In Litauen ist ein Verdächtiger festgenommen worden, der im Zusammenhang mit der Versendung von Brandsätzen nach Deutschland und Großbritannien stehen soll. Laut deutschen Medienberichten weigern sich die litauischen Behörden, aus nationalen Sicherheitsgründen Stellung zu dem Fall zu nehmen.
Die Festnahme steht im Zusammenhang mit Vorfällen im Juli, bei denen Brandsätze sowohl am Flughafen Leipzig als auch in einem DHL-Lagerhaus in Birmingham Brände verursachten. Beide Feuer konnten gelöscht werden, ohne dass es zu Verletzungen kam.
Thomas Haldenwang, Chef des deutschen Inlandsgeheimdienstes, erklärte, dass der Verdacht bestehe, russische Spionage und Sabotage könnten hinter den Vorfällen stecken. Ziel sei es, Unruhe in Ländern zu stiften, die die Ukraine unterstützen. Auch die britische Anti-Terror-Polizei untersucht eine mögliche russische Beteiligung, im britischen Fall kam es jedoch bislang zu keiner Festnahme. Die Ermittlungen laufen in enger internationaler Zusammenarbeit weiter. Die litauischen Behörden halten aus Sicherheitsgründen weitere Informationen zurück.