Die österreichische Bundespolizei hat im Jahr 2024 insgesamt 6.145.227 Geschwindigkeitsübertretungen im Straßenverkehr geahndet. Diese Zahl umfasst sowohl Verwaltungsanzeigen als auch Organstrafverfügungen und dokumentiert die umfangreichen Bemühungen der Exekutive zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit. Innenminister Gerhard Karner betonte, dass die konsequente Überwachung der Straßenverkehrsordnung und die Ahndung von Verstößen wie Raserei, Drängeln sowie Alkohol- und Drogen am Steuer auch in diesem Jahr oberste Priorität haben.
Ein Großteil der Geschwindigkeitsübertretungen wurde mit Radargeräten (rund 5,3 Millionen Fälle) und Lasermessgeräten (etwa 600.000 Fälle) festgestellt. Zivilstreifen, Section-Control-Anlagen und andere Überwachungsmethoden trugen ebenfalls zur Ahndung von etwa 250.000 Verstößen bei. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Gesamtzahl der geahndeten Geschwindigkeitsübertretungen leicht um 0,2 Prozent gesunken. Der Bundespolizei stehen landesweit 396 stationäre und mobile Radargeräte zur Verfügung, wobei moderne Lasertechnologie bei stationären Anlagen zunehmend die älteren Radarsysteme ersetzt. Zudem sind zehn stationäre Section-Control-Anlagen in Betrieb, und mobile Anlagen werden temporär in Baustellenbereichen eingesetzt.
Seit März 2024 haben die österreichischen Verkehrsbehörden zudem die Möglichkeit, Fahrzeuge bei besonders hohen Geschwindigkeitsüberschreitungen vorläufig zu beschlagnahmen. Von dieser Befugnis machten die Organe der Bundespolizei im Zeitraum von März bis Dezember 2024 in 171 Fällen Gebrauch. Neben der Geschwindigkeitsüberwachung legte die Polizei auch einen Fokus auf Alkohol- und Drogenkontrollen. Im Jahr 2024 wurden über 1,8 Millionen Alkoholkontrollen durchgeführt, wobei die Zahl der Anzeigen wegen Alkohol am Steuer um 5,9 Prozent auf 28.867 sank. Die Anzeigen wegen Fahrens unter Drogeneinfluss gingen um 5,2 Prozent auf 8.227 zurück. Zudem wurden Verstöße gegen den Sicherheitsabstand und das Telefonieren am Steuer geahndet. Im Bereich des Schwerverkehrs und bei Gefahrguttransporten wurden ebenfalls zahlreiche Kontrollen durchgeführt, die zu Anzeigen und Untersagungen der Weiterfahrt führten.