Flagge der USA (Foto: Pixabay).
Redakteur
Letztes Update
Give a coffee
Informationen sollten frei für alle sein, doch guter Journalismus kostet viel Geld.
Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, können Sie Aviation.Direct freiwillig auf eine Tasse Kaffee einladen.
Damit unterstützen Sie die journalistische Arbeit unseres unabhängigen Fachportals für Luftfahrt, Reisen und Touristik mit Schwerpunkt D-A-CH-Region und zwar freiwillig ohne Paywall-Zwang.
Wenn Ihnen der Artikel nicht gefallen hat, so freuen wir uns auf Ihre konstruktive Kritik und/oder Ihre Hinweise wahlweise direkt an den Redakteur oder an das Team unter unter diesem Link oder alternativ über die Kommentare.
Ihr
Aviation.Direct-Team

US-Grenzschutz plant weitreichende Änderungen im Einreiseverfahren: Social-Media-Angaben werden für ESTA-Anträge Pflicht

Werbung

Der US-Zoll- und Grenzschutz (CBP) hat umfassende geplante Änderungen für seine Verfahren zur Überprüfung von Reisenden angekündigt, die eine neue obligatorische Angabe von Social-Media-Konten für alle ESTA-Antragsteller beinhalten. Die Aktualisierungen, die diese Woche im Federal Register veröffentlicht wurden, sind Teil einer umfassenden Überarbeitung der Informationen, die im Rahmen des Formulars I-94 (Ankunfts-/Abreise-Aufzeichnung) und des Electronic System for Travel Authorization (ESTA) gesammelt werden.

Die einschneidendste Änderung ist die Einführung einer verpflichtenden Angabe von Social-Media-Informationen. Gemäß der US-Executive Order 14161 vom Januar 2025 müssen ESTA-Antragsteller künftig ihre Social-Media-Konten der letzten fünf Jahre offenlegen. Dieser Schritt erweitert die Datenerfassung von Reisenden, die am Visa-Waiver-Programm teilnehmen, erheblich. Die CBP begründet die Verpflichtung zur Angabe von Social-Media-Identifikatoren damit, dass sie helfen soll, potenzielle Sicherheitsrisiken und betrügerische Identitäten aufzudecken. Damit wird eine Praxis formalisiert, die zuvor nur ein optionales Feld darstellte.

Die verpflichtende Social-Media-Abfrage ist Teil eines größeren Pakets von Änderungen zur Modernisierung der US-Grenzkontrollen. Dazu gehört die geplante Abschaffung des ESTA-Webseiten-Antragssystems, wodurch künftige ESTA-Anträge ausschließlich über die ESTA Mobile App eingereicht werden müssen. Die CBP führt Sicherheitsmängel bei der Web-Anwendung, wie unzureichende Foto-Uploads und die mangelnde Verifizierbarkeit von E-Pass-Chips, als Gründe an. Ebenfalls relevant war die Bekämpfung betrügerischer Drittanbieter-Websites.

Das Maßnahmenpaket umfasst zudem eine signifikante Ausweitung der gesammelten Datenfelder, darunter die Angabe von Telefonnummern der letzten fünf Jahre, E-Mail-Adressen der letzten zehn Jahre sowie Biometriken wie Gesichtsaufnahmen, Fingerabdrücke, DNA und Iris-Scans. Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit für Reisende, ihre Ausreise mittels der CBP Home Mobile App freiwillig selbst zu melden (VSRE), was jedoch eine obligatorische Live-Selfie-Aufnahme und Geolocation-Daten zur biometrischen Bestätigung erfordert. Zudem wird die Entfernung Rumäniens aus dem Visa-Waiver-Programm angekündigt. Die öffentliche Konsultation zu den vorgeschlagenen Änderungen läuft bis zum 9. Februar 2026.

Werbung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..

Werbung