Top 8 Orte, die du in Albanien besuchen solltest

Albanien (Foto: Abenteuer Albanien/Dirk Pohlers).
Albanien (Foto: Abenteuer Albanien/Dirk Pohlers).

Top 8 Orte, die du in Albanien besuchen solltest

Albanien (Foto: Abenteuer Albanien/Dirk Pohlers).
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Albanien ist ein Land, das bisher nur von wenigen Reisenden wahrgenommen wird, obwohl das Land am Mittelmeer viele Vorteile hat. Es ist zum Beispiel um einiges günstiger und weniger überlaufen als beliebtere Urlaubsländer. Wer die wilde Natur, den Charme und die mediterrane Luft liebt, sollte Albanien unbedingt besuchen. Mach das schnell, denn im Moment ist es noch ruhig und nicht so viele Menschen wissen, welches Paradies sie dort erwartet. Eine Rundreise zu den wichtigsten Orten ist eine gute Gelegenheit, das Land kennenzulernen.

Albanien befindet sich zwischen Montenegro, Griechenland, dem Kosovo und Nordmazedonien. Heute leben rund 2,9 Millionen Menschen im Land und 4 Millionen Albaner im Ausland. Viele sind damals ausgewandert, da sie in Albanien keine Zukunft mehr sahen. Arbeitslosigkeit und Armut waren (und sind es immer noch) nur zwei der vielen Gründe für die Abwanderung. Seit dem Ende des Kommunismus konnte Albanien die wirtschaftliche und soziale Lage etwas verbessern. Dennoch zählt das Land noch immer zu den ärmsten in ganz Europa.

Das Land ist insgesamt etwas kleiner als Belgien und besticht landschaftlich durch mächtige Bergketten, ein hügeliges Hinterland, weiße Sandstrände, wunderschöne Buchten und idyllische Dörfer. Ganze 14 Nationalparks gibt es im Land. Ob Wanderurlaub, Städtetrip oder Badeurlaub – Albanien bietet dir eine ziemlich große Vielfalt. Es gibt viel zu entdecken und Sie sollten mindestens eine Woche für Ihren Albanien Urlaub Zeit nehmen (besser gleich 14 Tage). Außerdem gehört Albanien zu den günstigsten Ländern in Europa.

Top 1: Berat

Die Stadt Berat liegt am Fluss Osum in der Mitte des Landes. Die Stadt entstand einst als Burg und liegt auf einem Hügel. Auf diesem Hügel befindet sich die ursprüngliche Burg, die Kalaja genannt wird. Die Burg umfasst ein Viertel mit zahlreichen Kirchen und Moscheen und ist super sehenswert. Berat wird auch die “Stadt der tausend Fenster” genannt, weil die typischen Häuser große Fensterfronten haben. Diese Fenster prägen die Silhouette der Stadt. Die weißen Häuser stehen unter Denkmalschutz, um das ursprüngliche Aussehen der Stadt zu erhalten. 1961 wurde Berat zur “Stadt der Museen” ernannt und ist daher ein tolles Ziel für Geschichts- und Kulturliebhaber.

In der Umgebung der Stadt gibt es einige kleine Dörfer und typische Landschaften, die man bei einem Ausflug ebenfalls besuchen kann. Außerdem ist der Osumi Canyon sehr zu empfehlen. Rafting auf dem türkisfarbenen Wasser der Osumi-Schlucht ist eine Aktivität, die immer mehr an Bedeutung gewinnt, während Wanderungen entlang des Schluchtrandes oder durch das Flusswasser gerade erst ihr Abenteuerpotenzial erkennen. 

Berat (Foto: Abenteuer Albanien/Dirk Pohlers).

Top 2: Albanische Riviera

Im Südwesten des Landes gibt es eine Steilküste, die mit der italienischen Riviera verglichen werden kann, aber viel ruhiger und weniger überlaufen ist. Die Strände laden zum Schwimmen und Sonnenbaden ein. Neu gebaute Hotels und Attraktionen sollen Touristen anlocken und versprechen einen tollen Urlaub.

