Die türkische Ferienfluggesellschaft Southwind Airlines darf künftig weder in die Europäische Union, noch ins Vereinigte Königreich fliegen. Zunächst hat die finnische Zivilluftfahrtbehörde dieses Luftfahrtunternehmen gebannt. Hintergrund: Verbindungen zur russischen Nordwind Airlines. Southwind wurde kurz nach dem von Russland gegen die Ukraine angezetteltem Krieg in regelrechtem Rekordtempo gegründet. Einige Maschinen, die zuvor von Nordwind Airlines betrieben wurden, hat man an das neue Unternehmen übergeben. Zunächst hieß es, dass der Carrier explizit gegründet wurde, um Ferienflüge zwischen der Russischen Föderation und der Türkei durchzuführen. Auch der türkische Staat leistete beim Aufbau Mithilfe, denn es wurde befürchtet, dass Turkish Airlines möglicherweise die Russland-Flüge, die als äußerst lukrativ gelten, einstellen muss, um nicht in eine Meinungsverschiedenheit mit der Europäischen Union und den USA zu kommen. Daher sollte Southwind Airlines eine Art Absicherung bilden. Es ist aber bislang zu keinen Sanktionen gegen Turkish Airlines gekommen, so dass diese auch weiterhin davon profitieren kann sowohl russische Touristen in die Türkei zu bringen als auch als Umsteigedrehscheibe für Russland-Verbindungen zu fungieren. Southwind Airlines ist mittlerweile nicht mehr ausschließlich im Russland-Türkei-Geschäft aktiv, sondern prescht auch in die Europäische Union. Damit ist nun Schluss, denn der türkische Carrier darf nicht mehr in die EU fliegen. Zunächst hatte Finnland das Unternehmen gebannt, da eine Untersuchung ergeben habe, dass Southwind Airlines nicht unter der Kontrolle der offiziellen türkischen Eigentümer stehen soll. Angeblich sollen diese lediglich als Strohmänner für die russische Nordwind Airlines fungieren. Seitens des türkischen Luftfahrtunternehmens wird dies scharf zurückgewiesen. Kurz nachdem Finnland den Bann kommuniziert hat, zog die Europäische