Airbus A320 (Foto: Amelia International).
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Verhandlungspoker um die Flugverbindung zwischen Pau und Paris-Orly

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Die Aufrechterhaltung der regionalen Flugverbindung zwischen dem Flughafen Pau-Pyrénées und Paris-Orly steht vor einer ungewissen Zukunft, da der aktuelle Verkehrsvertrag mit der Fluggesellschaft Amelia Ende Mai 2026 ausläuft.

Nachdem Amelia bei der jüngsten Ausschreibung Ende 2025 als einziger Bieter hervorgegangen war, gestalten sich die Gespräche über eine Verlängerung um weitere vier Jahre schwierig. Im Zentrum des Konflikts stehen erhebliche Differenzen über die Höhe der notwendigen öffentlichen Subventionen, die den wirtschaftlichen Betrieb der für die Region strategisch wichtigen Route sicherstellen sollen.

Medienberichten zufolge fordert die Regionalfluggesellschaft für die Fortführung des Flugbetriebs jährliche Zuschüsse in Höhe von 6,5 bis 7 Millionen Euro. Diese Summe soll die gestiegenen operativen Kosten abdecken, die insbesondere durch die Volatilität der Kerosinpreise und gestiegene Personalkosten getrieben werden. Demgegenüber steht die Position des Flughafen-Zweckverbandes und der lokalen Gebietskörperschaften, darunter die Region Nouvelle-Aquitaine und das Département Pyrénées-Atlantiques. Die öffentlichen Geldgeber streben eine Obergrenze der finanziellen Unterstützung von maximal 5 Millionen Euro pro Jahr an, um die Belastung für die Haushalte zu begrenzen.

Angesichts der finanziellen Kluft werden derzeit verschiedene Szenarien geprüft, um die Verbindung dennoch zu retten. Diskutiert wird unter anderem eine signifikante Anpassung der Flugfrequenzen, um die Betriebskosten zu senken und die Auslastung der verbleibenden Maschinen zu optimieren. Gleichzeitig richten die regionalen Entscheidungsträger Appelle an die französische Zentralregierung in Paris, zusätzliche Fördermittel bereitzustellen. Argumentiert wird hierbei mit der Bedeutung der Strecke für die lokale Wirtschaft und die Anbindung des Industriestandorts Pau an das nationale Verkehrsnetz.

Sollten die Verhandlungen bis zum Vertragsende im Mai scheitern, droht der Region der Verlust einer direkten Anbindung an das zweitgrösste Drehkreuz der Hauptstadt. Dies hätte weitreichende Folgen für den Geschäftsreiseverkehr und die regionale Attraktivität. Während Amelia auf eine kostendeckende Vereinbarung pocht, versuchen die lokalen Behörden, die Infrastrukturkosten durch Effizienzsteigerungen und staatliche Beihilfen in einem vertretbaren Rahmen zu halten. Eine Entscheidung wird in den kommenden Tagen erwartet, um einen nahtlosen Übergang des Flugbetriebs ab Juni zu gewährleisten.

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