Für die anstehenden Sanierungsarbeiten auf der Bahnstrecke Hamburg-Berlin ab August dieses Jahres wird ein umfangreicher Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Das zuständige Konsortium Ecovista lässt hierfür eigens fast 210 Busse produzieren, wie der Verbund mitteilte.
Die Auslieferung der Fahrzeuge der Hersteller SOR und Iveco steht jedoch noch aus. Die Deutsche Bahn-Tochter InfraGo, die für die Bauarbeiten verantwortlich ist, arbeitet eng mit Ecovista zusammen, um den planmäßigen Start des Ersatzverkehrs am 1. August sicherzustellen.
Die Strecke soll bis Mai 2026 gesperrt und umfassend modernisiert werden. Geplant sind die Erneuerung von Oberleitungen, Gleisen, Weichen, Stellwerken und Bahnhöfen. Insgesamt 26 Buslinien sollen die Fahrgäste in der Region während dieser Zeit an ihre Ziele bringen. Im Gegensatz zur Sanierung der Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim im vergangenen Jahr, wo die Bahn den Ersatzverkehr selbst organisierte, hat für die Strecke Hamburg-Berlin das Konsortium Ecovista den Zuschlag erhalten.
Die neuen Busse, darunter 142 Gelenk- und 66 Solobusse, sollen mit WLAN und USB-Steckdosen ausgestattet sein. Die Iveco-Busse für längere Strecken werden zusätzlich über Toiletten verfügen. Ecovista plant, den gesamten Ersatzverkehr mit eigenen Fahrzeugen zu leisten und greift nicht auf die rund 150 Busse zurück, die bei der Sanierung der Riedbahn im Einsatz waren. Für den reibungslosen Ablauf des Ersatzverkehrs werden laut Angaben des Konsortiums rund 500 Busfahrer benötigt, die bereits rekrutiert wurden.