Sessellift (Foto: Bergbahnen Mitterbach/Lindmoser).
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Tourismus als unterschätzter Wirtschaftsmotor: Studie belegt hohe Wertschöpfung in alpinen Regionen

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Eine aktuelle Wertschöpfungsstudie der Prodinger Tourismusberatung, in Auftrag gegeben von der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich (WKO), zeigt die immense volkswirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für regionale Kommunen und Volkswirtschaften auf. Am Beispiel der Gemeinde Zell am See wird aufgezeigt, dass die Rolle der Branche für Wohlstand, Beschäftigung und die lokale Infrastrukturentwicklung oft massiv unterschätzt wird.

Die Studie belegt, dass touristische Aktivitäten weit über die direkten Umsätze von Hotellerie und Gastronomie hinaus eine Kette indirekter und induzierter Effekte auslösen. Dieser gesamtwirtschaftliche Impuls verflechtet den Hospitality-Sektor eng mit anderen lokalen Branchen wie dem Handwerk, der Bauwirtschaft, der Landwirtschaft und dem Handel. Laut der Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft, Mag. Susanne Kraus-Winkler, fungiert der Tourismus gerade in alpinen Räumen als „entscheidender wirtschaftlicher Stabilitätsanker“.

Die konkreten Zahlen aus Zell am See unterstreichen diese Dynamik eindrucksvoll für das Jahr 2024. Die Hotellerie und Gastronomie in der Gemeinde erwirtschafteten einen Branchenumsatz von insgesamt 140 Millionen Euro (102 Mio. Euro in der Hotellerie, 38 Mio. Euro in der Gastronomie). Diese Umsätze sichern rund 990 Vollzeitäquivalente an Arbeitsplätzen. Zudem fließen jährlich 28,8 Millionen Euro an Steuern, Abgaben und weiteren Einnahmen an die öffentliche Hand zurück. Von jedem in Hotellerie und Gastronomie ausgegebenen Euro verbleiben 74 Cent direkt in der Region, was die starke regionale Verankerung belegt.

Darüber hinaus spielen Investitionen des Tourismussektors eine wichtige Rolle: Ein Investitionsvolumen von 21,4 Millionen Euro aus Hotellerie und Gastronomie fließt zu etwa 70 Prozent in die Region und löst einen unmittelbaren Wertschöpfungsimpuls von rund 15 Millionen Euro im Umkreis von 60 Kilometern aus. Die Gesamtwertschöpfung der Sektoren Hotellerie und Gastronomie für 2024 beträgt 105 Millionen Euro. Die Analyse hebt hervor, dass in vielen alpinen Gemeinden der Tourismus die einzige tragfähige Wirtschaftsgrundlage ist und Wintergäste signifikant höhere Tagesausgaben tätigen als Sommergäste. Die Betriebe sind damit zentrale Partner für die Finanzierung von kommunaler Infrastruktur und stabilisieren regionale Arbeitsmärkte.

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