Die Landschaft ist größtenteils ursprünglich und hinter den Stränden findet man große und dramatische Bergkulissen. In den Bergen verstecken sich zahlreiche kleine romantische Dörfer, die sich perfekt für kleine Ausflüge eignen.

Mit Blick auf die griechische Insel Korfu ist die Küstenstadt Saranda die inoffizielle Hauptstation im südlichen Teil der Riviera. Sie verbindet die nahe gelegenen Städte Tirana und Korfu. Der Strand in Saranda ist ziemlich anständig und mit Liegen und Sonnenschirmen ausgestattet.

Wenn Sie sich für Geschichte interessieren, sollten Sie mit dem Auto oder dem Minibus in die 1,5 Stunden entfernte Stadt Gjirokaster fahren. Dieses UNESCO-Kulturerbe besteht aus Steinhäusern, die von der alten Festung Gjirokaster überragt werden. Gjirokaster leitet sich von den griechischen Wörtern argyron und kastron ab und bedeutet „Silberburg“.

Neben Saranda ist Himara (Himarë) die einzige andere große Stadt, die Sie bei einer Fahrt durch Albanien finden werden. Der Teil von Himara, der auf und um die alte Burg herum gebaut wurde, heißt Kastro und beherbergt die Ruinen der Burg Himara. Die Stadt mit ihrer byzantinischen Architektur, dem Blick auf das Ceraunische Gebirge, den orthodoxen Kirchen, den Olivenhainen und der schönen Bucht wird von vielen Touristen besucht.

Im Süden der Stadt liegt das Dorf Qeparo. Es ist eines der albanischen Dörfer, in denen seit Jahrhunderten Oliven angebaut werden. In der charmanten Siedlung Qeparo leben sowohl Griechen als auch Albaner, und Sie können durch die engen Gassen mit ihren alten Häusern schlendern.

Die wunderschöne Burg von Porto-Palermo liegt in Qeparo in der Bucht von Porto Palermo. Obwohl viele glauben, dass Ali Pascha von Ionina die Burg erbaut hat, wurde sie vielleicht schon lange vorher errichtet und von ihm befestigt. Nur die Zeit und weitere Ausgrabungen werden es zeigen. Von der Burg von Porto-Palermo oder Panormos aus hat man einen beeindruckenden Blick auf das Ionische Meer und das Ceruanische Gebirge.

OLYMPUS DIGITAL CAMERARiviera (Foto: Abenteuer Albanien/Dirk Pohlers).

Top 3: Apollonia

In der Nähe der Stadt Fier in der Mitte Albaniens findet man die Ruinen einer antiken Stadt, die nach dem Gott Apollon benannt wurde. Apollonia war die größte und wichtigste Stadt der antiken Welt. Die Ruinen sind immer noch beeindruckend und zeigen ein kleines Stück der ursprünglichen Pracht. Bibliotheken, Tempel, Theater und andere Gebäude können besichtigt werden, ebenso wie ein Triumphbogen und verfallene Villen.

Der historische Ort ist sehr beeindruckend. Auch die Aussicht von den Hügeln auf das Land ist es wert. (Foto: Abenteuer Albanien/Dirk Pohlers).

Top 4: Durres

Die große Stadt Durres an der Küste Albaniens ist die wichtigste Hafenstadt des Landes. Nicht nur aus wirtschaftlicher Sicht, sondern auch kulturell ist sie eine Hauptstadt. Das ganze Jahr über finden hier kulturelle Veranstaltungen und Feste statt. Eine wichtige Rolle bei diesen Veranstaltungen spielt das Amphitheater, das eine der wichtigsten Attraktionen der Stadt ist. Das beeindruckende antike Gebäude bot früher Platz für etwa 20.000 Menschen und kann heute besichtigt werden.

