikopter

Airbus Helicopters hat einen Vertrag mit dem Verteidigungsministerium von Brunei über die Beschaffung von sechs H145M-Hubschraubern abgeschlossen. Diese Hubschrauber sollen die bestehende BO105-Flotte ersetzen und die operativen Fähigkeiten der Royal Brunei Air Force insbesondere in den Bereichen Nahunterstützung und Luftbeobachtung stärken. Bruno Even, CEO von Airbus Helicopters, äußerte seinen Stolz über die Auswahl des H145M, der für seine Leistungsfähigkeit und Vielseitigkeit bekannt ist. Der H145M wird weltweit aufgrund seiner Mehrzweckfähigkeiten eingesetzt und verfügt über eine Erfolgsgeschichte von über sieben Millionen Flugstunden.

weiterlesen »

Lufthansa Technik schult Marine-Mechaniker

Lufthansa Technik beginnt mit der Qualifizierung von Technikern der Deutschen Marine für die Wartung des neuen Seefernaufklärers P-8A Poseidon. Die Schulungen finden im Rahmen von Praxis- und On-the-Job-Trainings statt, um die Marinesoldaten auf die Instandhaltung der P-8A vorzubereiten. Lufthansa Technik nutzt dabei seine langjährige Expertise in der Betreuung von Boeing 737-Flugzeugen, die der P-8A zugrunde liegt. Die Schulungen werden in Zusammenarbeit mit Partnerunternehmen wie SunExpress durchgeführt und umfassen praktische Erfahrungen in der Linienwartung sowie intensives Training in Ungarn, um komplexe Wartungsarbeiten durchzuführen. Die frühzeitige Umschulung des Personals ermöglicht es der Deutschen Marine, Erfahrungen zu sammeln, bevor die ersten P-8A ausgeliefert werden. Die Initiative wird von Boeing und anderen Partnern unterstützt, um die Fähigkeiten der Poseidon und die lokale Infrastruktur für die Instandhaltung bereitzustellen.

weiterlesen »

Bundesheer nahm an internationaler Cyber-Übung teil

Von 23. bis 25. April 2024 fand die jährliche internationale Cyber-Übung „Locked Shields 24“ statt, bei der mehr als 4.000 Experten aus 40 Nationen in einer simulierten Umgebung die kritische Infrastruktur eines fiktiven Staates schützten. Das österreichische Kontingent nahm gemeinsam mit schweizerischen und amerikanischen Soldaten an der Übung teil, die dieses Jahr in der Schweiz stattfand. Ziel der Übung war es, komplexe Cyber-Bedrohungen zu bewältigen und die internationale Zusammenarbeit zu verbessern. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner betonte die Bedeutung der Teilnahme an „Locked Shields 2024“ für das kontinuierliche Engagement Österreichs in der Cyber-Sicherheit und die internationale Zusammenarbeit. Solche Übungen seien entscheidend, um die Verteidigungsfähigkeit zu stärken und auf die wachsenden hybriden Bedrohungen im Cyberraum vorbereitet zu sein. Locked Shields, organisiert von der NATO seit 2010, gilt als die weltweit größte und anspruchsvollste Cyber-Übung. Sie zielt darauf ab, die Verteidigungsfähigkeiten der Teilnehmer zu stärken und kritische Infrastrukturen gegen großangelegte Cyberangriffe zu verteidigen. Das österreichische Kontingent wurde von Spezialisten der Schweizer Armee und amerikanischen Cyber-Verteidigungseinheiten unterstützt, was einen wertvollen Erfahrungsaustausch ermöglichte und die Reaktionsfähigkeit auf komplexe Cyber-Sicherheitsvorfälle verbesserte. Die Cyberkräfte des Österreichischen Bundesheeres ergreifen alle erforderlichen Maßnahmen zum Schutz der militärischen Netze und stehen auf Anforderung gesamtstaatlich bereit. Sie gewährleisten eine reibungslose Kommunikation und Datenübertragung in den jeweiligen Netzwerken. Seit 2022 bietet die Theresianische Militärakademie einen eigenen Studiengang für militärische Informations- und Kommunikationstechnologie an.

weiterlesen »

Embraer will C-390 auch als Zivil-Frachter anbieten

Der brasilianische Flugzeugbauer Embraer beabsichtigt das militärische Muster C-390 künftig auch für zivile Zwecke anzubieten. Dazu hat man bereits mit der Post Correios einen LOI unterschrieben. Die C-390 gilt im militärischen Bereich als durchaus erfolgreicher und beliebter Transporter. Nun will Embraer das Muster auch als ziviles Transportflugzeug mit einer maximalen Nutzlast von 26 Tonnen anbieten. Mit der brasilianischen Post wurde bereits eine Vorvereinbarung für die notwendigen Umrüstungen unterschrieben.

weiterlesen »

Österreichisches Bundesheer seit 60 Jahren in Zypern

Österreich beteiligt sich seit dem 14. April 1964 mit einem Kontingent an der „United Nations Peacekeeping Force in Cyprus“ (UNFICYP), nachdem im März 1964 der UN- Sicherheitsrat dem damaligen UN-Generalsekretär U Thant das Mandat zur Aufstellung einer über 6.300 Mann starken UN-Friedenstruppe erteilt hatte. Österreich stellte damals ein Feldspital in der Stärke von 55 Personen. Verteidigungsministerin Tanner: „Österreichische Soldaten und Soldatinnen leisteten von Beginn an einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung des Friedens auf Zypern. Zwischenzeitlich, mit einer Einsatzstärke von über 300 ‚Peacekeepern‘, waren wir auch einer der größten Truppensteller. Dabei stellten die klimatischen Bedingungen eine große Herausforderung in der Einsatzführung dar. Vor allem aber die Spannungen zwischen den Konfliktparteien, forderten von unseren Soldaten und Soldatinnen höchstes diplomatischen Handeln.“ 1972, mit der Verkleinerung des irischen Kontingentes auf Zypern, wuchs das österreichische Kontingent auf Bataillonsstärke, an die 300 Soldaten, auf. Die Spannungen auf der Insel erreichten 1974, mit dem Sturz des zypriotischen Präsidenten Erzbischof Makarios, ihren Höhepunkt. Das österreichische UN- Bataillon war damals mit Teilen in die Kämpfe um den Flughafen Nikosia involviert. Am 14. August fielen drei österreichische „Peacekeeper“ bei Goshi einem türkischen Luftangriff zum Opfer. Insgesamt fielen oder verstarben 16 österreichische Soldaten während ihres Einsatzes auf der Mittelmeerinsel. An die 17.000 österreichische „Peacekeeper“ standen auf Zypern im Einsatz. Mit dem Abzug des österreichischen UN-Bataillons im Jahre 2001, besetzte Österreich noch einige Stabsfunktionen im multinationalen Stab. Aktuell leisten zwei Offiziere und ein Unteroffizier ihren Dienst für den Frieden auf Zypern.

weiterlesen »

Japanische Küstenwache bestellt drei H225

Die japanische Küstenwache (JCG) hat drei weitere H225-Hubschrauber in Auftrag gegeben und damit ihre H225-Flotte auf insgesamt 18 Hubschrauber aufgestockt. Der größte Super-Puma-Betreiber in Japan erhielt drei H225 im Dezember 2023 und einen im Februar 2024 für seine wachsende Flotte. Die neuen Hubschrauber werden die territorialen Küstenaktivitäten, die Strafverfolgung auf See sowie die Katastrophenhilfe im Land unterstützen. „Die japanische Küstenwache ist seit drei Jahrzehnten ein aktiver Betreiber von Hubschraubern der Super-Puma-Familie. Dieser Folgeauftrag zeigt das Vertrauen des Kunden in unsere Produkte und den engagierten Support für seine Flotte“, sagte Jean-Luc Alfonsi, Managing Director von Airbus Helicopters in Japan. „Wir sind überzeugt, dass die H225 aufgrund ihrer Vielseitigkeit bei allen Wetterbedingungen die perfekte Wahl für die kritischen Einsätze von JCG bei der Strafverfolgung sowie beim Küsten- und Inselschutz ist. Wir verpflichten uns, die bestehende Flotte sowie die anstehenden Auslieferungen umfassend zu unterstützen und eine hohe Verfügbarkeit für die Einsätze zu gewährleisten. Die H225-Flotte von JCG wird durch das hochgradig anpassungsfähige HCare Smart-Programm von Airbus mit stundenweiser Materialunterstützung abgedeckt. Dieses maßgeschneiderte Flottenverfügbarkeitsprogramm ermöglicht es der nationalen Küstenwache, sich auf ihren Flugbetrieb zu konzentrieren, während Airbus ihre Anlagen verwaltet. Als jüngstes Mitglied der Super-Puma-Familie ist die H225 für ihre hohe Leistung unter schwierigen Bedingungen sowie für ihre hervorragende Reichweite und Nutzlastkapazität bekannt. Die H225 hat von der kontinuierlichen Verbesserungspolitik von Airbus Helicopters profitiert. Sie ist jetzt mit einer neuen Avionik ausgestattet, zu der die größten auf dem Markt erhältlichen Bildschirme und eine innovative Schnittstelle gehören, die in Verbindung mit dem renommierten Autopiloten die

weiterlesen »