Am Flughafen Zürich hat eine technische Störung zum Stillstand der unterirdischen Personentransportbahn Skymetro geführt.
Der fahrerlose Zug, der das Hauptterminal mit dem Dock E verbindet, blieb mitten in der Tunnelpassage unterhalb der Start- und Landebahn stehen. In den betroffenen Wagen saßen rund 50 Passagiere fest, die sich auf der Ankunft nach Zürich befanden. Nach Alarmierung der Einsatzkräfte traf die Flughafenfeuerwehr nach etwa 20 Minuten vor Ort ein und veranlasste den geordneten Ausstieg der Insassen.
Die Passagiere wurden von den Rettungskräften über den Evakuierungsweg durch den Tunnel geführt. Der Fußmarsch bis zum nächstgelegenen Ausgang betrug rund 200 Meter und nahm weniger als zehn Minuten in Anspruch. Laut Angaben des Flughafenbetreibers befanden sich ausschließlich ankommende Fluggäste an Bord, deren Reiseziel Zürich war. Dadurch seien keine Anschlussflüge verpasst worden. Es kamen bei dem Vorfall keine Personen zu Schaden.
Die Skymetro ist eine rund einen Kilometer lange, kabelgetriebene Standseilbahn, die für den Transfer zwischen den Terminalbereichen eingesetzt wird. Bekannt ist das System auch für seine visuelle und akustische Ausgestaltung im Tunnel, die Reisenden Schweizer Landschaftsmotive vermittelt. Nach dem Ausstieg der Passagiere konnte die Bahn über das Zugseil per Fernsteuerung in die Wartungsstation gezogen werden, wo Techniker mit der Überprüfung und Behebung des Defekts begannen.
Betriebsstörungen bei automatisierten Passagiertransportsystemen an Großflughäfen werfen Fragen bezüglich der Redundanz und der schnellen Fahrgastinformation auf. Während der Ausfall im aktuellen Fall ohne gravierende Folgen blieb, verdeutlicht der Vorfall die Abhängigkeit moderner Flughafeninfrastrukturen von automatisierten Zubringersystemen. Bei Spitzenbelastungen können bereits kurze Unterbrechungen dieser Transportachsen zu Verzögerungen im Passagierfluss und zu Rückstaus in den Terminals führen.