Airbus A320neo (Foto: Transavia).
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Transavia eröffnet feste Stationsbasis am Flughafen Brüssel

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Die niederländische Niedrigpreis-Fluggesellschaft Transavia hat ihren operativen Betrieb am Flughafen Brüssel-Zaventem zu einer vollwertigen Basis ausgebaut.

Nach Unternehmensangaben stationiert die Tochtergesellschaft des Luftfahrtkonzerns Air France-KLM dort vier Flugzeuge und beschäftigt vor Ort rund 150 lokale Besatzungsmitglieder, darunter belgisches Kabinen- und Cockpitpersonal. Damit löst sich der Carrier von der bisherigen Praxis, Flüge ab Belgien primär mit in den Niederlanden stationierten Crews durchzuführen. Der Ausbau bildet die Grundlage für eine Netzwerkerweiterung um neue Direktverbindungen, darunter Routen nach Porto ab Dezember 2026 sowie nach Iraklio, Thessaloniki und Ponta Delgada auf den Azoren im Sommer 2027.

Die Ausweitung der Präsenz auf insgesamt 15 Ziele ab Brüssel erfolgt vor dem Hintergrund kapazitärer Engpässe am Stammflughafen Amsterdam-Schiphol. Streng gedeckelte Flugbewegungen und behördliche Beschränkungen im Heimatmarkt veranlassen die Fluggesellschaft dazu, Ausweichpotenziale im benachbarten Ausland zu nutzen. Für Transavia, die im europäischen Streckennetz eine Flotte von 52 Maschinen der Typen Boeing 737-800 und Airbus A321neo betreibt, stellt der Standort Brüssel die vierte operative Basis neben Amsterdam, Rotterdam und Eindhoven dar.

Der Eintritt der Fluggesellschaft als fest verankerter Anbieter verschärft den Wettbewerb auf dem belgischen Markt für Urlaubsreisen. Am Flughafen Brüssel-Zaventem trifft Transavia auf eine etablierte Konkurrenz aus Anbietern wie Brussels Airlines, TUI fly Belgium, Ryanair, Vueling und easyJet. Insbesondere auf stark frequentierten Strecken nach Südeuropa besteht eine erhebliche Überschneidung des Flugangebots. Zudem begünstigen fiskalische Rahmenbedingungen das Wachstum an belgischen Airports: Während die staatliche Ticketsteuer in den Niederlanden für abfliegende Passagiere im Jahr 2026 bei 30,25 Euro liegt, erhebt Belgien je nach Distanz lediglich 5 bis 10 Euro pro Fluggast.

Obwohl die Airline einen direkten Zusammenhang zwischen den Steuerdifferenzen und der Basiseröffnung nicht offiziell bestätigt, werten Marktbeobachter den Standortvorteil als wesentlichen Faktor für den Kapazitätsaufbau. Das künftige Wachstum der Station wird davon abhängen, ob es Transavia gelingt, sich im Preiswettbewerb gegenüber den verankerten Wettbewerbern zu behaupten und die Auslastung der vier stationierten Flugzeuge auch außerhalb der sommerlichen Nachfragespitzen auf einem wirtschaftlichen Niveau zu halten.

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