Österreichische Flagge (Foto: Jan Gruber).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Tourismusbericht belegt fundamentale Bedeutung für Österreichs Bruttoinlandsprodukt

Werbung

Der aktuelle Tourismusbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus untermauert die ökonomische Tragweite des Fremdenverkehrs für die gesamte österreichische Volkswirtschaft. Die erhobenen Wirtschaftsdaten weisen für den Sektor eine direkte und indirekte Wertschöpfung von insgesamt 68,2 Milliarden Euro aus.

Damit steuert die Branche einen Anteil von 13,6 Prozent zum nationalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Die statistische Aufschlüsselung verdeutlicht, dass der reine Tourismus 6,5 Prozent und die eng damit verzahnte Freizeitwirtschaft weitere 6,8 Prozent zu dieser volkswirtschaftlichen Kennzahl beitragen, womit der Gesamtsektor zu den tragenden Säulen des Wirtschaftsstandortes zählt.

Neben der reinen Wertschöpfung fungiert der Tourismussektor als zentraler Beschäftigungsmotor auf dem heimischen Arbeitsmarkt. Dem offiziellen Bericht zufolge sichert die Hotellerie und Gastronomie 7,1 Prozent aller Arbeitsplätze in der Republik. Unter Einbeziehung der Freizeitwirtschaft, die für 6,9 Prozent der Erwerbstätigen verantwortlich zeichnet, hängen exakt 14 Prozent der Gesamtbeschäftigung in Österreich direkt oder indirekt von diesem Wirtschaftszweig ab. Susanne Kraus-Winkler, Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), verwies in einer Stellungnahme darauf, dass die Betriebe damit eine essenzielle Rolle bei der Absicherung von Arbeitsplätzen und der Stärkung des Wohlstands insbesondere im ländlichen Raum einnehmen.

Trotz der nominal hohen Umsatz- und Beschäftigungszahlen warnt die Wirtschaftskammer vor verfälschten Rückschlüssen auf die tatsächliche Ertragslage der einzelnen Tourismusbetriebe. Viele kleine und mittelständische Unternehmen stehen aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen unter erheblichem finanziellem Druck. Die Rentabilität wird gegenwärtig durch stark gestiegene Personalkosten, hohe Zinsen bei anstehenden Investitionskrediten sowie durch die anhaltenden Auswirkungen der Inflation bei Lebensmitteln und Betriebsmitteln geschmälert. Zudem belasten ein akuter Arbeitskräftemangel und ein zunehmender bürokratischer Dokumentationsaufwand die operative Führung der Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe.

Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit Österreichs als Top-Destination dauerhaft zu sichern, fordert die Branchenvertretung von der Bundespolitik stabile und planbare wirtschaftliche Rahmenbedingungen. Im Vordergrund stehen dabei gezielte Maßnahmen zur Fachkräftesicherung, steuerliche Entlastungen bei Lohnnebenkosten sowie eine Deregulierung im Bereich der Gewerbeordnung. Nur durch eine Stärkung der unternehmerischen Eigenkapitalbasis könne gewährleistet werden, dass die Innovationskraft der Betriebe erhalten bleibt und die regionale Wertschöpfung in den Bundesländern nicht stagniert.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung