Kabine Boeing 737-800 (Foto: Red Sea Airlines).
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TV-Format thematisiert Phänomen der Aviophobie: Mechanismen und Bewältigungsstrategien bei Flugangst

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Das öffentlich-rechtliche Fernsehprogramm des Österreichischen Rundfunks befasst sich in seiner anstehenden Sendung des Gesundheitsmagazins „Bewusst gesund“ mit dem Thema Flugangst.

Die Ausgabe wird am Samstag, dem 13. Juni 2026, um 17:30 Uhr auf ORF 2 ausgestrahlt und zeitgleich auf der Streaming-Plattform ORF On zur Verfügung gestellt. Präsentiert wird die Sendung von der Medizinerin Dr. Christine Reiler. Im Fokus des Beitrags der Gestalterin Steffi Zupan steht die psychologische und physiologische Belastung von Passagieren, für die die Nutzung von Verkehrsflugzeugen trotz der erwiesenen statistischen Sicherheit dieses Verkehrsmittels eine erhebliche Stresssituation darstellt.

Statistisch gesehen gilt das Flugzeug im Vergleich zum Straßen- oder Schienenverkehr als eines der sichersten Transportmittel weltweit, dennoch leiden Millionen Menschen unter der sogenannten Aviophobie. Die Symptome reichen von innerer Unruhe, Schlafstörungen in den Tagen vor dem Abflug und Schweißausbrüchen bis hin zu akutem Herzrasen und schweren Panikattacken beim Betreten der Kabine. Psychologen führen diese Angstreaktionen primär auf das subjektive Empfinden eines totalen Kontrollverlusts sowie auf die Enge des Raumes zurück. In der Sendung erläutern medizinische Experten die genauen Abläufe im menschlichen Nervensystem, bei denen rationale Argumente durch die Ausschüttung von Stresshormonen wie Adrenalin blockiert werden.

Zur Bewältigung dieser Phobie bietet der Markt spezialisierte Seminare an, die oft in Kooperation von Fluggesellschaften, Psychologen und Piloten durchgeführt werden. Das ORF-Magazin hat ein solches Flugangstseminar filmisch begleitet. Diese Kurse setzen auf eine Kombination aus technischer Aufklärung über Flugphysik, Wetterphänomene und Sicherheitsredundanzen sowie auf kognitive Verhaltenstherapie. Die Teilnehmer erlernen spezifische Atemtechniken und Entspannungsübungen, um die körperliche Überreaktion bei Turbulenzen oder während der Start- und Landephase aktiv zu regulieren.

Neben den psychologischen Verhaltenstrainings gewinnen in der modernen Luftfahrtmedizin auch technologische Hilfsmittel an Bedeutung. So setzen Therapeuten zunehmend Virtual-Reality-Brillen ein, um Betroffene in einer kontrollierten Praxisumgebung schrittweise an die Reize einer Flugreise zu gewöhnen. Ziel dieser Konfrontationstherapie ist es, die fehlerhafte Verknüpfung des Gehirns zwischen dem Fliegen und einer akuten Lebensgefahr dauerhaft zu löschen. Die rechtzeitige Auseinandersetzung mit diesen Strategien vor Beginn der Hauptreisezeit gilt als entscheidend, um Urlaubs- und Geschäftsreisen ohne sedierende Medikamente bewältigen zu können.

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