Boeing 737-800 (Foto: redlegsfan21).
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Transatlantische Kooperation: Icelandair und WestJet vereinbaren weitreichendes Codeshare-Abkommen

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Die isländische Fluggesellschaft Icelandair und die kanadische WestJet Airlines haben auf der Jahreshauptversammlung des internationalen Luftfahrtverbandes IATA in Rio de Janeiro ein bilaterales Codeshare-Abkommen unterzeichnet.

Diese strategische Partnerschaft sieht eine tiefe kommerzielle Integration der beiden Streckennetze vor, um die Flugverbindungen zwischen Kanada, Island und dem europäischen Festland zu optimieren. Passagiere können künftig transatlantische Reiseketten über ein einziges Ticket buchen, wobei abgestimmte Flugpläne, eine durchgehende Gepäckabfertigung bis zum Zielflughafen sowie aufeinander abgestimmte Umsteigeprozesse den Reisekomfort erhöhen sollen. Der operative Start der Codeshare-Flüge ist nach dem Erhalt der behördlichen Genehmigungen für den Herbst 2026 terminiert.

Durch die vertragliche Vereinbarung erweitern beide Fluggesellschaften ihre geografische Marktreichweite erheblich, ohne eigene Flottenkapazitäten aufbauen zu müssen. Kunden von WestJet erhalten über das Drehkreuz am internationalen Flughafen Keflavík einen vereinfachten Zugang zu mehr als zehn europäischen Destinationen im Netzwerk von Icelandair. Im Gegenzug profitiert Icelandair von einer deutlich verbesserten Anbindung an den kanadischen Inlandsmarkt. Europäische Reisende können über die Netzwerkknoten von WestJet mit nur einem Zwischenstopp zahlreiche Städte innerhalb Kanadas erreichen. Für Icelandair stellt WestJet zudem den ersten kanadischen Codeshare-Partner in der Unternehmensgeschichte dar.

Die Kooperation basiert maßgeblich auf dem traditionellen Hub-and-Spoke-System von Icelandair, welches Island als zentralen geografischen Umsteigepunkt im nordatlantischen Flugverkehr nutzt. WestJet untermauert das Abkommen parallel durch den Ausbau des eigenen Flugprogramms in Richtung Island: Die kanadische Fluggesellschaft startet noch im laufenden Monat Juni 2026 neue saisonale Direktverbindungen von Edmonton und Winnipeg nach Keflavík, während die bestehende Verbindung ab Calgary für das Sommerhalbjahr reaktiviert wird. Bogi Nils Bogason, Vorstandsvorsitzender von Icelandair, und John Weatherill, kommerzieller Leiter von WestJet, betonten in gemeinsamen Stellungnahmen, dass die Allianz den Wettbewerb auf den Transatlantikrouten stärken und den Passagieren flexiblere Reiseoptionen bieten werde.

Mittelfristig prüfen die beiden Fluglinien zudem eine Ausweitung der Zusammenarbeit auf die jeweiligen Vielfliegerprogramme und die gegenseitige Anerkennung von Statusvorteilen. Die Bündelung der Verkehrsströme verspricht beiden Unternehmen eine stabilere Auslastung der Flugzeuge im margenstarken Nordatlantikverkehr. Die verbesserte Erreichbarkeit dürfte darüber hinaus den Geschäfts- und Urlaubsreiseverkehr zwischen Nordamerika und Europa ankurbeln, was insbesondere der Tourismuswirtschaft in den beteiligten Regionen zugutekommt.

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