Top 5: Gjirokastra

Die Stadt im Süden Albaniens wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt. Grund dafür ist der einzigartige architektonische Stil, den die meisten der Gebäude aufweisen. Der Stil wird Balkanarchitektur genannt und beinhaltet kleine burgartige Häuser aus Stein. Die Steine sollten in der Antike die Temperatur regulieren und bilden heute das Wahrzeichen der Stadt. Deshalb wird die Stadt auch “Stadt der Steine” genannt. Sie liegt an der Seite eines Hügels und die einzelnen Viertel sind mit kunstvollen Straßen verbunden.

Gjirokastra hat auch viele kulturelle Attraktionen zu bieten. Museen, Theater und religiöse Stätten gibt es in großer Zahl. Außerdem wird alle fünf Jahre das nationale Folklorefestival in der Burg der Stadt gefeiert.

Gjirokaster (Foto: Abenteuer Albanien/Dirk Pohlers).

Top 6: Kruja

Kruja ist eine albanische Stadt etwa 20 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt. Sie liegt an der Seite des Skanderberg-Gebirges. Das wichtigste Gebäude der Stadt ist die Burg Kruja, die ein Nationalheiligtum für das albanische Volk ist. In ihr befindet sich das Skanderberg-Museum, das an den Krieg in dieser Gegend erinnert. Weitere Orte in der Nähe der Stadt sind das Grabmal von Sari Saltiks und der Nationalpark Qafe Shtama. Die kleine Stadt hat einen großen historischen Hintergrund und kann auch als Tagesausflug von der Hauptstadt Tirana oder von Durres aus besucht werden.

Kruja (Foto: Abenteuer Albanien/Dirk Pohlers).

Top 7: Tirana

Tirana ist die Hauptstadt Albaniens und bildet das wirtschaftliche und politische Epizentrum des Landes. Viele wichtige Einrichtungen befinden sich in Tirana, zum Beispiel das Parlament und die Regierung. Die Stadt ist außerdem der Sitz vieler politischer Parteien. Die Stadt liegt an einem Fluss, etwa 30 Kilometer von der Küste entfernt. Auf einer Seite ist sie von Hügeln umgeben. Bis 1920, als die Stadt zur Hauptstadt ernannt wurde, war Tirana nicht sehr bedeutend. Aber heute überzeugt sie mit moderner Architektur und kulturellen Einrichtungen. In den kleinen Cafés am Rande der Straßen ist meistens viel los und die Stadt hat einen sehr angenehmen Charme.

Wer in die Kultur des Landes eintauchen möchte, sollte in eines der Museen oder in den Kulturpalast gehen. Außerdem ist der Skanderberg-Platz mit der berühmten Reiterstatuette einen Besuch wert. Sie bilden das Wahrzeichen der Stadt. Weitere sehenswerte Orte sind die Et’hem Bey Moschee und der Uhrenturm von Tirana. In der Hauptstadt gibt es außerdem eine Burg, die besichtigt werden kann.

Der Skanderberg-Platz bildet das Zentrum der Stadt, von dem aus Straßen sternförmig in alle Richtungen führen. Auch die zahlreichen politischen Einrichtungen, die Universitäten und der botanische und zoologische Garten sind einen Besuch wert. Weitere Parks und Gärten sind tolle Orte, um die freie Zeit zu genießen und sich zu erholen.

Tirana (Foto: Abenteuer Albanien/Dirk Pohlers).

Top 8: Shkodra

Shkodra ist eine Stadt im Norden Albaniens und die fünftgrößte Stadt des Landes. Sie liegt am Skutari-See an der Grenze zu Montenegro. Shkodra ist von vielen Schlachten und Eroberungen betroffen, sowohl von den Römern als auch von verschiedenen Adelsfamilien. Nachdem sich die Stadt von den harten Kämpfen erholt hat, steigt sie zu einem wichtigen Handelszentrum auf und hat bis heute eine ausgeprägte Kultur.

