Boeing 737-800 (Foto: Masakatsu Ukon).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

Tragisches Flugzeugunglück in Südkorea: Boeing 737-8AS verunglückt bei Landung in Muan

Werbung

Am Sonntag ereignete sich auf dem internationalen Flughafen von Muan in Südkorea ein schweres Flugzeugunglück, bei dem nach bisherigen Berichten mindestens 124 Menschen ums Leben kamen.

Das Passagierflugzeug, eine Boeing 737-8AS (Registrierung: HL8088) der südkoreanischen Billigfluglinie Jeju Air, kam aus Bangkok, der Hauptstadt Thailands, und war mit insgesamt 181 Personen an Bord besetzt. Laut Informationen der Nachrichtenagentur Yonhap befanden sich unter den Passagieren 173 Südkoreaner, zwei Thailänder sowie sechs Besatzungsmitglieder.

Der Unfallhergang

Die Tragödie ereignete sich kurz nach 9.00 Uhr Ortszeit, als die Maschine bei der Landung über die Landebahn hinausgeschossen war und mit einem Fangzaun hinter der Piste kollidierte. Augenzeugenberichten zufolge schlitterte das Flugzeug ohne ausgeklapptes Fahrwerk über die Landebahn, zerschellte am Ende der Strecke und geriet in Brand. Ein im südkoreanischen Fernsehen ausgestrahltes Video zeigt dramatische Szenen, in denen das Wrack von Flammen verschlungen wird.

Laut den südkoreanischen Behörden könnte ein Vogelschlag – eine Kollision mit einem oder mehreren Vögeln – die Fehlfunktion des Fahrwerks verursacht haben. Das Verkehrsministerium des Landes teilte mit, daß der Tower die Piloten kurz vor der Landung vor einem möglichen Vogelschlag gewarnt habe. Nach Angaben von Jeju Air seien jedoch bisher keine technischen Mängel an dem Flugzeug festgestellt worden.

Erste Ermittlungen deuten darauf hin, daß die Piloten zunächst einen Landeversuch unternahmen, diesen jedoch abbrechen mußten. Beim anschließenden Versuch, eine Bruchlandung zu wagen, gelang es offenbar nicht, die Geschwindigkeit der Maschine hinreichend zu reduzieren, bevor das Ende der Landebahn erreicht wurde. Die Kombination aus hoher Geschwindigkeit und einem nicht ausgeklappten Fahrwerk dürfte das Unglück wesentlich verschlimmert haben.

Szenen der Verwüstung

Fotos und Videos vom Unfallort zeigen eine Szenerie der Zerstörung: Dunkle Rauchschwaden stiegen in den Himmel, während Wrackteile der Boeing in Flammen standen. Einsatzkräfte der Feuerwehr waren mit Löschfahrzeugen vor Ort, um das Feuer zu bekämpfen. Dutzende Rettungskräfte leiteten die Bergung der Überlebenden ein. Parallel dazu nahmen die zuständigen Behörden Ermittlungen zur genauen Ursache des Unglücks auf.

Der internationale Flughafen von Muan, der im Jahr 2007 nach zehnjähriger Bauzeit eröffnet wurde, bleibt bis auf weiteres geschlossen. Alle Flüge von und nach Muan wurden gestrichen. Der Flughafen liegt in der Provinz Jeolla, etwa 300 Kilometer von der Hauptstadt Seoul entfernt. Westliche Fluggesellschaften nutzen diesen Flughafen nicht.

Jeju Air entschuldigte sich in einer offiziellen Mitteilung auf ihrer Website bei den Betroffenen des Unglücks: „Wir entschuldigen uns zutiefst bei allen, die von dem Vorfall auf dem Flughafen Muan betroffen sind“, heißt es in der Stellungnahme. Das Unternehmen drückte sein Bedauern aus und versprach, alles daran zu setzen, die Ursache des Unglücks aufzuklären.

Regierung erläßt Notfallmaßnahmen

Inmitten der laufenden politischen Krise in Südkorea erklärte der geschäftsführende Präsident Choi Sang Mok die Region zum Katastrophengebiet und ordnete umfassende Rettungsmaßnahmen an. Er reiste persönlich zum Unglücksort, um sich ein Bild von der Lage zu machen und die Einsatzkräfte zu unterstützen.

Das Unglück von Muan ist eine der schwersten Tragödien in der jüngeren Luftfahrtgeschichte Südkoreas. Die Kombination aus technischen Problemen, möglichem menschlichem Versagen und ungünstigen Umständen wie einem Vogelschlag zeigt erneut die immense Komplexität der Luftfahrtsicherheit. Die Welt blickt nun auf die Ergebnisse der Ermittlungen, die hoffentlich Licht in die genauen Ursachen dieser Katastrophe bringen werden.

Ereignisübersicht

  • Ort und Zeit: Der Unfall ereignete sich am internationalen Flughafen von Muan in Südkorea am 29. Dezember 2024 gegen 9.00 Uhr Ortszeit.
  • Betroffenes Flugzeug: Eine Boeing 737-8AS der südkoreanischen Billigfluglinie Jeju Air.- Registrierung: HL8088
  • Passagiere: 173 Südkoreaner, zwei Thailänder und sechs Crewmitglieder (insgesamt 181 Personen).
  • Opferzahl: Mindestens 124 Todesopfer laut Feuerwehrangaben.

Unfallhergang

  • Das Flugzeug kam aus Bangkok, Thailand.
  • Kurz nach der Landung rutschte die Maschine ohne ausgefahrenes Fahrwerk über die Landebahn hinaus, kollidierte mit einem Fangzaun und fing Feuer.
  • Ein Video zeigt die Maschine, wie sie über die Landebahn schlittert, am Ende zerschellt und in Flammen aufgeht.

Vermutete Ursache

  • Laut Behörden könnte ein Vogelschlag – eine Kollision mit einem oder mehreren Vögeln – für eine Fehlfunktion des Fahrwerks verantwortlich sein.
  • Der Tower hatte die Piloten vor der Landung vor einem Vogelschlag gewarnt.
  • Jeju Air erklärte, dass zuvor keine technischen Probleme am Flugzeug aufgetreten seien.

Ablauf der Landung

  • Ein erster Landeversuch wurde abgebrochen.
  • Beim zweiten Versuch kam es zur Bruchlandung.
  • Die Geschwindigkeit des Flugzeugs konnte offenbar nicht ausreichend reduziert werden, bevor das Ende der Landebahn erreicht war.

Rettungs- und Ermittlungsmaßnahmen

  • Rettungskräfte löschten das Feuer und evakuierten Überlebende.
  • Fotos und Videos zeigen Rauchschwaden, brennende Wrackteile und die Löscharbeiten vor Ort.
  • Der Flughafen Muan wurde nach dem Unfall komplett für weitere Flüge gesperrt.

Reaktion und Entschuldigung

  • Jeju Air entschuldigte sich öffentlich bei den Betroffenen.
  • Der geschäftsführende südkoreanische Präsident erklärte die Region zum Katastrophengebiet und besuchte die Unfallstelle.

Dieses Ereignis zeigt die Bedeutung von Sicherheitsmaßnahmen und -prüfungen in der Luftfahrt, besonders im Umgang mit unvorhersehbaren Naturereignissen wie Vogelschlägen.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung