
Großraumflugzeug der Turkish Airlines beschädigt Bodenradar in Antalya
Ein Zwischenfall beim Rangieren hat am stark frequentierten Flughafen Antalya zu erheblichem Sachschaden an einer Maschine der Turkish Airlines sowie an der Flughafeninfrastruktur geführt. Nach der planmäßigen Landung von Flug TK2430, einer Inlandsverbindung aus der Metropole Istanbul, kollidierte ein Passagierflugzeug des Typs Boeing 777-300ER mit einer stationären Bodenanlage. Die betroffene Maschine mit der Luftfahrzeugregistrierung TC-LKD befand sich auf dem Weg zu ihrer zugewiesenen Parkposition, als die rechte Tragfläche einen Mast der örtlichen Bodenradaranlage erfasste. Der Aufprall war so heftig, dass der Antennenmast einknickte, umstürzte und nachfolgend auch Teile des hinteren Rumpfes der Passagiermaschine traf. Ersten technischen Berichten zufolge entstanden erhebliche Schäden an der Struktur des rechten Flügels sowie erhebliche Deformationen an der Außenhaut des Heckbereichs. Zudem drangen Trümmerteile im Deckenbereich in die Passagierkabine ein, wodurch Gepäckfächer und Sauerstoffmasken-Module zerstört wurden. An Bord der vollbesetzten Maschine befanden sich zum Unfallzeitpunkt 267 Passagiere und die Besatzung. Das Flugzeug konnte evakuiert werden; eine Person erlitt leichte Verletzungen, die übrigen Insassen blieben unversehrt. Die türkische Luftfahrtbehörde und die Betreibergesellschaft des Flughafens leiteten umgehend eine offizielle Untersuchung zur Unfallursache ein. Im Fokus der Ermittler steht der genaue Routenverlauf auf dem Vorfeld (Apron 1). Erste Auswertungen von Satellitendaten und Flugaufzeichnungen deuten darauf hin, dass das Großraumflugzeug nach dem Verlassen der Landebahn auf einen Rollweg eingewiesen wurde oder fälschlicherweise dorthin abgebogen ist, der für Maschinen mit der Spannweite einer Boeing 777 nicht freigegeben war. Es wird geprüft, ob ein Fehlverhalten der Cockpitbesatzung oder eine fehlerhafte Anweisung der Vorfeldkontrolle zu dem Manöver in der ungeeigneten Spur führte. Das