Das Wahrzeichen der Stadt ist die Ruine der Burg Rozafa. Einer tragischen Legende nach wurde die Burg von drei Brüdern erbaut. Jede Nacht stürzten die Mauern der Burg ein. Eines Tages riet ihnen ein alter Mann, eine Frau in die Mauern zu mauern, dann würden sie niemals einstürzen und allen Feinden widerstehen. Die Brüder stimmten zu, die Frau zu opfern, die ihnen am nächsten Tag Nahrung bringen würde. Zwei der Brüder sagten es ihren Frauen, so dass die dritte am nächsten Tag allein ankam. Sie wurde daraufhin gemordet, bat aber darum, dass sie einen Arm, ein Bein und die Brust aussparen könnten, um ihr Kind weiter zu füttern und zu umarmen.

Die Burg kann besichtigt werden, ebenso wie ein Museum über die Vergangenheit der Stadt. Die Stadt beherbergt das berühmte Marubi Foto Museum. Auch der Markt der Stadt ist einen Besuch wert.

Shkodra (Foto: Abenteuer Albanien/Dirk Pohlers).

Für aktiven Urlaub bietet sich ein Ausflug in die nahegelegenen albanischen Alpen an. Die Peaks of the Balkans Mega-Wanderroute bietet eine der attraktivsten Möglichkeiten den Westbalkan zu erleben. Die Route bildet eine neun Tage lange Rundreise entlang der dinarischen Alpen, die die Grenze zwischen Kosovo, Montenegro und Albanien bilden. Abenteuer Albanien gestaltet auch kürzere Wandertouren für Einsteiger.

Beste Reisezeit Albanien

Die Hochsaison startet im Juli und geht bis August. Dann kommen die meisten Touristen aus dem umliegenden Ländern. Die beste Reisezeit ist in den Monaten Mai, Juni, Anfang Juli und September sowie Oktober. In den Bergen (Albanische Alpen) herrscht ein typisches Gebirgsklima mit sehr kalten und schneereichen Wintern.

Je weiter du in den Süden des Landes fährst, desto mediterraner wird auch das Klima. Der meiste Regen fällt in den Wintermonaten zwischen November und April. Aber man kann es nie genau vorhersagen. Und selbst im Oktober können Sie noch wunderbares Wetter haben.

Anreise mit dem Flugzeug

Du hast verschiedene Möglichkeiten, um nach Albanien zu reisen. Im Land selbst gibt es nur einen Flughafen und dieser befindet sich in der Hauptstadt Tirana. Flüge von Deutschland aus sind gar nicht so teuer. Ab Memmingen und Dortmund kann man mit Wizzair für unter 100€ hin und zurück fliegen (ohne Gepäck) und ab Düsseldorf fliegt Blu-Express (von Albawings betrieben) nach Tirana.

Einen Hin- und Rückflug bekommt man schon für 120€, es hängt aber auch von der gewählten Reisezeit ab. Ab München fliegt ganzjährig Lufthansa nach Tirana, ab Frankfurt auch Adria Airways in den Sommermonaten. Weitere Fluggesellschaften sind Austrian, Alitalia, Olympic u.a., welche aber erst einen Zwischenstopp mit Umstieg im Heimatland machen.

Eine weitere Möglichkeit ist es, nach Korfu (Griechenland) zu fliegen und dann die Fähre zu nehmen. Zum einen sparst du so den einen oder anderen Euro und kannst dir außerdem noch die schöne griechische Insel Korfu anschauen. Von Frankfurt, Berlin, Köln, Düsseldorf, Leipzig, Hamburg und Dresden starten Flieger nach Korfu. Die Flüge sind je nach Airline auch gar nicht teuer.

Täglich legenFähren von Korfu nach Albanien (Saranda) ab. Die einfache Fahrt kostet pro Person 18€. Die Tickets können vor Ort gekauft oder vorab online gebucht werden.


Dieser Beitrag wurde verfasst von: Dirk Pohlers von Abenteuer Albanien, einer kleinen Reiseagentur, geführt von einem Deutschen und einem Albaner, bietet geführte Touren in Albanien an. Reise in kleinen Gruppen von maximal 12 Personen und entdecke das faszinierende Land hautnah.

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