Airbus A350 (Foto: Air France).
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Umstellung der Flugverbindung zwischen Paris und Manila auf Saisonbetrieb

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Die französische Fluggesellschaft Air France wird ihre Direktverbindung zwischen dem Flughafen Paris-Charles de Gaulle und dem Ninoy Aquino International Airport in Manila ab Mai 2026 vorübergehend aussetzen.

Laut aktuellen Flugplandaten erfolgt die Unterbrechung im Zeitraum vom 4. Mai bis zum 12. Oktober 2026. Damit wandelt die Fluggesellschaft die erst im Dezember 2024 reaktivierte Strecke effektiv in eine saisonale Verbindung um. Die Entscheidung kommt überraschend, da Air France die Route erst nach einer zweijährzehntelangen Abwesenheit vom philippinischen Markt wieder in den eigenen Flugplan aufgenommen hatte.

Gegenwärtig wird die Strecke dreimal wöchentlich mit einem Airbus A350-900 bedient, der über eine Drei-Klassen-Konfiguration verfügt. Die Flugzeit für die Langstrecke beträgt durchschnittlich 14 Stunden. Bis zur geplanten Pause im Mai 2026 starten die Maschinen weiterhin dienstags, freitags und sonntags in Paris, während die Rückflüge ab Manila für montags, mittwochs und samstags terminiert sind. Branchenanalysten deuten die Umstellung auf einen Saisonbetrieb als Reaktion auf schwankende Nachfragemuster während der europäischen Sommermonate und als Maßnahme zur Kapazitätsoptimierung innerhalb des globalen Streckennetzes der Airline.

Historisch gesehen markierte die Wiederaufnahme der Flüge Ende 2024 einen wichtigen Meilenstein, da es die erste direkte Flugverbindung zwischen der Europäischen Union und den Philippinen nach der weltweiten Pandemie war. Zuvor hatte Air France Manila im Jahr 2004 infolge der Fusion mit KLM aufgegeben. In den dazwischenliegenden zwei Jahrzehnten wurde die Präsenz vor Ort lediglich über Codeshare-Abkommen mit dem Partner KLM aufrechterhalten, der die philippinische Hauptstadt weiterhin via Amsterdam bediente. Durch die nun angekündigte Pause verringert sich das Angebot an direkten Langstreckenverbindungen aus Europa in den Inselstaat vorübergehend wieder deutlich.

Zusätzliche Marktbeobachtungen deuten darauf hin, dass die Philippinen im Wettbewerb mit anderen südostasiatischen Zielen wie Thailand oder Vietnam stehen, die im Sommer oft stabilere Buchungszahlen im Premiumsegment aufweisen. Da der Airbus A350-900 eine hocheffiziente, aber teure Ressource darstellt, setzt Air France das Fluggerät in der kommenden Sommersaison 2026 offenbar auf Routen mit höherer Renditeerwartung ein. Passagiere, die für den Sommer 2026 Reisen planen, müssen somit erneut auf Umsteigeverbindungen über Drehkreuze wie Amsterdam, Hongkong oder Singapur ausweichen, bis der Direktflug im Oktober wieder aufgenommen wird.

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